Arthrose wird meistens mit einem einzigen Wort erklärt: Gelenkverschleiß. Das klingt zunächst logisch, trifft die Erkrankung aber nur zum Teil. Ein Gelenk nutzt sich nicht einfach wie eine Schuhsohle immer weiter ab, nur weil Sie es bewegen. Würde Arthrose so funktionieren, wäre möglichst wenig Bewegung wahrscheinlich die beste Lösung. Tatsächlich ist aber genau das Gegenteil der Fall: Gelenke brauchen Bewegung, Muskeln brauchen Belastung und auch der Gelenkknorpel ist darauf angewiesen, regelmäßig be- und entlastet zu werden.
Bei einer Arthrose verändert sich außerdem nicht nur der Knorpel. Das gesamte Gelenk kann im Laufe der Zeit beteiligt sein. Der Knorpel wird dünner und unregelmäßiger, der Knochen unterhalb des Knorpels passt sich an die veränderte Belastung an, die Gelenkinnenhaut kann gereizt werden, die Gelenkkapsel kann sich verändern und auch Muskeln, Bänder und Sehnen rund um das Gelenk spielen eine wichtige Rolle. Deshalb kann ein arthrotisches Gelenk schmerzen, steif werden, anschwellen und sich zeitweise sogar warm anfühlen.
Arthrose ist eine sehr häufige Gelenkerkrankung und wird mit zunehmendem Alter wahrscheinlicher. Trotzdem ist sie nicht einfach eine unvermeidbare Alterserscheinung. Manche Menschen haben auch im höheren Alter erstaunlich wenig Gelenkprobleme, während andere schon deutlich früher eine Arthrose entwickeln. Frühere Verletzungen, Gelenkfehlstellungen, starke oder einseitige Belastungen, Übergewicht, bestimmte andere Gelenkerkrankungen und die persönliche Veranlagung können dabei eine Rolle spielen.
Besonders häufig betrifft Arthrose Knie und Hüfte, aber auch Finger, Daumensattelgelenk, Großzehengrundgelenk, Schulter, Sprunggelenk und kleine Gelenke der Wirbelsäule können betroffen sein.
Merkkasten: Arthrose bedeutet nicht einfach, dass ein Gelenk „aufgebraucht“ ist. Es handelt sich um eine Veränderung des gesamten Gelenks. Deshalb besteht die Behandlung auch nicht darin, das Gelenk möglichst wenig zu benutzen, sondern darin, Bewegung, Muskelkraft und Belastung so anzupassen, dass das Gelenk möglichst gut funktioniert.
Was passiert bei Arthrose eigentlich im Gelenk?
In einem gesunden Gelenk treffen zwei Knochen aufeinander. Die Gelenkflächen sind mit einer glatten Knorpelschicht überzogen. Dieser Knorpel sorgt dafür, dass sich die Knochen gut gegeneinander bewegen können und Belastungen möglichst gleichmäßig verteilt werden.
Der Knorpel ist dabei keine harte, leblose Schutzschicht. Er besteht aus einem besonderen Gewebe, das Druck aufnehmen und wieder abgeben kann. Bei Bewegung wird der Knorpel abwechselnd belastet und entlastet. Genau dieser Wechsel gehört zu seiner normalen Funktion.
Bei einer Arthrose verändert sich dieser Knorpel nach und nach. Seine Oberfläche kann unregelmäßiger werden, kleine Schäden können entstehen und im weiteren Verlauf kann die Knorpelschicht dünner werden. Dadurch verändert sich auch die Belastung des Knochens unterhalb des Knorpels.
Der Körper versucht darauf zu reagieren. Der Knochen kann sich verdichten und an den Gelenkrändern können kleine knöcherne Anbauten entstehen. Diese werden manchmal im Röntgenbefund als Osteophyten bezeichnet.
Gleichzeitig kann auch die Gelenkinnenhaut gereizt werden. Sie kann sich entzünden und mehr Gelenkflüssigkeit bilden. Dadurch kann das Gelenk anschwellen, sich warm anfühlen und stärker schmerzen.
Das erklärt, warum Arthrose nicht einfach nur eine Erkrankung des Knorpels ist.
Warum kann Arthrose schmerzen?
Viele Menschen denken, der Schmerz müsse direkt aus dem beschädigten Knorpel kommen. Tatsächlich ist es etwas komplizierter.
Rund um das Gelenk befinden sich viele Strukturen, die Schmerzen verursachen können. Dazu gehören der Knochen unterhalb des Knorpels, die Gelenkinnenhaut, die Gelenkkapsel, Sehnen, Bänder und Muskeln.
Wenn sich die Belastung innerhalb des Gelenks verändert, verändert sich oft auch die Arbeit der Muskulatur. Manche Muskeln werden stärker beansprucht, andere verlieren durch Schonung an Kraft. Das Gelenk wird dadurch möglicherweise weniger stabil und Bewegungen fühlen sich anstrengender oder schmerzhafter an.
