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Mehr als nur durchhalten: Wie Sie mit Rheuma gut für sich selbst sorgen
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Mehr als nur durchhalten: Wie Sie mit Rheuma gut für sich selbst sorgen

Mit einer chronischen rheumatischen Erkrankung verändert sich häufig mehr als nur die Beweglichkeit eines Gelenks. Plötzlich besteht der Alltag nicht mehr ausschließlich aus Arbeit, Familie, Freunden, Einkaufen und den Dingen, die Ihnen Freude machen, sondern zusätzlich aus Arztterminen, Medikamenten, Schmerzen, Morgensteifigkeit, Kontrolluntersuchungen und manchmal einer Erschöpfung, die sich kaum mit gewöhnlicher Müdigkeit vergleichen lässt. An manchen Tagen funktioniert vieles fast wie früher, an anderen kostet bereits das Aufstehen mehr Kraft, als Außenstehende vermuten würden. Genau in diesem Wechsel zwischen guten und schwierigen Tagen geht etwas sehr Wichtiges leicht verloren: Sie selbst.

Selbstfürsorge bedeutet bei Rheuma deshalb nicht, jeden Morgen besonders optimistisch aufzustehen, ständig an sich zu arbeiten oder aus jedem schlechten Tag noch etwas Positives machen zu müssen. Sie bedeutet vielmehr, den eigenen Körper und die eigenen Grenzen ernst zu nehmen, ohne das gesamte Leben nur noch um die Erkrankung kreisen zu lassen. Sie dürfen Pausen machen, bevor die Kraft vollständig aufgebraucht ist. Sie dürfen Hilfe annehmen. Sie dürfen auch an einem guten Tag etwas Schönes tun, ohne vorher zu überlegen, ob es gesundheitlich besonders sinnvoll oder produktiv ist. Und Sie dürfen sagen, dass Ihnen etwas zu viel wird.

Gerade dieser letzte Punkt ist wichtig. Eine entzündlich-rheumatische Erkrankung entsteht nicht dadurch, dass Sie zu viel Stress hatten, falsch gedacht haben oder emotional nicht ausgeglichen genug waren. Ebenso wenig lässt sich eine aktive rheumatische Entzündung durch gute Gedanken oder Entspannungsübungen ersetzen. Die medizinische Behandlung bleibt die Grundlage. Gleichzeitig beeinflussen Schmerzen, Schlaf, Stress, Erschöpfung und seelische Belastung, wie Sie sich im Alltag fühlen und wie gut Sie mit Ihrer Erkrankung zurechtkommen. Deshalb gehört die psychische Gesundheit genauso selbstverständlich zur guten Rheumabehandlung wie Bewegung, Medikamente und regelmäßige Kontrollen.

Das Wichtigste vorweg

Selbstfürsorge bei Rheuma bedeutet nicht, immer positiv zu denken. Sie bedeutet, auf Warnzeichen Ihres Körpers zu achten, Belastung und Erholung sinnvoll miteinander zu verbinden, ausreichend zu schlafen, sich regelmäßig zu bewegen, Beziehungen zu pflegen und sich Unterstützung zu holen, wenn die Erkrankung seelisch zu schwer wird. Sie müssen eine chronische Erkrankung nicht allein bewältigen, um selbstständig mit ihr umgehen zu können.

Sie müssen nicht jeden Tag gegen Ihren Körper arbeiten

Viele Menschen entwickeln nach der Diagnose unbewusst eine Art inneren Wettbewerb mit ihrer Erkrankung. Sie möchten zeigen, dass Rheuma ihr Leben nicht bestimmt, erledigen weiterhin dieselben Aufgaben wie früher und versuchen, Schmerzen oder Erschöpfung möglichst lange zu ignorieren. Das kann eine Zeit lang funktionieren, kostet jedoch häufig viel Kraft.

Ein guter Umgang mit Rheuma bedeutet nicht, möglichst viel auszuhalten. Viel hilfreicher ist es, früh zu erkennen, wann Sie Ihre Belastung anpassen sollten. Wenn Ihre Hände am Morgen noch sehr steif sind, müssen nicht ausgerechnet dann sämtliche körperlich anstrengenden Aufgaben erledigt werden. Wenn Ihre Energie am Nachmittag regelmäßig stark nachlässt, können wichtige Termine nach Möglichkeit früher am Tag liegen. Wenn Sie wissen, dass ein größerer Ausflug viel Kraft benötigt, muss am selben Abend nicht zusätzlich der gesamte Haushalt erledigt werden.

Dabei geht es nicht darum, Ihren Alltag immer kleiner zu machen. Im Gegenteil: Wer seine Kräfte sinnvoll einteilt, hat häufig mehr Energie für die Dinge, die wirklich wichtig sind. Eine Pause zur richtigen Zeit kann dazu beitragen, dass Sie später noch mit Freunden essen gehen können. Eine Arbeit weniger im Haushalt kann bedeuten, dass genug Kraft für einen Spaziergang bleibt. Selbstfürsorge besteht deshalb manchmal nicht darin, etwas Zusätzliches zu tun, sondern ganz bewusst etwas wegzulassen.

