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Wärme, die gut tut: Saunieren verstehen, genießen und die Vielfalt der Saunakulturen entdecken
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Wärme, die gut tut: Saunieren verstehen, genießen und die Vielfalt der Saunakulturen entdecken

Sauna ist längst mehr als ein Raum mit heißen Holzbänken, in dem man für einige Minuten sitzt, schwitzt und anschließend wieder hinausgeht. Für viele Menschen gehört sie inzwischen ganz selbstverständlich zu einer Auszeit vom Alltag, zu einem ruhigen Wochenende, zu einem Wellnesstag oder sogar zu einem festen persönlichen Ritual. Manche lieben die intensive trockene Wärme einer finnischen Sauna, andere fühlen sich in einem milderen Warmluftraum deutlich wohler, wieder andere genießen das feuchte Klima eines Dampfbades oder entdecken erst durch eine Infrarotkabine, dass Wärme überhaupt etwas für sie sein kann. Dazu kommen jahrhundertealte Badekulturen wie die russische Banja, das türkische Hamam oder das japanische Onsen, die zeigen, dass Menschen auf der ganzen Welt ganz unterschiedliche Wege gefunden haben, Wärme, Wasser, Ruhe, Körperpflege und Gemeinschaft miteinander zu verbinden. Gerade diese Vielfalt macht das Thema so interessant, denn es gibt weder die eine richtige Sauna noch die eine Temperatur, die für jeden Menschen gleichermaßen angenehm oder sinnvoll ist

Vielleicht kennen Sie dieses besondere Gefühl selbst: Sie betreten einen warmen Raum und merken nach einigen Minuten, dass sich nicht nur die Temperatur um Sie herum verändert, sondern auch Ihr eigenes Tempo. Die Haut wird warm, der Körper beginnt zu schwitzen, Bewegungen werden langsamer und selbst Gespräche werden oft ruhiger. Für eine Weile müssen Sie nichts erledigen, keine Nachricht beantworten und keine Aufgabe abhaken. Sie sitzen einfach da, spüren die Wärme, gehen anschließend hinaus, kühlen sich ab und gönnen sich eine Pause. Gerade diese Schlichtheit ist wahrscheinlich einer der Gründe, weshalb Menschen Saunen über Generationen hinweg schätzen. In einem Alltag, in dem beinahe alles schneller, effizienter und gleichzeitig erledigt werden soll, entsteht plötzlich ein Ort, an dem Langsamkeit ausdrücklich erlaubt ist.

Dabei muss ein Saunabesuch weder besonders heiß noch besonders lang sein, damit er angenehm wird. Niemand muss auf der obersten Bank sitzen, niemand muss eine bestimmte Zeit „durchhalten“ und niemand muss nach dem Saunagang in ein Eisbecken springen, nur weil andere es tun. Viel wichtiger ist, dass die Wärme zu Ihnen passt, dass Sie Ihren Körper wahrnehmen und einen Saunagang beenden, bevor aus einem angenehmen Wärmegefühl eine Belastung wird. Sauna funktioniert nicht nach dem Motto „je heißer, desto besser“, sondern eher danach, wie gut Temperatur, Dauer, Abkühlung und Ruhe zu Ihnen passen. Und bevor wir uns die vielen verschiedenen Saunaarten und Wärmekulturen genauer ansehen, lohnt sich deshalb zunächst ein verständlicher Blick darauf, was beim Saunieren überhaupt im Körper passiert und warum sich ein guter Saunagang so angenehm anfühlen kann.

Was beim Saunieren in Ihrem Körper passiert

Sobald Sie sich in einen heißen Saunaraum setzen, beginnt Ihr Körper damit, die zusätzliche Wärme auszugleichen. Die Blutgefäße in der Haut werden weiter, die Haut wird stärker durchblutet, der Puls kann schneller werden und nach kurzer Zeit setzt die Schweißproduktion ein. Schwitzen ist dabei vor allem eine Kühlfunktion. Wenn Schweiß auf der Haut verdunstet, kann der Körper einen Teil seiner Wärme wieder abgeben. Deshalb ist starkes Schwitzen zunächst einmal kein Zeichen dafür, dass etwas „aus dem Körper herausgereinigt“ wird, sondern vor allem dafür, dass Ihre natürliche Temperaturregulation arbeitet.

Auch Herz und Kreislauf reagieren auf die Hitze. Das Herz muss mehr Blut durch die erweiterten Gefäße bewegen, während der Körper gleichzeitig versucht, die eigene Temperatur stabil zu halten. Für gesunde Menschen ist diese Anpassung meist gut zu bewältigen. Trotzdem merkt man daran bereits, dass der Körper in der Sauna keineswegs einfach nur „ruht“, obwohl Sie selbst bequem auf einer Bank sitzen. Wärme ist ein Reiz, auf den der Organismus reagieren muss, und genau deshalb können sich sehr hohe Temperaturen für manche Menschen angenehm, für andere jedoch schnell anstrengend anfühlen.

Hinzu kommt, dass Ihr Körper nicht jeden Tag gleich reagiert. Wenn Sie schlecht geschlafen haben, wenig getrunken haben, sehr gestresst sind oder gerade ein anstrengendes Training hinter sich haben, kann dieselbe Sauna deutlich intensiver wirken als an einem anderen Tag. Auch Medikamente, eine beginnende Erkältung oder Kreislaufprobleme können verändern, wie gut Sie Hitze vertragen. Deshalb ist eine Sanduhr immer nur eine Orientierung. Viel wichtiger ist die Frage, wie Sie sich tatsächlich fühlen. Wenn Sie merken, dass Ihnen die Wärme unangenehm wird, Sie Schwindel bekommen oder sich plötzlich sehr schwach fühlen, ist der richtige Zeitpunkt zum Hinausgehen bereits gekommen, ganz unabhängig davon, wie viele Minuten auf der Uhr stehen.

Ist Saunieren gesund?

Für einen gesunden Menschen kann regelmäßiges Saunieren sehr gut in einen gesundheitsbewussten Alltag passen. Die Wärme wird von vielen Menschen als entspannend empfunden, verspannte Muskulatur fühlt sich danach oft angenehmer an und der Wechsel zwischen Wärme, Abkühlung und Ruhe sorgt für ein deutliches Gefühl von Erholung. Nicht selten berichten Menschen außerdem, dass sie nach einem Saunabesuch am Abend leichter abschalten können oder sich angenehm müde fühlen. Dabei spielt wahrscheinlich nicht nur die Wärme selbst eine Rolle, sondern auch die Tatsache, dass man sich beim Saunieren bewusst Zeit nimmt und für eine Weile aus dem üblichen Tagesrhythmus herauskommt.

Trotzdem sollte man aus der Sauna keine Wunderbehandlung machen. Sie ersetzt weder Bewegung noch eine ausgewogene Ernährung, sie behandelt keine Herz-Kreislauf-Erkrankung und sie macht Medikamente nicht überflüssig. Wer gesund lebt und zusätzlich gerne sauniert, kann die Sauna als angenehme Ergänzung betrachten, aber nicht als Ersatz für alles andere. Gerade diese nüchterne Sichtweise macht das Saunieren eigentlich entspannter, denn Sie müssen nicht aus jedem Besuch ein Gesundheitsprogramm machen. Es reicht vollkommen, wenn Ihnen die Wärme guttut, Sie sich danach erholt fühlen und gerne wiederkommen.

Ein Saunabesuch darf deshalb ruhig etwas ganz Einfaches bleiben: Wärme spüren, schwitzen, abkühlen, ruhen und dabei für eine gewisse Zeit nichts anderes tun müssen. Wenn dadurch zusätzlich Bewegung, Schlaf, Wohlbefinden und ein insgesamt bewusster Alltag unterstützt werden, ist das schön. Aber die Sauna muss keine medizinische Aufgabe erfüllen, um wertvoll zu sein.

Schwitzen ist keine „Entgiftung“

Kaum ein Begriff taucht in der Wellnesswelt so häufig auf wie „Detox“. Weil in der Sauna deutlich sichtbar Schweiß entsteht, klingt die Vorstellung zunächst logisch, dass man dabei unerwünschte Stoffe aus dem Körper schwitzt. Tatsächlich erfüllt Schweiß aber in erster Linie eine ganz andere Aufgabe: Er hilft dem Körper, seine Temperatur zu regulieren. Wenn die Haut feucht wird und der Schweiß verdunstet, kann Wärme abgegeben werden.

Für die laufende Verarbeitung und Ausscheidung vieler Stoffwechselprodukte besitzt der Körper bereits sehr leistungsfähige Organe und Systeme, insbesondere Leber, Nieren und Darm. Diese arbeiten unabhängig davon, ob Sie gerade in einer Sauna sitzen oder nicht. Natürlich enthält Schweiß verschiedene Stoffe, aber daraus folgt nicht, dass möglichst starkes Schwitzen den Körper auf besondere Weise „reinigt“ oder „entgiftet“.

Das bedeutet nicht, dass Saunieren weniger sinnvoll ist. Im Gegenteil: Wenn man solche übertriebenen Erwartungen weglässt, wird das Erlebnis oft angenehmer. Sie müssen nicht versuchen, möglichst viel Schweiß zu produzieren, und Sie müssen auch nicht das Gefühl haben, ein Saunagang sei nur dann gelungen, wenn Sie völlig durchnässt herauskommen. Schwitzen ist einfach eine normale Reaktion auf Wärme, und genau dabei darf es bleiben.