Deshalb kann sich Arthroseschmerz von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich anfühlen.
Ein Röntgenbild und der Schmerz passen nicht immer zusammen
Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn Sie gerade einen Befund bekommen haben.
Manche Menschen haben im Röntgenbild deutliche arthrotische Veränderungen und kaum Beschwerden. Andere haben starke Schmerzen, obwohl das Bild nur vergleichsweise geringe Veränderungen zeigt.
Das bedeutet: Ein Röntgenbild kann zeigen, wie ein Gelenk aussieht. Es kann aber nicht vollständig zeigen, wie sich dieses Gelenk für Sie anfühlt.
Deshalb sollte niemals nur der Befund behandelt werden. Entscheidend ist, wie beweglich Sie sind, welche Tätigkeiten Schwierigkeiten machen, wann Schmerzen auftreten und wie stark Ihr Alltag dadurch eingeschränkt wird.
Ein Satz wie „Das sieht im Röntgen schon ziemlich schlecht aus“ bedeutet also nicht automatisch, dass Sie bald ein künstliches Gelenk brauchen.
Was ist eine aktivierte Arthrose?
Eine Arthrose kann längere Zeit relativ ruhig sein und sich dann plötzlich deutlich bemerkbarer machen. Das Gelenk schmerzt stärker, kann anschwellen und sich warm anfühlen. Man spricht dann häufig von einer aktivierten Arthrose.
Dabei entsteht innerhalb des arthrotisch veränderten Gelenks zusätzlich eine Entzündungsreaktion. Besonders die Gelenkinnenhaut kann gereizt sein und vermehrt Gelenkflüssigkeit bilden.
Das Knie wirkt dann beispielsweise dicker, Bewegungen werden unangenehmer und manchmal fühlt sich das Gelenk gespannt an.
Eine aktivierte Arthrose ist trotzdem nicht dasselbe wie eine rheumatoide Arthritis. Bei der rheumatoiden Arthritis liegt eine entzündlich-rheumatische Erkrankung vor, bei der das Immunsystem eine entscheidende Rolle spielt. Bei der aktivierten Arthrose entsteht die Entzündung dagegen innerhalb eines bereits arthrotisch veränderten Gelenks.
Warum bekommt ein Mensch Arthrose und ein anderer nicht?
Meist gibt es nicht den einen Grund.
Das Alter spielt eine Rolle, weil Gelenke über Jahrzehnte viele Belastungen, kleinere Verletzungen und Reparaturvorgänge erleben. Trotzdem ist Alter allein keine Erklärung.
Auch die Form eines Gelenks kann eine Rolle spielen. Wenn beispielsweise Hüfte oder Knie von Geburt an etwas anders aufgebaut sind, kann die Belastung im Gelenk ungleich verteilt werden.
Frühere Verletzungen können ebenfalls wichtig sein. Ein Kreuzbandriss, eine schwere Meniskusverletzung oder ein Knochenbruch in der Nähe eines Gelenks kann noch viele Jahre später Auswirkungen haben.
Auch eine langjährige Gelenkentzündung kann den Knorpel schädigen. Deshalb können Menschen mit bestimmten rheumatischen Erkrankungen später zusätzlich eine Arthrose entwickeln.
Bei Knie- und Hüftarthrose kann außerdem Übergewicht eine Rolle spielen, weil die Gelenke bei jedem Schritt mehr Belastung aufnehmen müssen.
Und schließlich gibt es eine familiäre Veranlagung. Gerade bei bestimmten Formen der Fingerarthrose findet man häufig ähnliche Veränderungen bei mehreren Familienmitgliedern.
Arthrose ist nicht an jedem Gelenk gleich
Je nachdem, welches Gelenk betroffen ist, sieht auch der Alltag mit Arthrose anders aus.
Eine Kniearthrose macht andere Probleme als eine Arthrose des Daumensattelgelenks. Bei der Hüfte kann das Anziehen von Socken plötzlich schwierig werden, während bei einer Fingerarthrose das Öffnen einer Flasche zum Problem wird.