Kraft-Hilfe

Fragen Sie sich bei einem vollen Tag nicht nur: „Was muss heute alles erledigt werden?“ Teilen Sie die Aufgaben stattdessen in wirklich notwendig, verschiebbar und abgebbar ein. Diese kleine Sortierung kann besonders an Tagen mit Schmerzen oder Fatigue verhindern, dass Sie Ihre gesamte Kraft bereits am Vormittag verbrauchen.

Fatigue braucht einen anderen Umgang als normale Müdigkeit

Erschöpfung gehört bei vielen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zu den Beschwerden, die von Außenstehenden besonders schwer nachvollzogen werden können. Fatigue bedeutet nicht, dass Sie nach einer schlechten Nacht ein wenig müde sind. Sie kann sich vielmehr wie eine tiefe körperliche und geistige Erschöpfung anfühlen, die manchmal selbst nach ausreichend Schlaf nicht vollständig verschwindet. Konzentration fällt schwerer, die Beine fühlen sich schwer an und Tätigkeiten, die normalerweise selbstverständlich sind, benötigen plötzlich ungewöhnlich viel Energie.

Gerade deshalb hilft es wenig, sich mit einem inneren „Ich muss mich nur zusammenreißen“ durch den Tag zu treiben. Planen Sie Ihre Kraft stattdessen wie eine begrenzte Ressource. Tätigkeiten, die viel Konzentration oder körperliche Belastung benötigen, legen Sie möglichst in die Tageszeit, in der Sie gewöhnlich mehr Energie haben. Größere Aufgaben werden in kleinere Abschnitte geteilt und zwischen zwei anstrengenden Dingen darf etwas Leichteres liegen.

Regelmäßige Bewegung gehört trotzdem dazu. Vollständige Schonung kann dazu führen, dass Kondition und Muskelkraft weiter abnehmen und normale Tätigkeiten dadurch noch anstrengender werden. Ein kurzer Spaziergang, einige Übungen oder ein angepasstes Training können deshalb sinnvoller sein als ein ganzer Tag auf dem Sofa. Die Belastung sollte jedoch zu Ihrem aktuellen Zustand passen.

Eine neue oder deutlich stärkere Fatigue gehört außerdem medizinisch angesprochen. Hinter zunehmender Erschöpfung können neben der rheumatischen Erkrankung beispielsweise Schlafprobleme, Blutarmut, Schilddrüsenerkrankungen, Infektionen, Medikamente oder andere Ursachen stecken.

Fatigue-Hilfe

Planen Sie Pausen nicht erst dann, wenn nichts mehr geht. Kurze Erholungszeiten zwischen zwei Tätigkeiten sind häufig hilfreicher als eine sehr lange Pause nach völliger Erschöpfung. Auch ein ruhigerer Tag nach einer größeren Unternehmung darf bewusst eingeplant werden.

Eine Pause muss nicht verdient werden

Viele Menschen erlauben sich erst dann eine Pause, wenn sämtliche Aufgaben erledigt sind. Bei einer chronischen Erkrankung kann dieses Prinzip schnell dazu führen, dass der Körper ständig bis an seine Grenze gebracht wird.

Eine Pause ist keine Belohnung für Produktivität. Sie gehört zu einem vernünftigen Tagesrhythmus.

Das kann bedeuten, sich nach dem Einkaufen zwanzig Minuten hinzusetzen, bevor die Taschen vollständig ausgeräumt werden. Nach längerem Arbeiten dürfen Sie kurz aufstehen, sich bewegen und durchatmen. Nach einer schlechten Nacht kann ein Termin verschoben werden, wenn er nicht dringend ist.

Dabei sollte Erholung tatsächlich erholen. Eine Stunde auf dem Sofa, während gleichzeitig Nachrichten beantwortet, soziale Medien angesehen und berufliche E-Mails gelesen werden, fühlt sich zwar nach körperlicher Ruhe an, gibt dem Kopf aber möglicherweise kaum eine Pause.

Manchmal helfen zehn Minuten wirkliche Ruhe mehr als eine Stunde halbherzige Erholung.

Stress gehört zum Leben – Daueranspannung sollte aber nicht zum Normalzustand werden

Stress lässt sich nicht vollständig vermeiden und muss auch nicht grundsätzlich vermieden werden. Eine wichtige Aufgabe, eine Familienfeier oder eine berufliche Herausforderung können anstrengend sein und gleichzeitig zum Leben dazugehören.

Problematisch wird es, wenn Anspannung kaum noch unterbrochen wird. Schmerzen, Sorgen über die Erkrankung, beruflicher Druck, familiäre Verpflichtungen und Schlafmangel können sich gegenseitig verstärken. Der Körper bleibt dann ständig in Bereitschaft und echtes Abschalten wird immer schwieriger.