Kann man durch Sauna abnehmen?

Nach einem längeren Saunabesuch zeigt die Waage tatsächlich manchmal etwas weniger an. Das kann im ersten Moment den Eindruck erwecken, man habe durch die Hitze besonders viele Kalorien verbrannt oder Körperfett verloren. Der wichtigste Grund ist jedoch viel einfacher: Durch das Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit. Sobald Sie wieder trinken und der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen wird, kommt dieses Gewicht größtenteils zurück.

Deshalb ist Sauna keine Methode zum dauerhaften Abnehmen. Sie kann einen aktiven und gesunden Lebensstil begleiten, aber sie ersetzt weder Bewegung noch eine passende Ernährung. Wer hofft, durch längeres Sitzen in der Sauna Körperfett „wegzuschwitzen“, wird enttäuscht werden.

Trotzdem kann Sauna indirekt etwas Gutes für einen gesunden Alltag tun. Wenn Sie dadurch besser entspannen, sich erholter fühlen oder regelmäßige Bewegung und Erholung bewusster miteinander verbinden, kann das durchaus wertvoll sein. Nur sollte man die Sauna nicht mit einer Gewichtsabnahme verwechseln, die in Wirklichkeit lediglich ein kurzfristiger Flüssigkeitsverlust ist.

Für wen ist Sauna geeignet?

Gesunde Erwachsene, die Wärme gut vertragen, können normalerweise ohne größere Probleme saunieren. Sie müssen dafür weder besonders sportlich sein noch bereits jahrelange Saunaerfahrung haben. Gerade Anfänger profitieren sogar davon, bewusst langsam zu beginnen, denn der Körper muss nicht sofort mit sehr hohen Temperaturen und langen Aufenthalten konfrontiert werden. Eine mildere Sauna, eine untere oder mittlere Bank und ein kürzerer Aufenthalt sind vollkommen ausreichend, um herauszufinden, wie sich Wärme für Sie anfühlt.

Auch das Alter allein sagt wenig darüber aus, ob jemand gut saunieren kann. Ein älterer Mensch kann Wärme ausgezeichnet vertragen, während ein deutlich jüngerer Mensch mit Kreislaufproblemen bereits nach wenigen Minuten Schwierigkeiten bekommt. Entscheidend sind deshalb der tatsächliche Gesundheitszustand, die persönliche Belastbarkeit, die Medikamente und das eigene Empfinden.

Wenn Sie gesund sind, sich wohlfühlen und auf Ihren Körper hören, kann Sauna sehr angenehm sein. Wenn bereits Erkrankungen bestehen oder Sie immer wieder ungewöhnlich auf Hitze reagieren, ist es dagegen sinnvoller, vorher zu klären, welche Form des Saunierens geeignet ist. Das gilt besonders dann, wenn Herz, Kreislauf, Blutdruck oder Flüssigkeitshaushalt bereits medizinisch behandelt werden.

Wann Sauna keine gute Idee ist

Wenn Sie Fieber haben, einen akuten Infekt auskurieren, sich ungewöhnlich schwach fühlen oder deutlich krank sind, sollten Sie auf die Sauna verzichten. Ihr Körper ist in dieser Situation bereits damit beschäftigt, mit einer Erkrankung umzugehen, und zusätzliche Hitze kann ihn unnötig belasten. Gerade bei Fieber wäre es wenig sinnvoll, eine ohnehin erhöhte Körpertemperatur durch eine heiße Sauna noch weiter zu beanspruchen.

Auch nach einem Infekt lohnt es sich, langsam wieder einzusteigen. Nur weil das Gröbste überstanden ist, muss der erste Saunagang nicht sofort besonders heiß oder lang sein. Ein milderer Raum und ein kurzer Aufenthalt sind oft die angenehmere Variante, um zu merken, ob sich der Körper bereits wieder vollständig belastbar anfühlt.

Menschen mit schweren oder nicht stabilen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wiederkehrenden Ohnmachtsanfällen, ausgeprägten Kreislaufproblemen oder einer neu festgestellten Erkrankung sollten ebenfalls nicht einfach ausprobieren, wie viel Hitze funktioniert. Hier ist es sinnvoll, vorab zu klären, welche Belastung geeignet ist. Sauna soll Entspannung sein und kein Test dafür, wie viel der Körper gerade aushält.

Bluthochdruck und Sauna

Ein gut eingestellter Bluthochdruck bedeutet nicht automatisch, dass Sie auf Sauna verzichten müssen. Viele Menschen mit kontrolliertem Blutdruck können Wärme gut vertragen. Gleichzeitig beeinflusst Hitze die Gefäße und damit auch den Kreislauf, weshalb die persönliche Reaktion wichtig bleibt. Manche Menschen fühlen sich in einer milden Sauna sehr wohl, während sehr hohe Temperaturen oder besonders intensive Aufgüsse schnell zu viel werden.

Besonders wichtig ist die Phase nach dem Saunagang. Durch die Hitze sind die Gefäße in der Haut weit gestellt. Wenn Sie unmittelbar danach in sehr kaltes Wasser springen, ziehen sich diese Gefäße plötzlich zusammen und der Blutdruck kann deutlich ansteigen. Gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann deshalb ein sanfterer Übergang angenehmer und sicherer sein.

Frische Luft, eine Dusche und eine schrittweise Abkühlung können den Körper erfrischen, ohne ihn sofort mit einem extremen Kältereiz zu konfrontieren. Abkühlen gehört durchaus zum Saunieren, aber es muss nicht möglichst drastisch sein. Wenn sich langsames Abkühlen besser anfühlt, ist das vollkommen in Ordnung.

Herzerkrankungen und Sauna

Eine Herzerkrankung bedeutet nicht automatisch ein vollständiges Saunaverbot. Entscheidend ist, um welche Erkrankung es sich handelt, wie stabil sie behandelt ist und wie belastbar Sie insgesamt sind. Manche Menschen mit gut eingestellten Herz-Kreislauf-Erkrankungen können milde Saunaformen durchaus genießen, während andere bei sehr großer Hitze oder schnellen Temperaturwechseln Beschwerden entwickeln.

Wenn Sie beispielsweise wegen einer koronaren Herzkrankheit, Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen behandelt werden, sollte deshalb nicht nur die Frage geklärt werden, ob Sauna grundsätzlich möglich ist, sondern auch, welche Temperatur und welche Abkühlung für Sie sinnvoll sind. Ein ruhiger Saunagang bei moderater Wärme ist schließlich etwas anderes als ein sehr heißer Aufguss mit anschließendem Sprung ins Eisbecken.

Gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen lohnt es sich, Sauna weniger als einzelne heiße Minuten zu betrachten und mehr als gesamten Ablauf aus Erwärmung, Abkühlung und Ruhe. Häufig ist nicht nur die Hitze selbst entscheidend, sondern auch die Art, wie schnell danach der nächste Temperaturreiz folgt.

Medikamente können verändern, wie Sie Hitze vertragen

Medikamente werden beim Thema Sauna erstaunlich oft vergessen. Dabei können verschiedene Arzneimittel beeinflussen, wie der Körper mit Wärme, Flüssigkeitsverlust und Blutdruck umgeht. Das betrifft zum Beispiel bestimmte entwässernde Medikamente oder Mittel, die den Blutdruck senken. Dadurch kann es vorkommen, dass jemand in der Sauna schneller Schwindel entwickelt oder sich nach dem Aufstehen ungewöhnlich schwach fühlt.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Medikamente wegen eines Saunabesuchs ausgelassen oder verändert werden sollten. Medikamente werden nicht eigenständig angepasst, nur damit eine bestimmte Sauna besser vertragen wird. Wenn Sie allerdings regelmäßig mehrere Arzneimittel einnehmen und bei Hitze immer wieder Beschwerden bemerken, lohnt es sich, diese Beobachtung in der Arztpraxis oder Apotheke anzusprechen.

Gerade ältere Menschen nehmen häufig mehrere Medikamente gleichzeitig ein, sodass die Reaktion auf Hitze individuell sehr unterschiedlich ausfallen kann. Ein kurzer fachlicher Rat ist dann wesentlich sinnvoller als der Versuch, sich an allgemeinen Saunaregeln zu orientieren, die gar nicht auf die eigene Situation zugeschnitten sind.

Kann man eine Erkältung ausschwitzen?

Der Gedanke, eine Erkältung einfach „auszuschwitzen“, gehört zu den hartnäckigsten Vorstellungen rund um Sauna. Er klingt zunächst nachvollziehbar, denn Wärme und Schweiß vermitteln das Gefühl, der Körper würde intensiv arbeiten. Eine bestehende Erkältung verschwindet dadurch jedoch nicht plötzlich schneller.

Wenn Sie gesund sind, kann regelmäßiges Saunieren selbstverständlich Teil Ihrer normalen Routine sein. Wenn Sie aber gerade Fieber, starke Halsschmerzen, ausgeprägten Husten, deutliches Krankheitsgefühl oder ungewöhnliche Erschöpfung haben, braucht Ihr Körper eher Ruhe als zusätzliche Hitze. Gerade Fieber ist ein klares Zeichen dafür, dass die Sauna warten sollte.

Nach einem Infekt können Sie wieder langsam beginnen, sobald Sie sich vollständig erholt fühlen. Ein milder Einstieg ist dann meist angenehmer als ein sehr heißer Aufguss. Sauna ist vor allem etwas für Tage, an denen Sie gesund hineingehen, und nicht eine Behandlung, mit der Sie eine Krankheit möglichst schnell wieder loswerden möchten.