| Erkrankung | Betroffenes Gelenk | Was häufig auffällt |
|---|---|---|
| Gonarthrose | Knie | Schmerzen beim Gehen, Treppensteigen, längerer Belastung oder nach Ruhe |
| Coxarthrose | Hüfte | Schmerzen häufig in der Leiste, eingeschränkte Beweglichkeit, Probleme beim Gehen oder Anziehen |
| Rhizarthrose | Daumensattelgelenk | Schmerzen beim Greifen, Drehen, Öffnen von Gläsern oder Flaschen |
| Heberden-Arthrose | Fingerendgelenke | Knöcherne Verdickungen, Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit |
| Bouchard-Arthrose | Fingermittelgelenke | Verdickungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen |
| Fingerpolyarthrose | Mehrere Fingergelenke | Beschwerden an mehreren Fingerend- und Mittelgelenken |
| Omarthrose | Schultergelenk | Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit der Schulter |
| Sprunggelenksarthrose | Sprunggelenk | Schmerzen beim Gehen, eingeschränktes Abrollen, häufig nach früheren Verletzungen |
| Hallux rigidus | Großzehengrundgelenk | Schmerzen und Steifigkeit beim Abrollen des Fußes |
| Facettenarthrose | Kleine Wirbelgelenke | Rückenschmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit |
Kniearthrose – wenn Belastung, Stabilität und Muskulatur zusammenspielen
Das Knie ist ein ausgesprochen komplexes Gelenk. Es besteht nicht nur aus zwei Knochen und etwas Knorpel. Menisken, Kreuzbänder, Seitenbänder, Kniescheibe, Sehnen und eine kräftige Muskulatur sorgen gemeinsam dafür, dass Sie stehen, gehen, Treppen steigen und sich hinsetzen können.
Bei einer Kniearthrose können unterschiedliche Bereiche des Gelenks betroffen sein. Manche Menschen haben hauptsächlich Veränderungen auf der Innenseite des Knies, andere eher außen oder hinter der Kniescheibe.
Zu Beginn treten Beschwerden häufig bei längerer oder stärkerer Belastung auf. Später kann der typische Anlaufschmerzhinzukommen: Nach längerem Sitzen oder morgens fühlen sich die ersten Schritte unangenehm und steif an, anschließend wird es zunächst etwas besser.
Bei stärker ausgeprägter Arthrose können längere Gehstrecken schwieriger werden. Treppen, insbesondere das Hinuntergehen, können unangenehm sein und in entzündlich gereizten Phasen kann das Knie anschwellen.
Gleichzeitig verändert sich häufig die Muskulatur. Wer Schmerzen hat, belastet das Bein weniger. Dadurch kann der Oberschenkelmuskel schwächer werden und das Knie verliert einen Teil seiner natürlichen Stabilisierung.
Genau deshalb ist Muskeltraining bei Kniearthrose so wichtig.
Hüftarthrose – manchmal schmerzt sogar das Knie mit
Eine Hüftarthrose wird Coxarthrose genannt. Interessanterweise sitzt der Schmerz nicht immer dort, wo man ihn erwarten würde.
Viele Betroffene spüren die Beschwerden vor allem in der Leiste. Der Schmerz kann aber auch in den Oberschenkel und manchmal sogar bis zum Knie ziehen. Deshalb wird gelegentlich zunächst das Knie untersucht, obwohl die eigentliche Ursache in der Hüfte liegt.
Im Laufe der Zeit kann die Hüfte unbeweglicher werden. Das merken Sie vielleicht nicht zuerst beim Gehen, sondern bei kleinen Alltagssituationen: Das Bein lässt sich schlechter drehen, Schuhe und Socken sind schwieriger anzuziehen oder das Einsteigen ins Auto wird unangenehm.
Auch hier ist die Muskulatur wichtig. Eine kräftige Hüft- und Gesäßmuskulatur unterstützt das Gelenk und stabilisiert den gesamten Bewegungsablauf.
Fingerarthrose – kleine Gelenke, große Auswirkungen im Alltag
Unsere Hände benutzen wir praktisch ständig. Deshalb kann eine Arthrose der Finger den Alltag stärker beeinflussen, als man bei so kleinen Gelenken zunächst vermuten würde.
Bei der Heberden-Arthrose sind die Fingerendgelenke betroffen. Dort können im Laufe der Zeit typische knöcherne Verdickungen entstehen.
Die Bouchard-Arthrose betrifft dagegen die Fingermittelgelenke.
Sind mehrere Fingergelenke betroffen, spricht man häufig von einer Fingerpolyarthrose.
Die Veränderungen können über längere Zeit entstehen. Manche Gelenke schmerzen phasenweise stärker und können sich zeitweise entzündlich gereizt anfühlen.
Rhizarthrose – warum der Daumen so wichtig ist
Eine besonders häufige Arthrose an der Hand betrifft das Daumensattelgelenk. Sie wird Rhizarthrose genannt.
Dieses kleine Gelenk macht unseren Daumen außergewöhnlich beweglich. Dadurch können wir greifen, drehen, drücken und Gegenstände zwischen Daumen und Fingern festhalten.
Wenn dieses Gelenk schmerzt, werden deshalb viele ganz gewöhnliche Tätigkeiten plötzlich lästig: eine Flasche öffnen, einen Schlüssel drehen, eine Schere benutzen, einen Deckel abschrauben oder eine schwere Tasse halten.
Hier können neben Schmerzbehandlung und Übungen auch Schienen und ergotherapeutische Hilfen sinnvoll sein.