Achten Sie deshalb darauf, wie sich Stress bei Ihnen bemerkbar macht. Manche Menschen spannen unbewusst Schultern und Kiefer an, andere werden unruhig, schlafen schlechter, bekommen Kopfschmerzen oder merken, dass Gedanken ständig um dieselben Probleme kreisen.

Der erste Schritt besteht nicht darin, Stress perfekt zu beherrschen, sondern ihn überhaupt zu bemerken.

Danach können Sie gezielt gegensteuern. Ein Spaziergang, eine Atemübung, Musik, ein warmes Bad, Gartenarbeit, Lesen, Handarbeit, Meditation oder ein Gespräch mit einem vertrauten Menschen können helfen. Entscheidend ist weniger, welche Methode allgemein als besonders entspannend gilt, sondern was bei Ihnen tatsächlich funktioniert.

Entspannung muss nicht bedeuten, still auf einem Kissen zu sitzen

Meditation und Achtsamkeitsübungen können hilfreich sein, aber sie passen nicht zu jedem Menschen. Selbstfürsorge sollte nicht zu einer weiteren Aufgabe werden, die Sie möglichst perfekt beherrschen müssen.

Vielleicht entspannen Sie wesentlich besser beim Kochen, beim Arbeiten im Garten oder beim Spaziergang mit dem Hund. Vielleicht hören Sie Musik, malen, stricken, lesen oder setzen sich mit einer Tasse Kaffee auf den Balkon. Auch ein ruhiges Gespräch mit einem Menschen, bei dem Sie nichts erklären müssen, kann mehr Entspannung bringen als jede formale Übung.

Wenn Sie Entspannungsverfahren ausprobieren möchten, können einfache Atemübungen, progressive Muskelentspannung, Meditation, Yoga oder achtsamkeitsbasierte Verfahren Möglichkeiten sein. Sie brauchen dafür nicht jeden Tag eine Stunde. Bereits kurze regelmäßige Zeiten können helfen, bewusst aus dem Alltagsmodus auszusteigen.

Ruhe-Box

Wählen Sie eine Form der Erholung, die wirklich zu Ihnen passt. Sie müssen nicht meditieren, wenn Sie Meditation nervös macht. Ein Spaziergang im Wald, zwanzig Minuten mit einem Buch oder Musik bei geschlossenen Augen können genauso Ihre persönliche Pause sein.

Lernen Sie, den Unterschied zwischen Ruhe und Rückzug zu bemerken

An einem schmerzhaften Tag zuhause zu bleiben kann genau die richtige Entscheidung sein. Schwieriger wird es, wenn aus einzelnen Pausen nach und nach ein dauerhafter Rückzug entsteht.

Chronische Schmerzen und Fatigue können dazu führen, dass Verabredungen immer häufiger abgesagt werden. Irgendwann fällt selbst der Kontakt zu guten Freunden schwer, weil Sie das Gefühl haben, Ihre Erkrankung ständig erklären zu müssen oder ohnehin nicht mithalten zu können.

Versuchen Sie deshalb, soziale Kontakte so anzupassen, dass sie zu Ihrer Kraft passen. Ein dreistündiger Restaurantbesuch kann zu viel sein, ein Kaffee für eine Stunde dagegen gut funktionieren. Eine lange Wanderung mit Freunden kann durch einen Spaziergang mit anschließender Einkehr ersetzt werden. Manchmal reicht ein Telefongespräch oder ein gemeinsamer ruhiger Abend zuhause.

Beziehungen müssen nicht an Ihre frühere Belastbarkeit angepasst werden. Sie dürfen sich mit Ihnen verändern.

Menschen, die Ihnen nahestehen, können außerdem nur dann Rücksicht nehmen, wenn sie ungefähr wissen, was Ihnen hilft. Eine klare Aussage wie „Ich komme gerne mit, brauche aber zwischendurch eine Sitzpause“ ist oft leichter für alle Beteiligten als das Bemühen, bis zum Ende durchzuhalten und anschließend vollkommen erschöpft zu sein.

Sie dürfen schöne Dinge planen, ohne sie gesundheitlich begründen zu müssen

Mit einer chronischen Erkrankung kann schnell der Eindruck entstehen, alles müsse einen gesundheitlichen Zweck erfüllen. Bewegung wird zum Training, Essen zur Ernährungsstrategie, Schlaf zur Therapie und selbst Freizeit soll möglichst stressreduzierend sein.

Dabei darf etwas auch einfach schön sein.

Sie dürfen einen Film ansehen, weil Sie ihn mögen. Sie dürfen im Café sitzen, obwohl Sie dort keine Gesundheitsübung machen. Sie dürfen Freunde treffen, lachen, Musik hören, einen Garten besuchen oder einen Ausflug unternehmen, ohne dass daraus ein medizinisches Projekt werden muss.

Solche Momente sind kein unwichtiger Luxus. Sie gehören zu einem Leben, das mehr ist als die Verwaltung einer Erkrankung.