Schwangerschaft und Sauna

Viele Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft regelmäßig sauniert haben, möchten darauf nicht unbedingt verzichten. Gleichzeitig verändert sich der Körper in der Schwangerschaft deutlich, weshalb Kreislauf und Wärmeempfinden anders reagieren können als zuvor. Deshalb ist es sinnvoll, nicht automatisch genau so weiterzumachen wie vor der Schwangerschaft, sondern stärker auf die eigene Reaktion zu achten.

In einer unkomplizierten Schwangerschaft und bei bestehender Saunaerfahrung können mildere Saunagänge für manche Frauen gut verträglich sein. Dabei sollten eher niedrigere Temperaturen, kürzere Aufenthalte und ausreichende Pausen gewählt werden. Wer merkt, dass der Kreislauf schnell absackt, Schwindel entsteht oder sich die Hitze ungewöhnlich belastend anfühlt, beendet den Saunagang besser frühzeitig.

Gerade zu Beginn der Schwangerschaft oder wenn Besonderheiten wie Blutungen, vorzeitige Wehen, ausgeprägte Kreislaufprobleme oder andere Schwangerschaftskomplikationen bestehen, sollte vorher mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt gesprochen werden. Eine Schwangerschaft ist nicht der richtige Zeitpunkt, um erstmals mit sehr heißen oder besonders langen Saunagängen zu experimentieren.

Kinder und Jugendliche in der Sauna – Wärme braucht kleinere Schritte

Kinder können durchaus Freude an Sauna haben, und gerade in Finnland gehört gemeinsames Saunieren für viele Familien selbstverständlich zum Alltag. Trotzdem sollte man Kinder nicht einfach wie kleine Erwachsene behandeln. Ihr Körper reagiert anders auf Wärme, und besonders jüngere Kinder können schneller überhitzen oder erschöpfen. Deshalb ist nicht entscheidend, wie lange Mutter, Vater oder ältere Geschwister sitzen bleiben, sondern wie sich das Kind selbst fühlt.

Bei kleineren Kindern bedeutet das vor allem, eine mildere Sauna zu wählen, eher auf der unteren Bank zu sitzen und den Aufenthalt kurz zu halten. Es ist völlig unnötig, einem Kind eine bestimmte Minutenzahl vorzugeben. Wenn es nach wenigen Minuten genug hat, ist der Saunagang beendet. Ebenso wichtig ist die Abkühlung danach. Ein Kind braucht keinen Kälteschock, sondern kann zunächst an die frische Luft gehen und sich anschließend mit angenehm kühlem Wasser abkühlen. Gerade in öffentlichen Anlagen lohnt es sich außerdem, auf spezielle Familienzeiten oder kindgerechte Angebote zu achten, denn dort sind Temperatur, Atmosphäre und Ablauf meist besser auf jüngere Gäste abgestimmt.

Auch bei Kindern gilt: Wer krank ist, Fieber hat oder einen akuten Infekt auskuriert, gehört nicht in die Sauna. Dasselbe gilt bei gesundheitlichen Besonderheiten, bei denen Hitze eine zusätzliche Belastung darstellen könnte. Wenn Eltern unsicher sind, ist eine vorherige Rücksprache mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt sinnvoller als ein Versuch nach dem Motto „wir schauen einfach mal, ob es geht“.

Jugendliche dürfen mehr – müssen aber trotzdem nichts beweisen

Bei Jugendlichen nähert sich die Reaktion auf Wärme zunehmend der von Erwachsenen an, trotzdem sollte auch hier Sauna nicht zum Wettbewerb werden. Gerade in Gruppen entsteht schnell die Idee, möglichst lange auf der obersten Bank zu sitzen oder mehrere sehr heiße Aufgüsse hintereinander mitzunehmen. Das hat mit gesundem Saunieren wenig zu tun. Ein Jugendlicher, der Wärme gut verträgt, kann sich durchaus langsam an normale Saunagänge herantasten, sollte aber genauso auf Schwindel, Übelkeit, ungewöhnliches Herzklopfen oder starke Schwäche achten.

Besonders nach anstrengendem Sport ist etwas Zurückhaltung sinnvoll. Wer gerade intensiv trainiert hat, kann bereits viel Flüssigkeit verloren haben und körperlich erschöpft sein. Dann ist es besser, zunächst zu trinken und zur Ruhe zu kommen, bevor noch mehrere heiße Saunagänge folgen. Sauna kann nach Sport angenehm sein, aber nur dann, wenn der Körper dafür bereit ist.

Auch Alkohol und Sauna gehören bei Jugendlichen selbstverständlich nicht zusammen. Ebenso wenig sind Mutproben mit sehr langen Aufenthalten, extremen Temperaturen oder abruptem Eiswasser sinnvoll. Sauna darf intensiv sein, aber sie sollte immer kontrolliert und angenehm bleiben.

Kinder, Jugendliche und Duftaufgüsse – hier lieber sanft bleiben

Bei Duftaufgüssen ist bei jüngeren Kindern besondere Vorsicht sinnvoll. Ätherische Öle riechen angenehm und wirken deshalb häufig harmlos, können aber sehr intensiv sein. Besonders Menthol, Kampfer, Pfefferminze oder Eukalyptus sind für kleine Kinder nicht einfach als normale Duftstoffe zu betrachten. Deshalb gehören starke Erwachsenenaufgüsse mit solchen Zusätzen nicht automatisch in ein Kinderprogramm.

Ein kindgerechter Aufguss sollte deutlich milder sein, mit geringer Wärmebelastung und ohne aggressive Duftreize. Ältere Jugendliche können milde Duftaufgüsse durchaus genießen, wenn sie keine Atemwegsprobleme oder starke Duftempfindlichkeit haben. Aber auch hier gilt: Ein Aufguss ohne Duft ist nicht weniger vollständig. Gerade für Einsteiger ist es oft angenehmer, zunächst nur die Wärme und den Dampf kennenzulernen.

Sauna und Haut

Viele Menschen mögen das Gefühl ihrer Haut nach der Sauna. Durch die Wärme wird sie stärker durchblutet, Schweiß tritt aus und nach dem Duschen fühlt sie sich häufig weich und angenehm an. Gerade Menschen mit eher trockener Haut haben manchmal das Gefühl, dass die Wärme zunächst entspannt und die Haut sich hinterher glatter anfühlt.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Sauna automatisch jede Hauterkrankung verbessert. Bei sehr trockener Haut, Neurodermitis oder empfindlicher Haut können Hitze und Schweiß auch Juckreiz oder Brennen verstärken. In diesem Fall ist eine mildere Sauna oft angenehmer als ein sehr heißer Raum.

Nach dem Saunieren kann die gewohnte Hautpflege sinnvoll sein, insbesondere wenn die Haut schnell austrocknet. Auch das anschließende Duschen muss nicht extrem heiß sein, denn sehr heißes Wasser kann empfindliche Haut zusätzlich reizen. Eine angenehme, schonende Pflege ist hier meist sinnvoller als besonders intensive Anwendungen.

Dampfbad und Atemwege

Warmer Dampf kann sich bei trockenen Schleimhäuten angenehm anfühlen, weshalb viele Menschen gerade im Winter ein Dampfbad als wohltuend empfinden. Die feuchte Luft kann Nase und Rachen als angenehm erscheinen lassen und das Gefühl vermitteln, freier zu atmen.

Trotzdem sollte man aus einem Dampfbad keine Behandlung für Atemwegserkrankungen machen. Menschen mit Asthma oder sehr empfindlichen Atemwegen können auf warme, feuchte Luft auch unangenehm reagieren. Ebenso können starke Duftstoffe Husten oder ein beklemmendes Gefühl auslösen.

Eukalyptus, Menthol und andere ätherische Öle werden in Saunen und Dampfbädern gerne verwendet, aber sie passen nicht zu jedem Menschen. Wenn Sie merken, dass Ihre Atemwege empfindlich reagieren, ist ein neutraler Raum ohne intensive Düfte häufig die bessere Wahl.

Alkohol und Sauna sind keine gute Kombination

Alkohol und starke Hitze können beide den Kreislauf beeinflussen. Zusammen können sie dazu führen, dass Schwindel, Müdigkeit und Kreislaufprobleme stärker auftreten und Warnsignale schlechter wahrgenommen werden.

Deshalb gehört Alkohol weder vor noch während eines Saunagangs dazu. Wer bereits Alkohol getrunken hat, sollte auf sehr heiße Sauna und starke Aufgüsse lieber verzichten. Auch nach dem Saunieren lohnt es sich, zunächst ausreichend alkoholfreie Flüssigkeit aufzunehmen.

Wasser oder andere alkoholfreie Getränke sind während eines Saunatages die deutlich bessere Wahl. Gerade wenn viel geschwitzt wurde, hilft es dem Körper mehr, Flüssigkeit zurückzubekommen, als ihn zusätzlich mit Alkohol zu belasten.

Trinken gehört zum Saunieren dazu

Beim Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit, und wie viel das ist, kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Manche schwitzen bereits nach wenigen Minuten stark, andere deutlich weniger. Temperatur, Aufenthaltsdauer, Zahl der Saunagänge und persönliche Schweißproduktion spielen dabei eine Rolle.