Hallux rigidus – Arthrose am großen Zeh
Auch das Großzehengrundgelenk kann arthrotisch werden. Diese Erkrankung wird häufig Hallux rigidus genannt.
Der große Zeh spielt beim Abrollen des Fußes eine wichtige Rolle. Wird das Gelenk steifer und schmerzhaft, verändert sich dadurch häufig automatisch der gesamte Gang.
Manche Menschen versuchen unbewusst, nicht mehr über den großen Zeh abzurollen und belasten stattdessen die Außenseite des Fußes stärker. Dadurch können weitere Beschwerden entstehen.
Geeignetes Schuhwerk, bestimmte Einlagen oder Sohlenveränderungen können deshalb je nach Ausprägung einen wichtigen Teil der Behandlung darstellen.
Arthrose an der Wirbelsäule – ein Befund erklärt nicht automatisch den Rückenschmerz
Auch die kleinen Gelenke zwischen den Wirbeln können arthrotische Veränderungen entwickeln. Diese werden häufig als Facettenarthrose bezeichnet.
Solche Veränderungen kommen mit zunehmendem Alter häufig vor.
Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jede im Röntgen oder MRT sichtbare Facettenarthrose tatsächlich Ihre Rückenschmerzen verursacht. Rückenschmerzen können genauso aus Muskeln, Bandscheiben, Nerven oder anderen Strukturen entstehen.
Gerade an der Wirbelsäule ist es deshalb besonders wichtig, einen Bildbefund nicht mit einer vollständigen Erklärung gleichzusetzen.
Arthrose und Arthritis – ähnlich klingende Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung
Diese beiden Begriffe werden häufig verwechselt.
Arthrose beschreibt eine Erkrankung des gesamten Gelenks mit längerfristigen Veränderungen von Knorpel, Knochen und anderen Gelenkstrukturen.
Arthritis bedeutet zunächst, dass ein Gelenk entzündet ist.
Diese Entzündung kann unterschiedliche Gründe haben.
Bei einer rheumatoiden Arthritis wird die Gelenkentzündung durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems verursacht.
Bei Gicht entstehen Entzündungen durch Harnsäurekristalle.
Bei einer bakteriellen Arthritis befinden sich Krankheitserreger im Gelenk.
Und auch bei einer Arthrose kann das Gelenk zeitweise entzündlich gereizt sein.
Die beiden Wörter können deshalb nicht einfach mit „Verschleiß gegen Entzündung“ übersetzt werden. Entscheidend ist immer, warum sich das Gelenk verändert oder entzündet hat.
Ein plötzlich heißes Gelenk ist nicht automatisch Arthrose
Auch wenn bei Ihnen bereits eine Arthrose bekannt ist, sollte nicht jede neue starke Schwellung automatisch dieser Erkrankung zugeschrieben werden.
Ein Gelenk, das plötzlich innerhalb weniger Stunden sehr schmerzhaft, rot, heiß und dick wird, kann beispielsweise bei einem Gichtanfall auftreten. Auch andere Gelenkentzündungen kommen infrage.
Besonders wichtig ist eine bakterielle Gelenkinfektion. Sie ist zwar wesentlich seltener, muss aber schnell behandelt werden.
Wenn zu einem stark entzündeten Gelenk Fieber, Schüttelfrost oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl kommen, sollte deshalb nicht einfach abgewartet werden.
Wie stellt man Arthrose fest?
Am Anfang steht normalerweise keine komplizierte Untersuchung, sondern zunächst eine genaue Beschreibung Ihrer Beschwerden.
Wo tut es weh? Wann beginnt der Schmerz? Wie lange besteht er schon? Welche Bewegungen sind schwierig? Gibt es eine Schwellung? Gab es früher eine Verletzung? Ist das Gelenk bereits operiert worden?
Danach wird das Gelenk untersucht. Dabei schaut man beispielsweise auf Beweglichkeit, Stabilität, Schwellungen, Druckschmerzen und die umgebende Muskulatur.
Bei vielen Gelenken kann ein Röntgenbild anschließend zusätzliche Informationen liefern.
Ein MRT wird nicht automatisch benötigt. Es kann sinnvoll sein, wenn andere Strukturen genauer beurteilt werden sollen oder die Beschwerden nicht eindeutig zum bisherigen Befund passen.
Blutwerte können eine Arthrose nicht direkt beweisen. Sie werden eher dann interessant, wenn der Verdacht besteht, dass möglicherweise doch eine andere Erkrankung hinter den Beschwerden steckt.
Was bedeutet der Arthrosegrad?
Bei Röntgenuntersuchungen wird Arthrose manchmal in verschiedene Schweregrade eingeteilt.
Dabei wird beispielsweise darauf geachtet, wie breit der Gelenkspalt noch ist, ob knöcherne Veränderungen vorhanden sind und wie stark das Gelenk insgesamt verändert aussieht.
Diese Einteilung beschreibt aber vor allem das Bild.