Gerade wenn Rheuma im Alltag viel Raum benötigt, ist es sinnvoll, Dinge bewusst zu erhalten, die mit der Diagnose überhaupt nichts zu tun haben. Interessen, Beziehungen und kleine Gewohnheiten erinnern daran, dass Sie nicht nur Patientin oder Patient sind.

Bewegung ist auch Selbstfürsorge – aber sie soll zu Ihnen passen

Regelmäßige Bewegung gehört heute selbstverständlich zur Behandlung vieler rheumatischer Erkrankungen. Sie hilft dabei, Beweglichkeit, Muskelkraft, Ausdauer und Gleichgewicht möglichst gut zu erhalten.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sport nur dann zählt, wenn Sie sich vollständig auspowern.

Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen, Wassergymnastik, angepasstes Krafttraining, Yoga, Tanzen oder andere Aktivitäten können geeignet sein. Wichtig ist, dass Sie eine Form finden, die zu Ihrer Erkrankung und zu Ihrem Alltag passt.

Auch kurze Einheiten zählen. Dreißig Minuten Bewegung müssen nicht zwingend am Stück stattfinden. Ein Spaziergang am Morgen und eine kleinere Runde am Nachmittag können genauso ein sinnvoller Teil des Tages sein.

Bei einem Schub wird die Belastung angepasst. Ein akut entzündetes Gelenk wird weniger stark belastet, während andere Körperbereiche häufig weiterhin bewegt werden können.

Bewegung darf außerdem Freude machen. Eine Aktivität, die Ihnen gefällt, wird langfristig wesentlich eher Teil Ihres Alltags als ein Trainingsprogramm, das Sie jedes Mal Überwindung kostet.

Schlaf verdient mehr Aufmerksamkeit als die letzten Minuten des Tages

Schmerzen können das Einschlafen erschweren und nächtliche Beschwerden können dazu führen, dass Sie immer wieder aufwachen. Gleichzeitig macht schlechter Schlaf Schmerzen und Fatigue am nächsten Tag häufig noch schwerer zu bewältigen.

Ein guter Schlaf beginnt deshalb nicht erst in dem Moment, in dem Sie das Licht ausschalten.

Versuchen Sie, möglichst regelmäßige Schlaf- und Aufstehzeiten zu finden und den Abend allmählich ruhiger werden zu lassen. Helles Licht, berufliche E-Mails und lange Bildschirmzeiten direkt vor dem Schlafen können das Abschalten erschweren. Ein immer ähnlicher Ablauf – beispielsweise duschen, Medikamente vorbereiten, etwas lesen und anschließend ins Bett gehen – kann dem Körper helfen, den Tag zu beenden.

Auch Alkohol ist keine gute Schlafhilfe. Er kann zwar zunächst müde machen, führt jedoch häufig dazu, dass der Schlaf in der zweiten Nachthälfte unruhiger wird.

Schmerzen sollten ebenfalls nicht einfach Nacht für Nacht ausgehalten werden. Werden Sie regelmäßig wegen Gelenk- oder Rückenschmerzen wach, sollte überprüft werden, ob Krankheitsaktivität, Schmerztherapie oder Lagerung verbessert werden können.

Dauerhafte Schlafprobleme gehören medizinisch abgeklärt. Schlafapnoe, Restless Legs, Medikamente, Schmerzen oder andere Erkrankungen können eine Rolle spielen.

Schlaf-Hilfe

Machen Sie aus der letzten halben Stunde des Tages möglichst keine Verlängerung des Arbeitstages. Licht reduzieren, Handy weglegen, Medikamente und Kleidung für den nächsten Morgen vorbereiten und etwas Ruhiges tun – ein einfacher wiederkehrender Ablauf kann hilfreicher sein als ständig neue Einschlaftipps auszuprobieren.

Ernährung darf gut sein, ohne perfekt zu werden

Eine ausgewogene Ernährung gehört zu einem guten Umgang mit Rheuma, sollte aber nicht in ständige Kontrolle ausarten. Sie brauchen keine tägliche Bewertung, ob jede Mahlzeit ausreichend „entzündungshemmend“ war.

Eine gute Grundlage besteht aus reichlich Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen, geeigneten Pflanzenölen und passenden Eiweißquellen. Bei Mischkost kann regelmäßig Fisch dazugehören, während Fleisch und besonders Wurst weniger häufig im Mittelpunkt stehen sollten.

Genauso darf aber auch ein Stück Kuchen, ein Essen im Restaurant oder das Lieblingsgericht dazugehören.

Gesundheit entsteht nicht durch eine perfekte einzelne Mahlzeit und wird nicht durch ein Dessert zerstört.

An Tagen mit Fatigue darf das Essen zudem unkompliziert sein. Tiefkühlgemüse, vorgekochte Hülsenfrüchte, Vollkornbrot, Naturjoghurt oder andere einfache Lebensmittel können Ihnen viel Arbeit ersparen.

Selbstfürsorge bedeutet auch, sich nicht zusätzlich mit einem Ernährungsprogramm zu belasten, das im wirklichen Alltag kaum durchzuhalten ist.