Sie müssen deshalb nicht nach jedem Saunagang eine festgelegte Menge trinken, sollten aber auch nicht bereits durstig in die Sauna gehen. Wasser und andere alkoholfreie Getränke sind in den meisten Fällen vollkommen ausreichend.

Wenn Ihnen allerdings wegen einer Herz- oder Nierenerkrankung eine bestimmte Trinkmenge empfohlen wurde, sollten Sie sich daran halten und nicht einfach große Mengen zusätzlich trinken, nur weil irgendwo eine allgemeine Saunaregel steht. Auch beim Trinken ist die persönliche Situation wichtiger als eine pauschale Empfehlung.

Wie lange sollte ein Saunagang dauern?

Für eine klassische Sauna werden häufig ungefähr acht bis fünfzehn Minuten als Orientierung genannt. Diese Zeit ist allerdings keine Vorgabe und kein Ziel. Wenn Ihnen nach sechs Minuten genug ist, ist das vollkommen in Ordnung. Wenn Sie sich nach zwölf Minuten noch wohlfühlen, kann das ebenfalls passen.

Wichtig ist, dass Sie sich nicht an die Sanduhr klammern. Sie zeigt lediglich die Zeit an, nicht die Belastbarkeit Ihres Körpers. Gerade Anfänger machen häufig den Fehler, noch ein paar Minuten sitzen bleiben zu wollen, obwohl ihnen bereits schwindelig oder unangenehm heiß ist. Das ist unnötig.

Wenn Sie während des Saunagangs gelegen haben, setzen Sie sich vor dem Aufstehen zunächst auf. Geben Sie dem Kreislauf einen Moment Zeit, bevor Sie aufstehen und hinausgehen. Dieser kleine Zwischenschritt kann gerade nach größerer Hitze sehr angenehm sein.

Wie viele Saunagänge braucht man?

Für einen normalen Saunabesuch reichen zwei bis drei Saunagänge meist vollkommen aus. Mehr Saunagänge bedeuten nicht automatisch mehr Erholung oder mehr gesundheitlichen Nutzen.

Wer einen ganzen Tag in einer großen Saunalandschaft verbringt, kann natürlich verschiedene Räume ausprobieren. Trotzdem sollte zwischen den einzelnen Gängen ausreichend Zeit liegen, damit der Körper abkühlen und sich erholen kann.

Ein entspannter Saunatag besteht deshalb nicht darin, möglichst viele Räume abzuhaken. Oft sind wenige, gut verträgliche Saunagänge mit langen Pausen deutlich angenehmer als ein ständiger Wechsel von einer Kabine zur nächsten.

Die Abkühlung – wichtig, aber nicht möglichst brutal

Nach der Sauna braucht der Körper Zeit, die aufgenommene Wärme wieder abzugeben. Viele Menschen gehen deshalb zunächst an die frische Luft, atmen ruhig und kühlen sich anschließend mit Wasser ab.

Wie kalt dieses Wasser sein sollte, hängt von Ihrer Gewöhnung und Ihrem Gesundheitszustand ab. Manche gesunden Menschen lieben ein kaltes Tauchbecken, andere fühlen sich mit einer normalen Dusche wohler. Beides kann funktionieren.

Gerade Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten mit extremen Kältereizen vorsichtig sein, weil der sehr schnelle Wechsel von großer Hitze zu starker Kälte den Kreislauf deutlich beanspruchen kann. Die Abkühlung soll erfrischen und angenehm sein und nicht zu einer Mutprobe werden.

Die Ruhephase gehört genauso dazu wie die Hitze

Die Ruhephase ist kein unwichtiger Zwischenraum, sondern ein fester Bestandteil des Saunierens. Nach Wärme und Abkühlung bekommt der Körper Zeit, sich wieder zu stabilisieren. Der Kreislauf kann ruhiger werden, die Körpertemperatur sinkt weiter und Sie können etwas trinken.

Viele Menschen machen den Fehler, schon während der Pause wieder zu überlegen, welcher Aufguss als Nächstes ansteht. Dabei ist genau diese Pause häufig der angenehmste Teil eines Saunatages.

Sie dürfen sitzen, liegen, die Augen schließen und einfach nichts tun. Ein guter Saunatag muss nicht vollständig durchgeplant sein.

Der Aufguss – warum dieselbe Sauna plötzlich viel heißer wirkt

Bei einem Aufguss wird Wasser auf die heißen Saunasteine gegeben. Das Wasser verdampft und erhöht für kurze Zeit die Luftfeuchtigkeit. Dadurch verändert sich das Wärmegefühl deutlich, obwohl das Thermometer nicht plötzlich wesentlich höhere Werte anzeigt. Die feuchtere Luft fühlt sich an der Haut intensiver an und kann dafür sorgen, dass eine Sauna, die wenige Minuten zuvor noch angenehm wirkte, plötzlich sehr heiß erscheint.

Wenn eine Saunameisterin oder ein Saunameister anschließend mit einem Handtuch oder Fächer Luft bewegt, wird die warme, feuchte Luft durch den Raum verteilt und erreicht die Haut noch deutlicher. Genau deshalb kann ein Aufguss sehr unterschiedlich wirken, je nachdem, wie viel Wasser verwendet wird, wie heiß die Sauna ist, wie groß der Raum ist und wie kräftig gewedelt wird.

Ein Aufguss muss deshalb keineswegs besonders stark sein, um schön zu sein. Gerade Anfänger, Menschen mit empfindlichem Kreislauf oder alle, die Hitze eher vorsichtig genießen möchten, fühlen sich bei einem ruhigen Aufguss häufig wohler. Wer weiter unten sitzt, erlebt denselben Aufguss außerdem deutlich milder als jemand auf der obersten Bank.

Welche Aufgüsse gibt es eigentlich?

In modernen Saunaanlagen gibt es inzwischen eine große Auswahl an Aufgüssen. Manche unterscheiden sich vor allem durch die verwendeten Düfte, andere durch die Art des Wedelns, Musik, Kräuter, Eis oder die gesamte Inszenierung. Die Namen sind nicht überall einheitlich, deshalb kann ein „Relax-Aufguss“ in einer Anlage ganz anders aussehen als in einer anderen. Trotzdem lassen sich einige typische Formen unterscheiden.

Der klassische Aufguss – ein guter Einstieg

Beim klassischen Aufguss steht die Wärme selbst im Mittelpunkt. Wasser wird in mehreren Portionen auf die heißen Steine gegeben und anschließend wird die warme Luft im Raum verteilt. Häufig bleibt der Duft neutral oder nur sehr dezent.

Für Anfänger ist diese Variante besonders gut geeignet, weil sie das eigentliche Prinzip des Aufgusses kennenlernen können, ohne gleichzeitig sehr kräftige Düfte oder eine aufwendige Show erleben zu müssen. Wer wissen möchte, wie sich höhere Luftfeuchtigkeit und bewegte heiße Luft anfühlen, ist mit einem klassischen Aufguss meist gut beraten.

Auch Menschen, die Sauna lieber ruhig mögen, wählen häufig diese Form. Sie ist schlicht, direkt und zeigt am besten, dass ein guter Aufguss nicht spektakulär sein muss.

Duft- und Aromaaufgüsse – wenn Geruch das Erlebnis verändert

Bei einem Duftaufguss wird der Wärme zusätzlich ein Aroma hinzugefügt. Je nach Mischung kann der Raum frisch, würzig, holzig, blumig oder sehr intensiv riechen. Zitrusdüfte werden häufig als leicht und lebendig empfunden, während Wald- und Kräuternoten eher ruhig und naturverbunden wirken.

Wichtig ist dabei, Duft nicht mit medizinischer Wirkung zu verwechseln. Ein angenehmer Geruch kann die Atmosphäre verändern und dazu führen, dass ein Aufguss als besonders entspannend oder belebend empfunden wird. Das heißt aber nicht, dass er dadurch automatisch eine bestimmte Krankheit behandelt.

Menschen mit Duftstoffallergien, empfindlichen Atemwegen oder starker Geruchsempfindlichkeit fühlen sich mit einem neutralen Aufguss häufig wohler. Gerade in heißer Luft wirken Düfte deutlich intensiver als im Alltag.

Kräuteraufguss – wenn Sauna nach Wald und Garten riecht

Kräuteraufgüsse arbeiten je nach Anlage mit geeigneten Kräuterzubereitungen, Aufgussmitteln oder Kräuterbündeln. Lavendel, Rosmarin, Thymian, Minze, Fichte und andere Pflanzenaromen gehören zu den typischen Duftrichtungen.

Der Reiz liegt häufig darin, dass der Raum weniger nach Parfüm und mehr nach Natur riecht. Gerade ruhige Saunen nutzen deshalb gerne Kräuteraufgüsse, um eine besondere Atmosphäre zu schaffen.

Trotzdem bedeutet „pflanzlich“ nicht automatisch „für jeden geeignet“. Wer auf bestimmte Pflanzen empfindlich reagiert oder starke ätherische Öle schlecht verträgt, sollte vorher nachfragen, was verwendet wird. Für kleine Kinder sind sehr intensive Kräuter- oder Mentholanwendungen grundsätzlich nicht geeignet.

Zitrusaufguss – frisch und leicht

Orange, Zitrone, Grapefruit oder Mandarine gehören zu den klassischen Saunadüften. Viele Menschen empfinden sie als frisch und unkompliziert, weil sie weniger schwer wirken als manche Kräuter- oder Holznoten.