Sie sagt nicht automatisch voraus, wie stark Ihre Schmerzen sein müssen.
Zwei Menschen mit einem ähnlich aussehenden Röntgenbild können sich im Alltag vollkommen unterschiedlich fühlen.
Deshalb sollte die Entscheidung über eine Behandlung niemals ausschließlich nach einem Arthrosegrad getroffen werden.
Bewegung ist bei Arthrose eines der wichtigsten Medikamente – ganz ohne Tablette
Viele Menschen beginnen nach der Diagnose automatisch, das betroffene Gelenk zu schonen. Das ist verständlich, denn was weh tut, möchte man zunächst möglichst wenig benutzen.
Kurzzeitig kann Entlastung durchaus sinnvoll sein, insbesondere wenn ein Gelenk gerade stark gereizt ist.
Dauerhafte Schonung bringt jedoch neue Probleme.
Die Muskulatur wird schwächer, das Gelenk wird schlechter stabilisiert und Bewegungen werden immer anstrengender. Dadurch nimmt die Belastbarkeit weiter ab und häufig entsteht ein Kreislauf aus Schmerz, weniger Bewegung, Muskelschwäche und noch stärker wahrgenommener Belastung.
Deshalb geht es bei Arthrose nicht darum, das Gelenk möglichst wenig zu bewegen.
Es geht darum, es passend zu bewegen.
Radfahren, Walking, Schwimmen, Wassergymnastik, gezielte Kraftübungen oder andere Bewegungsformen können je nach betroffenem Gelenk gut geeignet sein.
Welche Bewegung für Sie passt, hängt davon ab, welches Gelenk betroffen ist, wie beweglich Sie sind und welche Belastungen Sie gut vertragen.
Warum starke Muskeln so wichtig sind
Muskeln bewegen ein Gelenk nicht nur, sie stabilisieren es auch.
Eine kräftige Oberschenkelmuskulatur unterstützt beispielsweise das Knie. Eine gute Gesäß- und Hüftmuskulatur stabilisiert die Hüfte und das Becken.
Wenn Schmerzen dazu führen, dass Sie ein Gelenk immer weniger benutzen, kann Muskelkraft überraschend schnell verloren gehen.
Dadurch wird das Gelenk im Alltag stärker gefordert.
Muskeltraining gehört deshalb bei vielen Arthroseformen zu den sinnvollsten Maßnahmen überhaupt.
Das bedeutet nicht, dass Sie plötzlich mit schweren Gewichten trainieren müssen. Schon gezielte Übungen, die regelmäßig durchgeführt werden, können einen Unterschied machen.
Physiotherapie ist nicht nur Massage
Physiotherapie wird manchmal mit passiven Anwendungen verbunden: hinlegen, behandeln lassen und anschließend wieder nach Hause gehen.
Bei Arthrose ist jedoch gerade der aktive Teil besonders wichtig.
Eine gute Physiotherapie hilft Ihnen herauszufinden, welche Bewegungen eingeschränkt sind, welche Muskeln zu schwach geworden sind und welche Übungen für Ihr Gelenk geeignet sind.
Das Ziel sollte langfristig sein, dass Sie einen Teil dieser Übungen selbstständig in Ihren Alltag übernehmen können.
Denn ein Gelenk profitiert mehr davon, wenn Sie regelmäßig etwas tun, als wenn es gelegentlich für kurze Zeit behandelt wird.
Ergotherapie kann besonders den Händen viel Alltag zurückgeben
Gerade bei Finger- und Daumensattelgelenksarthrose kann Ergotherapie sehr hilfreich sein.
Dabei geht es nicht nur um Übungen.
Sie lernen beispielsweise, wie bestimmte Tätigkeiten gelenkschonender ausgeführt werden können und welche Hilfsmittel den Alltag erleichtern.
Ein dickerer Griff an einem Besteck, ein spezieller Flaschenöffner oder eine andere Grifftechnik wirken vielleicht zunächst wie Kleinigkeiten. Wenn eine Bewegung aber jeden Tag zwanzigmal ausgeführt wird, kann eine solche Veränderung einen großen Unterschied machen.
Übergewicht und Arthrose – bitte nicht als Schuldfrage verstehen
Dieser Punkt muss vernünftig erklärt werden.
Natürlich bekommt nicht jeder Mensch mit Übergewicht Arthrose und selbstverständlich haben auch schlanke Menschen ausgeprägte Arthrosen.
Trotzdem kann ein höheres Körpergewicht besonders Knie und Hüfte zusätzlich belasten.
Dabei geht es nicht um Äußerlichkeiten und auch nicht darum, jemandem die Schuld an seiner Erkrankung zu geben.
Es geht schlicht um Physik: Ein Knie muss bei jedem Schritt ein Vielfaches der Belastung aufnehmen, die auf den Körper wirkt. Weniger Gewicht kann diese Belastung reduzieren.