Sprechen Sie mit sich nicht härter als mit einem Menschen, den Sie mögen

Chronische Erkrankungen können eine erstaunlich strenge innere Stimme hervorbringen. „Früher habe ich viel mehr geschafft.“ „Andere schaffen das doch auch.“ „Heute habe ich wieder nichts hinbekommen.“

Solche Gedanken entstehen leicht, wenn der Körper nicht mehr jeden Tag gleich funktioniert.

Versuchen Sie, Ihre Situation etwas genauer zu betrachten. Ein Tag mit Schmerzen und Fatigue ist nicht mit einem beschwerdearmen Tag vergleichbar. Vielleicht haben Sie an diesem Tag tatsächlich weniger erledigt, aber gleichzeitig erheblich mehr Energie für dieselben Tätigkeiten benötigt.

Selbstfürsorge heißt deshalb auch, die eigene Leistung nicht ausschließlich daran zu messen, wie viele Aufgaben am Ende eines Tages abgehakt wurden.

Sie dürfen Ziele anpassen.

Sie dürfen Pläne verändern.

Und Sie dürfen anerkennen, dass der Umgang mit einer chronischen Erkrankung selbst Arbeit bedeutet.

Grenzen zu setzen kann eine sehr praktische Form der Selbstfürsorge sein

Ein „Nein“ fällt vielen Menschen schwerer als jede Entspannungsübung. Besonders innerhalb der Familie oder im Beruf entsteht schnell das Gefühl, niemanden enttäuschen zu wollen.

Dabei kann es notwendig sein, Aufgaben abzugeben oder Erwartungen neu zu sortieren.

Vielleicht müssen Sie nicht jedes Familienfest vollständig vorbereiten. Vielleicht kann jemand anderes schwere Einkäufe übernehmen. Vielleicht muss der Haushalt nicht jeden Tag denselben Standard erfüllen wie früher. Vielleicht benötigen Sie im Beruf eine andere Arbeitszeit oder einen angepassten Arbeitsplatz.

Grenzen schützen nicht davor, überhaupt noch etwas zu tun. Sie helfen dabei, Kraft dort einzusetzen, wo sie gebraucht wird.

Je konkreter Sie sagen können, welche Unterstützung Sie benötigen, desto leichter ist es für andere Menschen, tatsächlich zu helfen. „Ich brauche Hilfe“ ist schwer umzusetzen. „Kannst du bitte die Getränkekisten tragen?“ ist eindeutig.

Grenzen-Hilfe

Sie müssen nicht jede Anfrage sofort beantworten. Ein einfaches „Ich schaue, wie es mir an dem Tag geht, und gebe dir morgen Bescheid“ schafft Zeit, Ihre Kraft realistisch einzuschätzen, bevor Sie sich festlegen.

Auch gute Tage brauchen ein wenig Maß

Ein besonders guter Tag kann dazu verführen, sämtliche liegen gebliebenen Aufgaben gleichzeitig nachzuholen. Endlich weniger Schmerzen – also schnell den Garten machen, einkaufen, Wohnung putzen und anschließend noch einen Ausflug.

Das Ergebnis ist häufig ein Tag voller Aktivität und ein völlig erschöpfter nächster Tag.

Nutzen Sie gute Tage deshalb für Dinge, die Ihnen wichtig sind, aber versuchen Sie nicht, innerhalb weniger Stunden alles aufzuholen, was an schlechteren Tagen liegen geblieben ist.

Gerade bei Fatigue kann ein gleichmäßigerer Rhythmus langfristig angenehmer sein als der ständige Wechsel zwischen sehr viel Aktivität und vollständiger Erschöpfung.

Eine gewisse Kraftreserve am Abend ist kein Zeichen dafür, dass Sie zu wenig gemacht haben.

An schlechten Tagen darf der Plan kleiner werden

Schmerzstärke, Fatigue und Beweglichkeit können schwanken. Deshalb braucht auch Selbstfürsorge unterschiedliche Größen.

An einem guten Tag kann sie aus einem längeren Spaziergang, Treffen mit Freunden und einem selbst gekochten Essen bestehen. An einem schweren Tag kann sie bedeuten, Medikamente zuverlässig einzunehmen, etwas Einfaches zu essen, kurz zu duschen und zehn Minuten ans offene Fenster oder auf den Balkon zu gehen.

Beide Tage zählen.

Reduzieren Sie an einem schlechten Tag die Anforderungen, ohne grundsätzlich alles aufzugeben. Kleine Bewegungen, ausreichend Trinken, eine einfache Mahlzeit und Kontakt zu einem vertrauten Menschen können bereits eine gute Tagesstruktur ergeben.

Starke oder ungewöhnlich zunehmende Beschwerden sollten allerdings nicht automatisch als „schlechter Rheumatag“ abgehakt werden. Ein neuer ausgeprägter Schub, Fieber, deutliche Atemnot oder andere ungewöhnliche Veränderungen gehören medizinisch beurteilt.