Gerade zu Beginn eines Saunatages kann ein milder Zitrusaufguss angenehm sein. Er vermittelt eine leichte Atmosphäre, ohne automatisch besonders intensiv zu sein.

Auch hier gilt allerdings: Der Duft verändert das Erleben, nicht die medizinische Wirkung der Sauna.

Wald-, Fichten- und Nadelholzaufgüsse

Fichte, Kiefer, Tanne und andere Waldaromen passen besonders gut zu einer Holzsauna. Sie verstärken den Eindruck von Natur und können den Raum sehr ruhig wirken lassen.

Solche Aufgüsse passen gut zu klassischen oder meditativen Saunaritualen und werden häufig von Menschen geschätzt, die süße oder blumige Düfte weniger mögen.

Wer mit intensiven Aromen wenig Erfahrung hat, wählt am besten zunächst einen Platz weiter unten, denn auch ein natürlicher Duft kann sich in heißer Luft sehr kräftig anfühlen.

Menthol- und Minzaufgüsse

Mentholaufgüsse gehören zu den auffälligsten Varianten, weil Menthol an Haut und Schleimhäuten ein deutliches Frischegefühl auslösen kann. Dieser Eindruck von Kühle entsteht, obwohl die Sauna natürlich weiterhin heiß bleibt.

Gerade erfahrene Saunagänger mögen diesen Gegensatz, weil er sehr intensiv wahrgenommen wird. Trotzdem sollte man sich nicht täuschen lassen: Der Körper ist weiterhin der Hitze ausgesetzt. Menthol macht eine zu heiße Sauna nicht weniger belastend.

Für kleine Kinder sind starke Menthol- und Pfefferminzaufgüsse nicht geeignet. Auch Menschen mit empfindlichen Atemwegen können solche Anwendungen als unangenehm empfinden.

Eukalyptusaufguss

Eukalyptus gehört zu den bekanntesten Saunadüften. Viele Menschen verbinden ihn mit Frische und einem klaren Geruch, besonders in der kälteren Jahreszeit.

Trotzdem ist Eukalyptus keine Behandlung gegen Erkältung oder Atemwegserkrankungen. Gerade konzentrierte Düfte können empfindliche Atemwege reizen.

Für gesunde Erwachsene, die Eukalyptus gut vertragen, kann ein moderater Aufguss sehr angenehm sein. Für kleine Kinder oder Menschen mit empfindlichen Atemwegen ist eine mildere oder duftfreie Variante häufig besser geeignet.

Eis- oder Schneeballaufguss

Bei einem Eisaufguss werden Eisstücke oder Eiskugeln auf die heißen Steine gelegt. Das Eis schmilzt nach und nach und gibt Wasser an die Steine ab, wodurch sich der Dampf etwas anders entwickelt als bei einem schnellen Aufgießen.

Solche Aufgüsse können sehr intensiv werden und gehören eher zu den besonderen Erlebnisformen. Wer normale Aufgüsse bereits kennt und Hitze gut verträgt, kann sie als interessante Abwechslung erleben.

Für absolute Anfänger oder Menschen mit empfindlichem Kreislauf ist ein milder klassischer Aufguss meist die bessere Wahl.

Ruhe-, Meditations- und Entspannungsaufgüsse

Nicht jeder Aufguss muss laut oder spektakulär sein. Gerade Ruhe- und Meditationsaufgüsse setzen auf eine sanftere Atmosphäre, wenig oder ruhige Musik, zurückhaltende Düfte und weniger kräftiges Wedeln.

Diese Form eignet sich besonders für Menschen, die Sauna besuchen, um Ruhe zu finden. Auch Anfänger fühlen sich bei solchen Aufgüssen häufig wohler als bei sehr intensiven Showvarianten.

Wer schnell von Geräuschen oder starken Reizen überfordert ist, sollte gezielt nach solchen Angeboten suchen.

Klangaufguss

Bei Klangaufgüssen werden beispielsweise Klangschalen oder ruhige Musik mit dem Saunaerlebnis verbunden. Die Wärme bleibt dabei im Mittelpunkt, wird aber durch akustische Elemente begleitet.

Manche Menschen empfinden diese Kombination als besonders entspannend, andere möchten in der Sauna lieber vollständige Ruhe.

Eine medizinische Wirkung muss ein Klangaufguss nicht haben. Er ist einfach eine andere Möglichkeit, Wärme und Atmosphäre miteinander zu verbinden.

Showaufguss

Bei einem Showaufguss wird der Aufguss inszeniert. Musik, Licht, besondere Wedeltechniken und verschiedene Duftphasen können Teil des Programms sein.

Für Menschen, die Sauna nicht nur als Ruhe, sondern auch als Erlebnis mögen, kann das sehr unterhaltsam sein. Gleichzeitig sind solche Aufgüsse häufig intensiver als einfache Varianten.

Wer hohe Temperaturen noch nicht gut kennt oder schnell Kreislaufprobleme bekommt, ist mit einem klassischen oder ruhigen Aufguss meist besser beraten.

Salz- und Honigrituale

In manchen Anlagen werden Salz- oder Honigaufgüsse angeboten. Häufig handelt es sich dabei eigentlich um kombinierte Saunarituale, bei denen Salz oder spezielle Pflegeprodukte auf der Haut angewendet werden.

Das bedeutet nicht, dass diese Stoffe einfach auf den Saunaofen gehören. Hautprodukte und Aufgussmittel sollten immer nur so verwendet werden, wie es die jeweilige Anlage vorsieht.

Menschen mit sehr empfindlicher Haut, offenen Hautstellen oder bekannten Kontaktallergien sollten bei solchen Anwendungen vorsichtig sein.

Welcher Aufguss passt zu wem?

Wenn Sie noch wenig Saunaerfahrung haben, beginnen Sie am besten mit einem klassischen oder milden Entspannungsaufguss. Eine untere oder mittlere Bank reicht vollkommen aus, um das Erlebnis kennenzulernen. So können Sie besser einschätzen, wie Ihr Körper auf die zusätzliche Wärme und die höhere Luftfeuchtigkeit reagiert.

Erfahrene Saunagänger, die starke Hitze gut vertragen, können Eis-, Menthol- oder Showaufgüsse als Abwechslung ausprobieren. Trotzdem gilt auch bei Erfahrung, dass Tagesform und Kreislauf eine Rolle spielen. Nur weil ein bestimmter Aufguss letzte Woche gut funktioniert hat, muss er sich heute nicht genauso angenehm anfühlen.

Menschen mit empfindlichen Atemwegen, Asthma oder Duftstoffallergien sind mit neutralen oder sehr milden Aufgüssen meist besser beraten. Schwangere, die grundsätzlich saunieren dürfen, sollten eher sanfte Varianten wählen. Für Kinder gelten noch einmal strengere Maßstäbe: sehr heiße Erwachsenenaufgüsse, starke ätherische Öle und intensive Mentholanwendungen sind nicht geeignet.

Am Ende ist nicht der spektakulärste Aufguss automatisch der beste. Ein einfacher Aufguss mit Wasser kann genauso angenehm sein wie eine aufwendige Zeremonie.

Jetzt wird es spannend: Sauna ist längst nicht gleich Sauna

Wer eine größere Saunalandschaft betritt, merkt schnell, wie unterschiedlich Wärme gestaltet werden kann. Neben der klassischen finnischen Sauna gibt es Warmluftsaunen, Biosaunen, Dampfbäder, Infrarotkabinen, Kräutersaunen und viele weitere Räume, die sich in Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Material und Atmosphäre unterscheiden.

Dazu kommen internationale Traditionen, die häufig vorschnell ebenfalls als „Sauna“ bezeichnet werden, obwohl sie eigentlich etwas anderes sind. Eine russische Banja ist keine finnische Sauna mit anderem Namen, ein türkisches Hamam ist kein heißerer Wellnessraum und ein japanisches Onsen ist überhaupt keine Sauna, sondern ein heißes Quellenbad.

Gerade diese Unterschiede sind spannend, weil sie zeigen, wie unterschiedlich Menschen Wärme erleben und in ihren Alltag eingebaut haben.

Die finnische Sauna – dort, wo Sauna zum Alltag gehört

Finnland wird häufig als Heimat der modernen Saunakultur bezeichnet, und tatsächlich gehört Sauna dort tief zum alltäglichen Leben. Sie findet nicht nur in Hotels oder Wellnessanlagen statt, sondern in Wohnhäusern, Ferienhäusern, öffentlichen Saunen, an Seen und teilweise sogar in modernen Wohnanlagen mitten in der Stadt.

Für viele finnische Familien ist ein Saunagang nichts Außergewöhnliches, das lange geplant werden muss. Er gehört einfach zum Leben. Man geht hinein, wenn man Ruhe sucht, Zeit mit der Familie verbringen möchte oder einen langen Tag abschließen will.

Die klassische finnische Sauna arbeitet mit hoher Temperatur und eher trockener Luft. Häufig liegen die Temperaturen ungefähr zwischen 70 und 90 Grad, manche Saunen werden auch heißer betrieben. Entscheidend ist aber nicht nur die Zahl auf dem Thermometer. Das Herzstück der finnischen Sauna ist der Löyly, also der warme Dampf, der entsteht, wenn Wasser auf die heißen Steine gegeben wird.