Wenn Sie deutliches Übergewicht und gleichzeitig Knie- oder Hüftarthrose haben, kann eine Gewichtsabnahme deshalb dazu beitragen, Beschwerden zu verbessern.
Entscheidend ist aber eine langfristige und vernünftige Veränderung und keine kurzfristige Crash-Diät.
Gibt es eine besondere Arthrose-Ernährung?
Es gibt keine Ernährung, mit der sich verlorener Gelenkknorpel einfach wieder neu aufbauen lässt.
Eine ausgewogene Ernährung bleibt trotzdem wichtig. Sie hilft dabei, ein gesundes Körpergewicht zu erreichen oder zu halten und versorgt Muskeln und Knochen mit wichtigen Nährstoffen.
Viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, hochwertige pflanzliche Öle, Nüsse und eine insgesamt abwechslungsreiche Ernährung sind deshalb eine gute Grundlage.
Wer Ihnen jedoch verspricht, dass ein bestimmtes Lebensmittel oder Pulver einen zerstörten Gelenkknorpel wieder vollständig aufbaut, verspricht mehr, als eine Ernährung leisten kann.
Glucosamin, Chondroitin, Kollagen und andere Gelenkprodukte
Der Markt für sogenannte Gelenknahrung ist riesig.
Glucosamin, Chondroitin, Kollagenpulver, Grünlippmuschel, verschiedene Pflanzenextrakte und zahlreiche Kombinationen werden mit der Hoffnung verkauft, Gelenke zu schützen oder Knorpel wieder aufzubauen.
Das Problem ist vor allem die Erwartung.
Eine gute Nährstoffversorgung ist wichtig. Aber aus einem Pulver entsteht nicht einfach wieder eine neue, vollständig intakte Knorpelschicht.
Wenn Sie solche Präparate verwenden möchten, sollten Sie deshalb sehr kritisch auf die Versprechen achten und nicht davon ausgehen, dass sie Bewegung, Muskeltraining oder eine notwendige medizinische Behandlung ersetzen.
Wärme oder Kälte – was tut bei Arthrose besser?
Beides kann sinnvoll sein.
Ein steifes Gelenk ohne starke Schwellung fühlt sich unter Wärme häufig angenehmer an. Wärme kann Muskeln entspannen und Bewegungen erleichtern.
Ist ein Gelenk dagegen gerade deutlich warm, geschwollen und gereizt, empfinden viele Menschen Kälte als angenehmer.
Es gibt deshalb keine Regel, nach der Arthrose grundsätzlich immer Wärme oder immer Kälte braucht.
Probieren Sie aus, was Ihrem Gelenk in der jeweiligen Situation guttut.
Welche Schmerzmittel werden bei Arthrose verwendet?
Bei Arthrose können verschiedene Schmerzmittel eingesetzt werden. Besonders häufig werden entzündungshemmende Schmerzmittel verwendet, beispielsweise Wirkstoffe wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen.
Sie können sowohl Schmerzen als auch entzündliche Reaktionen reduzieren.
Bei oberflächlich gelegenen Gelenken kann manchmal zunächst ein Gel oder eine Creme sinnvoll sein.
Tabletten wirken im ganzen Körper und können deshalb auch Nebenwirkungen verursachen. Magen, Darm, Nieren, Blutdruck und Herz-Kreislauf-System können je nach Medikament und persönlicher Situation betroffen sein.
Deshalb sollte besonders eine regelmäßige Einnahme nicht einfach dauerhaft in Eigenregie erfolgen.
Welche Schmerzbehandlung für Sie geeignet ist, hängt auch von anderen Erkrankungen und Medikamenten ab.
Kortisonspritzen – manchmal hilfreich, aber nicht für jede Situation
Wenn ein arthrotisches Gelenk stark entzündlich gereizt und geschwollen ist, kann eine Kortisonspritze manchmal helfen, diese Entzündung zu beruhigen.
Sie ist aber keine Behandlung, mit der die Arthrose selbst geheilt wird.
Auch sollte ein Gelenk nicht ständig in kurzen Abständen gespritzt werden.
Jede Spritze in ein Gelenk bringt außerdem ein kleines Infektionsrisiko mit sich. Deshalb sollte eine solche Behandlung gezielt und unter guten hygienischen Bedingungen durchgeführt werden.
Hyaluronsäure – warum man keine Wunder erwarten sollte
Hyaluronsäurespritzen werden häufig bei Arthrose angeboten, besonders am Knie.
Manche Menschen berichten anschließend über eine Besserung, andere bemerken kaum einen Unterschied.
Wichtig ist vor allem, realistische Erwartungen zu haben.
Hyaluronsäure kann verlorenen Gelenkknorpel nicht einfach wiederherstellen.