Selbstmanagement bedeutet nicht, dass Sie alles allein schaffen müssen

Der Begriff Selbstmanagement klingt manchmal so, als müsse ein Mensch seine Erkrankung möglichst selbstständig und ohne Unterstützung bewältigen.

Gemeint ist etwas anderes.

Sie sollen Ihre Erkrankung so gut kennen, dass Sie Entscheidungen im Alltag mitgestalten können. Dazu gehört beispielsweise zu wissen, wie Medikamente angewendet werden, wie Sie Bewegung anpassen, welche Warnzeichen wichtig sind und wo Sie Hilfe bekommen.

Patientenschulungen können dabei sehr hilfreich sein. Sie vermitteln nicht nur medizinische Informationen, sondern helfen auch dabei, praktische Lösungen für den Alltag zu entwickeln.

Physiotherapie, Ergotherapie, psychologische Unterstützung, Sozialberatung und Selbsthilfe können ebenfalls dazugehören.

Eigenständig mit einer Erkrankung umzugehen bedeutet nicht, auf Unterstützung zu verzichten. Es bedeutet auch, zu erkennen, wann Unterstützung notwendig ist.

Psychische Belastung gehört in die Rheumasprechstunde

Angst, Niedergeschlagenheit und depressive Beschwerden treten bei Menschen mit chronisch-rheumatischen Erkrankungen häufiger auf und verdienen genauso Aufmerksamkeit wie körperliche Beschwerden.

Dabei müssen Sie nicht warten, bis eine schwere Krise entstanden ist.

Sprechen Sie darüber, wenn Sorgen ständig im Kopf kreisen, Sie kaum noch Freude empfinden, sich immer weiter zurückziehen oder das Gefühl haben, die Erkrankung nicht mehr bewältigen zu können.

Auch anhaltende Angst vor Schmerzen, Medikamentennebenwirkungen oder einer möglichen Verschlechterung kann den Alltag erheblich einschränken.

Psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung bedeutet nicht, dass Ihre rheumatische Erkrankung psychisch verursacht wäre. Sie hilft dabei, mit den seelischen Folgen einer chronischen körperlichen Erkrankung besser umzugehen.

Hilfe-Box: Unterstützung ist sinnvoll, wenn

Sie über längere Zeit kaum noch Freude empfinden, sich zunehmend von anderen Menschen zurückziehen, starke Ängste entwickeln, ständig grübeln, über Wochen sehr schlecht schlafen oder das Gefühl haben, Alltag und Erkrankung nicht mehr bewältigen zu können.

Gedanken daran, sich selbst etwas anzutun oder nicht mehr leben zu wollen, benötigen sofort Hilfe. Bei akuter Selbstgefährdung wenden Sie sich an den Notruf 112 oder direkt an eine Notaufnahme.

Familie und Freunde dürfen wissen, dass Rheuma nicht jeden Tag gleich aussieht

Für Angehörige kann es schwer nachvollziehbar sein, dass ein Mensch an einem Tag problemlos einen Ausflug schafft und zwei Tage später schon ein Einkauf sehr anstrengend sein kann.

Erklären Sie deshalb ruhig, dass Ihre Belastbarkeit schwankt.

Sie müssen dafür keinen medizinischen Vortrag halten. Oft genügt eine klare Beschreibung: „Heute sind die Gelenke stärker entzündet“ oder „Meine Erschöpfung ist heute deutlich stärker, deshalb brauche ich einen ruhigeren Tag.“

Auch Angehörige können lernen, welche Hilfe wirklich sinnvoll ist. Manche Menschen möchten nicht bei jeder Tätigkeit unterstützt werden, brauchen aber bei schweren Einkäufen oder längeren Wegen Hilfe. Andere benötigen an einem Schubtag deutlich mehr Unterstützung.

Es ist hilfreich, darüber zu sprechen, bevor beide Seiten enttäuscht sind.

Auch Alleinsein darf guttun

Soziale Kontakte sind wichtig, gleichzeitig muss Selbstfürsorge nicht bedeuten, ständig Gesellschaft zu suchen.

Manche Menschen erholen sich besonders gut in Ruhe. Ein Nachmittag allein mit einem Buch, Musik oder im Garten kann genauso wohltuend sein wie ein Treffen mit Freunden.

Entscheidend ist der Unterschied zwischen gewählter Ruhe und unfreiwilliger Isolation.

Wenn Sie alleine sein möchten und diese Zeit genießen, ist das völlig in Ordnung. Wenn Sie dagegen Kontakte vermeiden, weil Sie sich für Ihre Erkrankung schämen, niemandem zur Last fallen möchten oder kaum noch Energie für irgendeine Begegnung aufbringen, lohnt sich ein genauerer Blick.

Weniger Bildschirm kann manchmal mehr Ruhe bedeuten

Das Smartphone kann verbinden, informieren und ablenken. Gleichzeitig kann ein ständiger Strom aus Nachrichten, sozialen Medien, Gesundheitsinformationen und schlechten Meldungen zusätzlichen Stress verursachen.