Löyly – mehr als Wasser auf heißen Steinen

Wenn Wasser auf die Saunasteine trifft, verdampft es und verändert das Wärmegefühl im Raum. Dieser warme Dampf wird in Finnland Löyly genannt.

Für viele Finnen ist gerade dieser Moment entscheidend für eine gute Sauna. Der Löyly soll angenehm durch den Raum ziehen und die Wärme an die Haut bringen.

Wer große deutsche Showaufgüsse gewohnt ist, erlebt eine traditionelle finnische Sauna deshalb manchmal als überraschend schlicht. Es gibt keine große Inszenierung, sondern Wasser, Steine, Wärme und Ruhe.

Man sitzt zusammen, spricht vielleicht leise, schweigt oder genießt einfach die Wärme. Wenn es genug ist, geht man hinaus. Gerade diese Unaufgeregtheit macht einen großen Teil des Reizes aus.

Holzofen oder Elektroofen?

Beides gehört heute zur finnischen Saunakultur. Eine holzbeheizte Sauna besitzt eine besondere Atmosphäre, weil Feuer, Holzgeruch und das langsame Aufheizen Teil des Erlebnisses sind.

Elektrische Öfen sind dagegen praktisch und in Wohnungen, Hotels und modernen Saunen weit verbreitet. Sie machen eine Sauna keineswegs weniger authentisch.

Entscheidend sind in beiden Fällen die heißen Steine, denn sie speichern die Wärme und sorgen dafür, dass beim Aufgießen der typische Löyly entsteht.

Vihta und Vasta – Birkenzweige gehören tatsächlich dazu

In Finnland gehören Bündel aus Birkenzweigen zu den traditionellen Saunaelementen. Je nach Region werden sie Vihta oder Vasta genannt.

Die Zweige werden vorbereitet und angefeuchtet, damit die Blätter weich werden. Anschließend werden sie sanft über die Haut gestrichen oder leicht auf den Körper geklopft.

Von außen wirkt das manchmal deutlich rustikaler, als es tatsächlich ist. Es geht nicht darum, jemanden kräftig zu schlagen, sondern um warme Luftbewegung, Duft und Berührung.

Der Geruch frischer Birkenblätter gehört für viele Menschen genauso zur traditionellen Sauna wie Holz und Löyly.

Finnland und die Abkühlung in der Natur

Eine Sauna direkt an einem See gehört zu den bekanntesten Bildern Finnlands. Nach der Wärme geht es hinaus an die frische Luft und im Sommer möglicherweise ins Wasser.

Im Winter nutzen manche Menschen ein Eisloch oder gehen kurz in den Schnee. Das sieht spektakulär aus, ist aber kein Pflichtprogramm.

Niemand muss ins eiskalte Wasser springen, um „richtig finnisch“ zu saunieren. Der eigentliche Gedanke ist der Wechsel zwischen Wärme, Abkühlung und Ruhe.

Die Rauchsauna – eine Sauna mit ganz eigener Atmosphäre

Die Rauchsauna gehört zu den ältesten Saunaformen. Während des Aufheizens zieht der Rauch zunächst durch den Raum und erwärmt die große Menge an Steinen sowie die Innenflächen.

In dieser Phase darf die Sauna nicht genutzt werden. Erst wenn das Feuer beendet, die Glut sicher erloschen und der Raum gründlich gelüftet wurde, beginnt das eigentliche Saunieren.

Danach entsteht eine Atmosphäre, die sich deutlich von einer modernen Sauna unterscheidet. Die Wände sind dunkel, Holz und Rauch haben einen charakteristischen Duft hinterlassen und die große Steinmenge gibt ihre Wärme langsam ab.

Der besondere Reiz liegt dabei weniger in extrem hohen Temperaturen als in der ruhigen, gespeicherten Wärme und der einzigartigen Atmosphäre.

Estland – wenn Rauchsauna Familiengeschichte wird

Auch in Estland gibt es eine lange Rauchsaunatradition, besonders in der Region Võromaa. Dort gehört nicht nur das eigentliche Saunieren zum Brauch, sondern auch das Wissen darüber, wie eine Rauchsauna gebaut, beheizt, gelüftet und vorbereitet wird.

Dieses Wissen wird teilweise innerhalb der Familie weitergegeben. Kinder erleben, wie ältere Familienmitglieder Feuer machen, den Raum vorbereiten und später gemeinsam saunieren.

Damit wird sichtbar, dass Sauna dort nicht einfach eine Wellnessanwendung ist, sondern Teil von Alltag, Familie und Kultur.

Warmluftsauna und Biosauna – milder, aber nicht langweilig

Nicht jeder Mensch möchte bei 90 Grad in einer Sauna sitzen. Warmluftsaunen, Biosaunen oder sogenannte Softsaunen arbeiten deshalb mit niedrigeren Temperaturen und häufig etwas höherer Luftfeuchtigkeit.

Dadurch empfinden viele Menschen die Wärme als sanfter und länger angenehm. Gerade Anfänger entdecken hier häufig, dass Sauna ihnen durchaus gefällt, solange die Temperatur nicht extrem hoch ist.

Auch Menschen, die in sehr heißen Saunen schnell Kreislaufprobleme bekommen, können mit einer milderen Variante besser zurechtkommen.

Man muss nicht lernen, sehr hohe Temperaturen zu lieben. Man muss vielmehr herausfinden, welche Art von Wärme angenehm ist.

Kräutersauna, Salzsauna und Zirbensauna

In modernen Saunalandschaften gibt es zahlreiche Namen. Kräutersauna, Zirbensauna, Salzsauna, Waldsauna, Panoramasauna oder Meditationssauna klingen jeweils nach einer ganz eigenen Welt.

Tatsächlich unterscheiden sich solche Räume häufig vor allem durch Holz, Duft, Gestaltung oder Atmosphäre. Das macht sie nicht weniger interessant, aber man sollte nicht jede Bezeichnung automatisch mit einer besonderen medizinischen Wirkung verbinden.

Wenn Ihnen Zirbenholz gefällt oder Sie Kräuterdüfte mögen, kann eine entsprechende Sauna sehr angenehm sein. Manchmal darf ein Raum einfach schön sein, gut riechen und zur Ruhe einladen, ohne dass daraus eine Gesundheitsbehauptung werden muss.

Das Dampfbad – weniger heiß und trotzdem intensiv

Ein Dampfbad arbeitet mit deutlich niedrigeren Temperaturen als eine klassische finnische Sauna, häufig ungefähr im Bereich von 40 bis 50 Grad.

Trotzdem kann sich diese Wärme sehr intensiv anfühlen, weil die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist. In trockener Luft kann Schweiß auf der Haut verdunsten und dadurch kühlen. In einem sehr feuchten Raum funktioniert diese Verdunstung schlechter.

Deshalb wirken 45 Grad im Dampfbad deutlich wärmer, als die Temperaturanzeige zunächst vermuten lässt.

Auch die Atmosphäre ist anders. Statt Holz finden sich häufig Fliesen, Mosaik oder Stein, und der dichte Dampf kann dafür sorgen, dass der ganze Raum weich und fast verschwommen wirkt.

Die Infrarotkabine – Wärme ohne extrem heiße Luft

Eine Infrarotkabine sieht häufig ähnlich aus wie eine kleine Holzsauna, arbeitet jedoch nach einem anderen Prinzip. Hier wird nicht zuerst die gesamte Raumluft stark aufgeheizt. Infrarotstrahler geben Wärme direkt an den Körper und die Oberflächen ab.

Dadurch können Infrarotkabinen bei deutlich niedrigeren Raumtemperaturen betrieben werden. Trotzdem kann der Körper nach einiger Zeit warm werden und anfangen zu schwitzen.

Für Menschen, denen klassische Saunahitze zu viel ist, kann diese Form angenehm sein. Sie baut sich meist langsamer auf und wirkt weniger überwältigend.

Auch hier braucht es keine übertriebenen Gesundheitsversprechen. Eine Infrarotkabine darf einfach eine angenehme Möglichkeit sein, Wärme zu genießen.

Die russische Banja – Wärme, Dampf und ein ganz eigenes Ritual

Die russische Banja besitzt eine lange Tradition und war über Generationen hinweg Teil des alltäglichen Lebens. Sie diente nicht nur der Körperpflege, sondern ebenso dem Zusammensein, der Ruhe und verschiedenen Familienritualen.

Im Vergleich zur klassischen finnischen Sauna spielt feuchter Dampf häufig eine größere Rolle. Wasser wird auf heiße Steine gegeben und erzeugt eine warme, feuchte Luft, die sich sehr intensiv anfühlen kann.

Ein Banja-Besuch besteht meist nicht nur aus einem einzigen kurzen Aufenthalt. Erwärmen, schwitzen, abkühlen, waschen, ausruhen und erneut in die Wärme gehen können sich mehrmals abwechseln.

Dadurch wird aus dem Saunagang eher ein längeres Ritual als ein kurzer Besuch.

Der Venik – das bekannteste Ritual der Banja

Ein Venik ist ein Bündel aus Zweigen, häufig aus Birke oder Eiche. Vor der Anwendung werden die Zweige eingeweicht oder vorbereitet, damit Blätter und Äste weich werden.

Danach wird damit warme Luft an den Körper gefächelt, über die Haut gestrichen und teilweise leicht geklopft.

Wer das zum ersten Mal sieht, könnte meinen, jemand werde mit einem kleinen Baum geschlagen. Tatsächlich sollte das Ritual nicht schmerzhaft sein.