Wenn eine solche Behandlung als Selbstzahlerleistung angeboten wird, sollten Sie deshalb vorher genau fragen, welchen Nutzen man bei Ihrer persönlichen Arthrose erwartet, welche Kosten entstehen und welche anderen Möglichkeiten es gibt.
PRP und Eigenblut – ebenfalls kein neuer Gelenkknorpel aus der Spritze
Auch Eigenblutbehandlungen und sogenanntes PRP werden mittlerweile häufig angeboten.
Dabei wird Blut entnommen, aufbereitet und ein bestimmter Bestandteil anschließend in das Gelenk gespritzt.
Auch hier sollte man vorsichtig mit großen Versprechen sein.
Solche Verfahren können möglicherweise bei einzelnen Menschen Beschwerden beeinflussen, sie stellen aber kein stark geschädigtes Gelenk wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück.
Vor allem Aussagen wie „Knorpel wächst damit wieder komplett nach“ sollten Sie kritisch hinterfragen.
Wann braucht man eine Operation?
Nicht jede Arthrose wird operiert.
Eine Operation wird vor allem dann interessant, wenn Beschwerden dauerhaft sehr stark sind, Beweglichkeit und Alltag deutlich eingeschränkt sind und andere Behandlungen nicht mehr ausreichend helfen.
Bei Knie und Hüfte kann dann ein künstliches Gelenk infrage kommen.
Dabei zählt nicht nur das Röntgenbild.
Entscheidend ist, wie sehr Sie tatsächlich eingeschränkt sind.
Wenn Sie trotz deutlicher Veränderungen im Röntgen noch gut laufen können, wenig Schmerzen haben und mit Ihrem Alltag zurechtkommen, gibt es keinen Grund, allein wegen des Bildes möglichst schnell ein künstliches Gelenk einzusetzen.
Umgekehrt sollte eine Operation aber auch nicht endlos hinausgezögert werden, wenn die Lebensqualität trotz guter Behandlung stark eingeschränkt bleibt.
Was passiert bei einem künstlichen Gelenk?
Bei einer Knie- oder Hüftprothese werden die stark geschädigten Gelenkflächen durch künstliche Bestandteile ersetzt.
Bei der Hüfte werden beispielsweise Hüftkopf und Teile der Gelenkpfanne ersetzt.
Beim Knie werden die belasteten Gelenkflächen von Ober- und Unterschenkel entsprechend versorgt.
Viele Menschen gewinnen dadurch deutlich an Lebensqualität und können wieder wesentlich besser laufen.
Trotzdem bleibt es eine größere Operation mit möglichen Risiken. Deshalb sollte die Entscheidung gemeinsam mit den behandelnden Ärzten getroffen und nicht nur von einem einzelnen Röntgenbefund abhängig gemacht werden.
Kann Arthrose geheilt werden?
Eine bereits fortgeschrittene Arthrose lässt sich derzeit nicht einfach rückgängig machen.
Verlorener Knorpel wächst nicht durch ein bestimmtes Medikament, eine Spritze oder ein Nahrungsergänzungsmittel vollständig wieder so nach, als wäre das Gelenk nie betroffen gewesen.
Aber das bedeutet nicht, dass Sie nichts tun können.
Dieser Unterschied ist sehr wichtig.
Auch wenn ein Gelenk im Röntgen weiterhin arthrotische Veränderungen zeigt, können Ihre Schmerzen geringer werden, die Muskulatur kräftiger werden und Ihre Beweglichkeit deutlich zunehmen.
Man kann also sehr viel an der Funktion und an den Beschwerden verändern, auch wenn die sichtbaren Veränderungen nicht einfach verschwinden.
Wird Arthrose automatisch jedes Jahr schlimmer?
Nicht unbedingt.
Arthrose ist zwar eine dauerhafte Gelenkerkrankung, aber ihr Verlauf ist sehr unterschiedlich.
Manche Menschen haben über viele Jahre relativ stabile Beschwerden. Bei anderen schreitet die Erkrankung schneller voran.
Auch Schmerzen verlaufen nicht geradlinig. Gute und schlechte Phasen können sich abwechseln.
Deshalb sollte eine Arthrosediagnose nicht als genaue Vorhersage darüber verstanden werden, wie Ihr Gelenk in fünf, zehn oder zwanzig Jahren aussehen oder funktionieren wird.
Was Sie selbst tun können
Das Wichtigste ist meistens nicht eine einzelne besondere Therapie, sondern eine Kombination mehrerer Dinge.
Bleiben Sie möglichst regelmäßig in Bewegung und suchen Sie nach einer Belastung, die zu Ihrem Gelenk passt.
Trainieren Sie die Muskulatur rund um das betroffene Gelenk.
Versuchen Sie bei Übergewicht eine langfristige Gewichtsreduktion, besonders wenn Knie oder Hüfte betroffen sind.
Nutzen Sie Hilfsmittel, wenn sie Ihnen den Alltag erleichtern.