Gerade bei chronischen Erkrankungen besteht außerdem die Gefahr, ständig nach neuen Symptomen, Therapien und Erfahrungsberichten zu suchen.

Information ist wichtig. Dauernde Beschäftigung mit der Erkrankung kann jedoch dazu führen, dass Rheuma selbst in ruhigen Momenten ständig präsent bleibt.

Setzen Sie sich deshalb ruhig Zeiten, in denen Gesundheitsinformationen Pause haben.

Auch vor dem Schlafengehen kann es angenehm sein, das Handy früher wegzulegen und dem Kopf eine ruhigere letzte Stunde zu geben.

Entwickeln Sie einen kleinen persönlichen Plan statt zehn neuer Vorsätze

Selbstfürsorge funktioniert am besten, wenn sie realistisch bleibt.

Sie brauchen nicht gleichzeitig Meditation, Yoga, eine vollkommen neue Ernährung, tägliches Krafttraining, acht Stunden Schlaf und ein kompliziertes Tagebuch einzuführen.

Wählen Sie zunächst wenige Dinge, die Ihnen tatsächlich helfen.

Das könnte beispielsweise so aussehen:

Mein persönlicher Wochenplan

Bewegung: an vier Tagen einen Spaziergang oder eine andere angenehme Aktivität.
Kraft: zwei kurze Einheiten mit Übungen, die ich kenne.
Ruhe: täglich eine kurze Zeit ohne Handy und Verpflichtungen.
Kontakte: mindestens ein Treffen oder längeres Gespräch mit einem Menschen, der mir guttut.
Schlaf: möglichst ähnliche Schlafenszeiten und ein ruhigerer Abend.
Kraft sparen: eine Aufgabe bewusst abgeben, die mich unnötig belastet.

Wählen Sie nur das aus, was zu Ihrem Alltag passt. Ein kleiner Plan, der tatsächlich funktioniert, ist hilfreicher als zehn Vorsätze, die nach drei Tagen zusätzlichen Stress erzeugen.

Selbstfürsorge verändert sich mit der Erkrankung

Was Ihnen heute hilft, muss in einem Jahr nicht genauso aussehen.

Vielleicht benötigen Sie aktuell viele Ruhephasen, weil die Erkrankung noch nicht gut eingestellt ist. Nach einer Therapieanpassung kann wieder mehr Bewegung möglich werden. Vielleicht verändert sich Ihre berufliche Situation oder eine Physiotherapie verbessert Ihre Belastbarkeit.

Deshalb lohnt es sich, immer wieder neu zu überlegen: Was kostet mich im Moment besonders viel Kraft und was gibt mir tatsächlich Energie zurück?

Die Antwort kann sich verändern.

Selbstfürsorge ist deshalb kein fertiges Programm, sondern eine Möglichkeit, immer wieder neu auf die eigene Situation zu reagieren.

Eine kleine Orientierung für Ihren Alltag

Bereich Was Ihnen guttun kann
Schmerzen Behandlung ernst nehmen, Belastung anpassen und Beschwerden nicht unnötig „durchhalten“
Fatigue Energie verteilen, Aufgaben priorisieren und frühzeitig Pausen einlegen
Bewegung Regelmäßig aktiv bleiben und Belastung an die aktuelle Situation anpassen
Schlaf Einen ruhigen Abendrhythmus schaffen und anhaltende Schlafprobleme abklären
Stress Belastungen erkennen und regelmäßige Zeiten zum Abschalten einbauen
Ernährung Alltagstauglich, abwechslungsreich und überwiegend pflanzenbetont essen
Familie Konkrete Unterstützung ansprechen und Grenzen verständlich erklären
Freunde Kontakte an die eigene Belastbarkeit anpassen statt vollständig darauf zu verzichten
Arbeit Arbeitszeit, Arbeitsplatz und Aufgaben bei Bedarf anpassen
Schlechte Tage Anforderungen reduzieren und einen einfachen Tagesrhythmus beibehalten
Gute Tage Aktiv sein, aber nicht sämtliche Reserven an einem einzigen Tag verbrauchen
Psychische Belastung Früh darüber sprechen und professionelle Unterstützung nutzen
Freude Dinge im Leben behalten, die nichts mit Rheuma zu tun haben

Fazit: Gut für sich zu sorgen bedeutet nicht, Rheuma ständig im Mittelpunkt zu haben

Eine chronische rheumatische Erkrankung benötigt Aufmerksamkeit. Medikamente müssen eingenommen, Kontrollen wahrgenommen und Beschwerden beobachtet werden. Trotzdem sollte die Erkrankung nicht jeden freien Platz im Alltag besetzen.

Selbstfürsorge bedeutet deshalb nicht, den ganzen Tag über Gesundheit nachzudenken. Im besten Fall bewirkt sie genau das Gegenteil: Sie hilft Ihnen dabei, Bedingungen zu schaffen, unter denen wieder mehr Raum für andere Dinge entsteht.