Es geht um Wärme, Luftbewegung, Duft und Berührung. Die Tradition ist interessant genug, ohne dass man ihr zusätzliche Wunderwirkungen zuschreiben muss.

Das türkische Hamam – Wärme, Wasser und Körperpflege

Ein Hamam ist keine klassische Sauna. Statt eines trockenen Holzraums erwartet Sie dort eine warme, feuchte Umgebung aus Stein, Marmor und Wasser.

Historisch entwickelte sich das Hamam aus älteren Badetraditionen und wurde besonders in der osmanischen Kultur zu einem wichtigen gesellschaftlichen Ort.

Menschen gingen nicht nur dorthin, um sich zu reinigen. Das Hamam war Treffpunkt, Ort für Gespräche und Bestandteil bestimmter gesellschaftlicher Anlässe.

Noch heute zeigen historische Hamams eindrucksvoll, wie eng Körperpflege, Architektur, Wärme und gemeinschaftliches Leben miteinander verbunden sein können.

Der Göbek Taşı – der warme Mittelpunkt des Hamams

In vielen traditionellen Hamams befindet sich im Zentrum des warmen Bereichs eine große beheizte Stein- oder Marmorfläche, der sogenannte Göbek Taşı.

Dort können Sie sitzen oder liegen und sich langsam erwärmen. Anders als in einer sehr heißen Sauna geschieht das nicht durch extrem heiße Luft, sondern durch die Kombination aus warmer Umgebung, feuchter Luft und beheiztem Stein.

Dadurch baut sich die Wärme langsamer auf und bereitet den Körper auf die weitere Reinigung vor.

Kese und Schaum – das klassische Hamam-Ritual

Ein typischer Hamam-Besuch beginnt mit dem Aufwärmen. Anschließend kommt häufig der Kese zum Einsatz, ein rauer Waschhandschuh, mit dem die Haut abgerieben wird.

Dadurch lösen sich oberflächliche Hautschüppchen. Danach folgt häufig eine ausgiebige Schaumanwendung, bei der weicher Seifenschaum auf dem Körper verteilt wird.

Je nach Angebot kann damit eine Massage verbunden sein. Zum Abschluss wird der Körper mit warmem Wasser abgespült.

Ein Hamam ist deshalb wesentlich stärker mit Wasser, Waschen und Körperpflege verbunden als eine klassische Sauna.

Das Peştemal – ein kleines Tuch mit großer Tradition

Zum traditionellen Hamam gehört häufig das Peştemal, ein leichtes Baumwolltuch, das um den Körper gelegt wird.

Auch einfache Wasserschalen und der Kese-Handschuh gehören zu den typischen Gegenständen.

Gerade solche kleinen Details zeigen, dass das Hamam keine moderne Wellnesserfindung ist, sondern eine gewachsene Badekultur mit eigenen Regeln und Ritualen.

Japanisches Onsen – Wärme, die direkt aus der Erde kommt

Beim japanischen Onsen verlassen wir die klassische Saunawelt vollständig. Ein Onsen ist keine Sauna, sondern ein Bad mit natürlichem heißem Quellwasser.

Japan besitzt aufgrund seiner geologischen Bedingungen zahlreiche heiße Quellen, und rund um diese Quellen hat sich eine ganz eigene Badekultur entwickelt.

Manche Onsen liegen in größeren Badeanlagen, andere in traditionellen Gasthäusern oder in landschaftlich besonders schönen Regionen.

Besonders bekannt sind die Rotenburo, also Außenbäder, bei denen Sie im warmen Wasser sitzen, während die Luft kühl ist und sich rundherum Berge, Wald oder Schnee befinden.

Im Onsen wird erst gewaschen und dann gebadet

Eine der wichtigsten Regeln im Onsen lautet: Das Becken ist nicht zum Waschen da.

Bevor Sie ins Wasser steigen, reinigen Sie sich gründlich an den vorgesehenen Waschplätzen. Häufig sitzen Sie dabei auf einem kleinen Hocker und waschen Körper und Haare mit Wasser und Seife.

Erst danach gehen Sie ins gemeinsame Bad.

Auch das kleine Handtuch gehört nicht ins Becken. Es wird am Rand abgelegt oder gefaltet auf den Kopf gelegt.

Lange Haare sollten ebenfalls nicht im Wasser hängen.

Ruhe gehört im Onsen dazu

In einem Onsen wird normalerweise nicht geschwommen oder laut herumgetobt. Menschen sitzen im warmen Wasser, genießen die Umgebung und lassen sich Zeit.

Diese Ruhe gehört zum Erlebnis.

Gerade wenn Sie mit klassischer Sauna wenig anfangen können, kann ein Onsen zeigen, dass Wärme auch auf eine ganz andere Weise erlebt werden kann.

Sento – ähnlich und trotzdem anders

Ein Sento ist ein öffentliches japanisches Badehaus. Anders als ein Onsen muss es nicht mit natürlichem heißen Quellwasser gespeist werden.

Viele Regeln ähneln sich trotzdem. Auch hier wird vor dem gemeinsamen Baden gründlich gewaschen und das Becken dient anschließend der Entspannung.

Gerade in Städten hatten Sento-Bäder lange eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung und gehören bis heute zur japanischen Badekultur.

Korea und das Jjimjilbang – wenn Sauna zum Tagesausflug wird

Auch Südkorea besitzt eine eigene Wärmekultur. Ein Jjimjilbang ist wesentlich mehr als ein einzelner Saunaraum.

Je nach Anlage finden Sie dort verschiedene warme Räume mit unterschiedlichen Temperaturen, Ruhebereiche, Badebereiche, Restaurants, Schlafmöglichkeiten und weitere Angebote.

Manche Räume sind mit Salz, Lehm, Holz oder anderen Materialien gestaltet und besitzen eine jeweils eigene Atmosphäre.

Viele Menschen verbringen dort mehrere Stunden. Dadurch wird aus dem Saunabesuch eher ein ganzer Freizeit- und Erholungstag.

Deutschland und seine eigene Aufgusskultur

Auch Deutschland hat die internationale Saunawelt auf seine Weise geprägt. Besonders auffällig ist die Bedeutung des organisierten Aufgusses.

In vielen größeren Anlagen hängen genaue Aufgusspläne aus. Saunameisterinnen und Saunameister arbeiten mit verschiedenen Düften, Handtüchern, Fächern, Musik und teilweise sehr aufwendigen Abläufen.

Manche Aufgüsse sind ruhig und klassisch, andere gleichen beinahe einer kleinen Inszenierung.

Damit unterscheidet sich die deutsche Aufgusskultur deutlich von einer privaten finnischen Sauna, in der Wasser oft einfach nach Bedarf auf die Steine gegeben wird.

Sauna-Etikette in Deutschland

In vielen deutschen Saunaanlagen wird textilfrei sauniert, wobei immer die Hausregeln entscheidend sind.

In der Sauna selbst wird ein ausreichend großes Handtuch unter den ganzen Körper gelegt, damit möglichst kein Schweiß auf das Holz gelangt.

Vor dem Saunieren wird geduscht und anschließend gut abgetrocknet.

Ob gesprochen werden darf, hängt vom jeweiligen Raum ab. Manche Saunen sind ausdrücklich als Ruhebereiche gedacht, andere sind geselliger.

Was überall gelten sollte, ist gegenseitige Rücksicht. Wenn jemand früher hinausgehen möchte oder lieber auf einer niedrigeren Bank sitzt, gibt es keinen Grund, das zu kommentieren.

Die häufigsten Anfängerfehler

Viele Menschen glauben beim ersten Saunabesuch, sie müssten sofort auf der obersten Bank sitzen, weil dort angeblich „richtig“ sauniert wird. Tatsächlich ist es dort einfach am heißesten.

Eine untere oder mittlere Bank ist gerade am Anfang häufig wesentlich angenehmer und ermöglicht es, die eigene Reaktion besser einzuschätzen.

Ein weiterer typischer Fehler besteht darin, unbedingt eine bestimmte Zeit schaffen zu wollen. Wenn Ihnen bereits nach wenigen Minuten genug ist, gehen Sie hinaus.

Auch mehrere heiße Aufgüsse direkt hintereinander, zu wenig Pausen, Alkohol, zu wenig Flüssigkeit oder ein sehr voller Magen können aus einem entspannten Saunatag unnötig anstrengende Stunden machen.

Wann Sie die Sauna sofort verlassen sollten

Ein starkes Wärmegefühl und Schwitzen sind normal. Deutlicher Schwindel, starke Übelkeit, ausgeprägte Schwäche, Atemnot, Schmerzen oder Druck in der Brust, ungewöhnlich starkes Herzrasen oder das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden, gehören dagegen nicht zu einem normalen angenehmen Saunagang.

Wenn solche Beschwerden auftreten, verlassen Sie den Raum und setzen oder legen Sie sich anschließend sicher hin.

Bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden sollte Unterstützung geholt werden.

Ein Saunagang darf intensiv sein, aber er darf sich nicht gefährlich anfühlen.

Welche Sauna passt zu Ihnen?

Wenn Sie kräftige, eher trockene Hitze mögen, könnte die finnische Sauna gut zu Ihnen passen. Wenn Ihnen solche Temperaturen zu viel werden, ist eine Warmluft- oder Biosauna möglicherweise angenehmer.