Lassen Sie Ihre Schmerzbehandlung sinnvoll einstellen, anstatt über lange Zeit eigenständig immer mehr Schmerzmittel einzunehmen.
Und seien Sie vorsichtig bei teuren Behandlungen, die Ihnen versprechen, einen geschädigten Gelenkknorpel vollständig neu aufzubauen.
Ein Hilfsmittel bedeutet nicht, dass Sie aufgegeben haben
Auch dieser Gedanke hält sich erstaunlich hartnäckig.
Ein Gehstock, eine Schiene, ein Flaschenöffner oder eine andere Alltagshilfe bedeutet nicht, dass Ihre Arthrose „gewonnen“ hat.
Ein Hilfsmittel soll genau das tun, was sein Name sagt: Ihnen helfen.
Wenn Sie damit länger gehen, selbstständig kochen, Ihre Hände weniger belasten oder eine schmerzhafte Bewegung vermeiden können, ist es sinnvoll eingesetzt.
Das Ziel ist nicht, möglichst lange alles ohne Unterstützung zu schaffen.
Das Ziel ist, möglichst lange selbstständig und beweglich zu bleiben.
Fazit: Arthrose verändert ein Gelenk – sie bestimmt aber nicht automatisch, wie beweglich Sie bleiben
Arthrose ist weit mehr als ein bisschen „abgenutzter Knorpel“. Im Laufe der Erkrankung können sich Knorpel, Knochen, Gelenkinnenhaut, Kapsel, Muskulatur und andere Strukturen verändern. Deshalb entstehen Schmerzen nicht immer aus derselben Ursache und deshalb sehen zwei Menschen mit einem ähnlichen Röntgenbefund im Alltag oft vollkommen unterschiedlich aus.
Vielleicht ist genau das der Punkt, den man nach einer Arthrosediagnose am wichtigsten verstehen sollte.
Ihr Röntgenbild ist nicht Ihre Zukunft.
Eine vorhandene Arthrose lässt sich nicht einfach wieder wegmachen. Aber Schmerzen, Beweglichkeit, Kraft und Belastbarkeit können trotzdem deutlich beeinflusst werden.
Regelmäßige, passende Bewegung gehört dabei zu den wichtigsten Dingen überhaupt. Dauerhafte Schonung kann dagegen dazu führen, dass Muskulatur verloren geht und das Gelenk immer weniger Belastung verträgt.
Auch Physiotherapie, Ergotherapie, Gewichtsreduktion bei Bedarf, eine angepasste Schmerzbehandlung und geeignete Hilfsmittel können einen großen Unterschied machen.
Spritzen und Nahrungsergänzungsmittel sollten realistisch betrachtet werden. Kein Pulver und keine Spritze kann Ihnen garantieren, dass ein stark geschädigter Knorpel wieder vollständig neu aufgebaut wird.
Und auch eine Operation ist nicht automatisch das Ende jeder Arthrosegeschichte. Für Menschen mit stark eingeschränkter Lebensqualität kann ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk sehr hilfreich sein. Die Entscheidung richtet sich jedoch nach Ihren tatsächlichen Beschwerden und nicht nur danach, wie dramatisch ein Röntgenbild aussieht.
Arthrose bedeutet also nicht:
„Mein Gelenk ist kaputt und ich kann nichts mehr tun.“
Viel treffender ist:
„Mein Gelenk hat sich verändert. Jetzt geht es darum, es so beweglich, kräftig und belastbar wie möglich zu halten.“
Quellen und medizinische Informationsseiten
gesund.bund.de – Bundesministerium für Gesundheit: Informationen zu Kniearthrose, Hüftarthrose sowie verschiedenen Arthroseformen.
Gesundheitsinformation.de – Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: Verständliche Informationen zu Arthrose, Bewegung, Schmerzbehandlung, Gelenkspritzen und Gelenkersatz.
Deutsche Rheuma-Liga: Patienteninformationen zu Arthrose, betroffenen Gelenken, Beschwerden, Bewegung, Physiotherapie und Alltag.
Robert Koch-Institut: Informationen zur Häufigkeit von Arthrose und zu Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems in Deutschland.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung oder Behandlung. Schmerzen an Gelenken können viele verschiedene Ursachen haben und sollten bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden abgeklärt werden.
Ein plötzlich sehr stark schmerzendes, heißes, deutlich geschwollenes oder gerötetes Gelenk sollte besonders dann zeitnah untersucht werden, wenn zusätzlich Fieber oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl auftreten. Auch neue Beschwerden nach einem Unfall oder eine plötzlich deutlich eingeschränkte Belastbarkeit sollten nicht automatisch einer bereits bekannten Arthrose zugeschrieben werden.
Bildquelle
Bildquelle: Jennifer Orth Gesundheitsblog, KI-generiert. Einige Illustrationen und Beitragsbilder auf dieser Website wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell geprüft und überarbeitet.
Stand
September 2026