Nehmen Sie Schmerzen ernst, ohne jede Bewegung zu vermeiden. Beachten Sie Fatigue, ohne sich deshalb vollständig aus dem Leben zurückzuziehen. Sorgen Sie für Schlaf und Erholung, ohne daraus ein weiteres Leistungsziel zu machen. Essen Sie gut, ohne jede Mahlzeit zu bewerten. Bewegen Sie sich regelmäßig, aber wählen Sie Aktivitäten, die zu Ihrem Körper passen.

Und behalten Sie Menschen und Dinge in Ihrem Leben, die Ihnen guttun.

Ein Gespräch mit einer Freundin, ein ruhiger Spaziergang, Musik, ein gemeinsames Essen, Gartenarbeit, ein Buch oder ein Nachmittag ohne Termine kann genauso Teil einer guten Krankheitsbewältigung sein wie Physiotherapie und Medikamente.

Dabei dürfen Sie sich von der Vorstellung lösen, Sie müssten nur besonders positiv denken, damit es Ihrem Körper besser geht. Eine entzündlich-rheumatische Erkrankung ist eine körperliche Erkrankung und benötigt eine entsprechende Behandlung. Ihre Gedanken verursachen sie nicht und schlechte Tage bedeuten nicht, dass Sie emotional etwas falsch gemacht haben.

Psychische Gesundheit verdient trotzdem ihren Platz in der Behandlung, denn chronische Schmerzen, Einschränkungen und Erschöpfung können seelisch sehr belastend sein. Unterstützung anzunehmen ist deshalb kein Gegensatz zu Selbstständigkeit, sondern häufig ein Teil davon.

Vielleicht lässt sich Selbstfürsorge am einfachsten so zusammenfassen:

Nehmen Sie Ihren Körper ernst, ohne Ihr Leben nur noch um ihn herum zu organisieren.

Sie dürfen aktiv sein und sich ausruhen. Sie dürfen Hilfe brauchen und trotzdem selbstständig bleiben. Sie dürfen schlechte Tage haben und schöne Tage genießen.

Und vor allem dürfen Sie Ihre Kraft nicht nur dafür verwenden, mit Rheuma zurechtzukommen.

Ein Teil davon sollte immer für Ihr Leben übrig bleiben.

 


Medizinische Informations- und Fachquellen

  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh): Rheuma und Psyche. Die DGRh betont, dass psychische Belastungen bei rheumatischen Erkrankungen ernst genommen und psychosoziale Unterstützung früh in die Behandlung einbezogen werden sollte.
  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh): Patientenschulung und Selbstmanagement. Patientenschulungen sollen Wissen, Alltagskompetenz und den selbstständigen Umgang mit der Erkrankung stärken.
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): DMP Rheumatoide Arthritis. Bewegung, Physiotherapie, Ergotherapie, Funktionstraining, Patientenschulungen und die Beachtung von Fatigue gehören zur umfassenden Versorgung. Die DMP-Anforderungen sind 2026 weiterhin Bestandteil der geltenden Richtlinie.
  • European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR): Selbstmanagement bei entzündlicher Arthritis. Selbstmanagement umfasst neben der medizinischen Behandlung unter anderem Bewegung, Problemlösung, realistische Ziele, psychische Gesundheit und bei Bedarf psychologische Unterstützung.
  • EULAR: Umgang mit Fatigue bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Fatigue wird ausdrücklich als wichtiger Bestandteil der Versorgung behandelt.
  • EULAR: Aktualisierte Empfehlungen 2026 zur körperlichen Aktivität bei entzündlicher Arthritis und Arthrose. Regelmäßige körperliche Aktivität bleibt ein wichtiger Bestandteil der Behandlung und soll individuell angepasst werden.
  • bund.de: Informationen zu Stress und Möglichkeiten, dauerhafte Belastung unter anderem durch Bewegung und Entspannungsverfahren zu reduzieren.
  • bund.de: Informationen zu gesundem Schlaf und zur Bedeutung von Stress, Schmerzen, Alkohol und anderen Faktoren für die Schlafqualität.
  • bund.de: Informationen zur rheumatoiden Arthritis, insbesondere zu Schmerzen, körperlichen Einschränkungen, Fatigue und emotionaler Belastung im Alltag.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine individuelle ärztliche, psychologische oder psychotherapeutische Beratung. Starke oder zunehmende Fatigue, länger anhaltende Schlafprobleme, ausgeprägte Ängste oder depressive Beschwerden sollten medizinisch angesprochen werden.

Gedanken daran, sich selbst etwas anzutun oder nicht mehr leben zu wollen, benötigen sofort professionelle Hilfe. Bei akuter Selbstgefährdung wenden Sie sich an den Notruf 112 oder direkt an eine Notaufnahme.

Bildquelle

Bildquelle: Jennifer Orth Gesundheitsblog, KI-generiert. Einige Illustrationen und Beitragsbilder auf dieser Website wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell geprüft und überarbeitet.

Stand

September 2026

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