Wenn Sie feuchte Wärme mögen, probieren Sie ein Dampfbad. Wenn Sie lieber bei niedrigerer Raumtemperatur warm werden möchten, kann eine Infrarotkabine interessant sein.

Wer Tradition und kräftigeren Dampf erleben möchte, findet in der russischen Banja ein ganz anderes Erlebnis. Wer Wärme, Wasser und Körperpflege miteinander verbinden möchte, wird das Hamam möglicherweise besonders mögen.

Und wenn Sie einmal nach Japan oder Südkorea reisen, zeigen Onsen und Jjimjilbang, dass Wärmekultur noch viel weiter gehen kann als eine klassische Sauna.

Welche Sauna ist die gesündeste?

Eine Saunaart, die für jeden Menschen die gesündeste ist, gibt es nicht.

Ein gesunder und erfahrener Saunagänger kann hohe Temperaturen hervorragend vertragen, während sich jemand anderes bei deutlich milderer Wärme wesentlich besser fühlt.

Für manche ist das Dampfbad angenehm, andere bevorzugen trockene Hitze oder Infrarot.

Entscheidend ist nicht, welche Sauna besonders beeindruckend klingt, sondern welche Form der Wärme zu Ihrem Körper und Ihrem Gesundheitszustand passt.

Wie häufig sollte man saunieren?

Auch dafür gibt es keine Zahl, die für jeden Menschen gelten muss.

Manche gehen einmal pro Woche, andere im Winter häufiger und im Sommer kaum. Wieder andere besuchen nur gelegentlich eine Sauna.

Wenn regelmäßiges Saunieren gut in Ihren Alltag passt und Sie sich danach erholt fühlen, kann daraus eine schöne Gewohnheit werden.

Wenn Sie nur gelegentlich Lust darauf haben, ist das genauso in Ordnung. Erholung verliert ihren Sinn, wenn sie zum nächsten Termin wird, den man unbedingt noch erledigen muss.

Saunarituale weltweit – überall Wärme und trotzdem überall anders

Wenn man all diese Traditionen nebeneinander betrachtet, wird erst richtig deutlich, wie unterschiedlich Menschen Wärme erleben. In Finnland bestimmen heiße Steine und Löyly das Erlebnis, in der Rauchsauna kommen Feuer, Holz und eine alte Heiztradition hinzu, während in Russland der feuchte Dampf und der Venik eine besondere Rolle spielen. Deutschland wiederum hat aus dem Aufguss teilweise eine eigene Kunstform entwickelt, bei der Technik, Duft und Inszenierung miteinander verbunden werden.

Im Hamam steht dagegen nicht das möglichst intensive Schwitzen im Mittelpunkt, sondern die Verbindung aus warmer Umgebung, Wasser, Kese, Schaum und Körperpflege. In Japan kommt die Wärme nicht aus einem Ofen, sondern aus natürlichen heißen Quellen, und im koreanischen Jjimjilbang wird aus dem Besuch eine ganze Freizeit- und Erholungskultur, bei der Wärme nur ein Teil des Tages ist.

Gerade deshalb wäre es schade, all diese Traditionen einfach unter dem einen Wort „Sauna“ zusammenzufassen. Sie zeigen, dass Wärme in verschiedenen Ländern ganz unterschiedliche Bedeutungen bekommen kann: einmal als Familienritual, einmal als Ort der Körperpflege, einmal als gemeinschaftlicher Treffpunkt und einmal als ganz bewusste Rückzugsmöglichkeit. Diese Unterschiede machen das Thema nicht komplizierter, sondern interessanter.

Was Sauna nicht leisten muss

Sauna muss Ihren Körper nicht entgiften, keine Erkältung heilen, keine Sporteinheit ersetzen und auch kein Körperfett wegschwitzen. Sie muss keine Krankheit behandeln und sie muss weder besonders heiß noch besonders lang sein, damit sie sinnvoll ist.

Gerade wenn man diese Erwartungen weglässt, bleibt erstaunlich viel übrig. Wärme kann angenehm sein, Ruhe kann guttun und der Wechsel zwischen Hitze, Abkühlung und Pause kann sich sehr erholsam anfühlen. Dazu kommt etwas, das im Alltag leicht verloren geht: eine Zeitspanne, in der Sie einfach nur da sein können, ohne etwas leisten zu müssen.

Vielleicht ist genau das die schönste Seite des Saunierens. Nicht ständig danach zu fragen, was es „bringen“ muss, sondern wahrzunehmen, ob es Ihnen guttut.

Fazit: Gute Sauna fühlt sich nicht nach Durchhalten an

Ein guter Saunatag muss weder spektakulär noch besonders anspruchsvoll sein. Sie müssen nicht die heißeste Sauna wählen, nicht jeden Aufguss mitmachen und auch nicht ins Eiswasser springen, wenn Sie sich damit unwohl fühlen. Viel wichtiger ist, dass Sie herausfinden, welche Art von Wärme zu Ihnen passt und wie Ihr Körper darauf reagiert.

Vielleicht ist es die trockene Hitze einer finnischen Sauna, vielleicht eine mildere Warmluftsauna, ein Dampfbad, eine Infrarotkabine oder ein ruhiger Duftaufguss. Vielleicht reizt Sie die russische Banja mit ihrem Venik, das warme Marmorritual eines Hamams oder das stille Baden in einem japanischen Onsen. Jede dieser Traditionen geht einen anderen Weg, und gerade deshalb lohnt es sich, sie nicht miteinander zu vergleichen, sondern sie als unterschiedliche Möglichkeiten zu betrachten.

Was sie miteinander verbindet, ist etwas erstaunlich Einfaches: Menschen nehmen sich Zeit, werden warm, kommen zur Ruhe, kühlen sich wieder ab und verlassen für eine Weile den Rhythmus des normalen Tages. Kein Leistungsdruck, keine Pflicht, kein Wettbewerb.

Und vielleicht ist genau das der schönste Teil des Saunierens: nicht noch mehr zu tun, sondern für eine Weile weniger.


 

Quellen und fachliche Orientierung

Deutsche Herzstiftung – Informationen zu Sauna, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Abkühlung
https://herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/sauna-mit-krankem-herz

Deutscher Sauna-Bund – Saunaregeln, Aufgüsse und verschiedene Saunaformen
https://sauna-bund.de/

Deutscher Sauna-Bund – Saunabaden im Kindesalter
https://sauna-bund.de/saunabaden-im-kindesalter/

Deutscher Sauna-Bund – Informationen und Richtlinien zu Saunaaufgüssen
https://sauna-bund.de/

Bundesinstitut für Risikobewertung – ätherische Öle und besondere Vorsicht bei kleinen Kindern
https://www.bfr.bund.de/

Finnish Sauna Society – Informationen zur finnischen Sauna, zu Rauchsauna, Kindern und Birkenzweigen
https://sauna.fi/en/

UNESCO – Sauna Culture in Finland
https://ich.unesco.org/en/RL/sauna-culture-in-finland-01596

UNESCO – Smoke Sauna Tradition in Võromaa, Estonia
https://ich.unesco.org/en/RL/smoke-sauna-tradition-in-voromaa-00951

familienplanung.de – Informationen zu Sauna während der Schwangerschaft
https://www.familienplanung.de/

American College of Obstetricians and Gynecologists – Hinweise zu starker Hitze in der frühen Schwangerschaft
https://www.acog.org/

Centers for Disease Control and Prevention – Informationen zu Hitze und Medikamenten
https://www.cdc.gov/heat-health/

Mayo Clinic – Informationen zu Infrarotsaunen
https://www.mayoclinic.org/

National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases – Aufgaben der Nieren und Ausscheidung
https://www.niddk.nih.gov/

American Academy of Dermatology – Informationen zu empfindlicher Haut und Neurodermitis
https://www.aad.org/

Japan National Tourism Organization – Onsen, Sento und japanische Baderegeln
https://www.japan.travel/

Ministry of the Environment Japan – Informationen zu natürlichen heißen Quellen
https://www.env.go.jp/en/

GoTürkiye – Hamam-Kultur und traditionelle Hamam-Rituale
https://goturkiye.com/

Türkiye Kültür Portalı – Geschichte und Kultur traditioneller Hamams
https://www.kulturportali.gov.tr/

Korea Tourism Organization – Informationen zu Jjimjilbang und koreanischer Badekultur
https://english.visitkorea.or.kr/

Hinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche medizinische Beratung. Wenn bei Ihnen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, eine andere relevante Vorerkrankung oder eine Schwangerschaft mit Besonderheiten besteht oder Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, die Kreislauf oder Flüssigkeitshaushalt beeinflussen, sollte individuell geklärt werden, welche Form und Intensität des Saunierens für Sie geeignet ist. Für Kinder und Jugendliche gelten zusätzlich die Alters- und Hausregeln der jeweiligen Saunaanlage; besonders bei kleinen Kindern sollten sehr heiße Erwachsenenaufgüsse und starke ätherische Öle vermieden werden.

Bilder und Bildquellen

Die im Beitrag verwendeten Bilder und Illustrationen dienen der anschaulichen Darstellung der verschiedenen Saunaarten, Aufgüsse und internationalen Badekulturen. Eigene Grafiken und speziell für diesen Beitrag erstellte Illustrationen werden entsprechend als eigene Darstellung gekennzeichnet. Bei extern verwendeten Bildern werden Urheber, Plattform beziehungsweise Bildquelle und – soweit erforderlich – die jeweilige Lizenz direkt angegeben.

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