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Blutzucker richtig verstehen: Was Ihre Werte bedeuten und wie Sie zuverlässig messen
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Blutzucker richtig verstehen: Was Ihre Werte bedeuten und wie Sie zuverlässig messen

Vielleicht kennen Sie diese Situation: Sie messen Ihren Blutzucker und auf dem Gerät steht plötzlich 168 mg/dl. Ist das schon zu hoch? Oder Sie tragen einen Glukosesensor, schauen nach dem Essen auf Ihr Smartphone und sehen einen deutlich steigenden Pfeil. Muss jetzt sofort etwas passieren? Vielleicht zeigt der Sensor nachts sogar einen sehr niedrigen Wert an, obwohl Sie sich vollkommen normal fühlen, und wenige Minuten später sieht die Kurve wieder ganz anders aus.

Blutzuckerwerte können auf den ersten Blick verwirrend sein, denn eine Zahl allein erzählt noch nicht die ganze Geschichte. Entscheidend ist immer, wann gemessen wurde, ob Sie zuvor gegessen oder sich bewegt haben, welche Medikamente Sie einnehmen, ob Sie Insulin spritzen und ob der Wert aus einem Blutstropfen oder von einem Glukosesensor stammt. Genau deshalb bringt es wenig, jeden Wert sofort als „gut“ oder „schlecht“ einzuordnen.

Für viele Menschen mit Diabetes gehört die Glukosekontrolle ganz selbstverständlich zum Alltag. Manche messen mit einem kleinen Blutstropfen aus der Fingerbeere, während andere einen Sensor tragen, der die Glukose rund um die Uhr im Unterhautfettgewebe misst. Beide Methoden können sehr hilfreich sein, funktionieren aber nicht auf genau dieselbe Weise.

Dieser Unterschied ist wichtig, denn gerade moderne Sensoren liefern heute viel mehr als nur einen einzelnen Messwert. Sie zeigen einen Verlauf, erkennen steigende oder fallende Werte und können vor einer möglichen Unter- oder Überzuckerung warnen. Trotzdem hat auch das klassische Blutzuckermessgerät weiterhin seinen Platz, besonders dann, wenn ein Sensorwert nicht zu Ihrem Befinden passt oder die Glukose gerade sehr schnell steigt oder fällt.

Das Ziel sollte deshalb nicht sein, möglichst oft irgendeine Zahl zu messen, sondern zu verstehen, warum Sie messen, was der Wert in dieser Situation bedeutet und welche Konsequenz sich daraus ergibt.

Merkkasten – ein Wert ist immer nur ein Teil des Bildes:
Ein Blutzuckerwert sollte immer zusammen mit dem Zeitpunkt der Messung betrachtet werden. Ein Wert nach einer Mahlzeit kann ganz anders eingeordnet werden als derselbe Wert morgens nüchtern. Bei Menschen mit Diabetes kommen außerdem Therapie, Insulin, Bewegung, Krankheit und persönliche Zielwerte hinzu.

Was bedeutet „Blutzucker“ überhaupt?

Wenn wir im Alltag vom Blutzucker sprechen, meinen wir die Glukose im Blut. Glukose ist ein wichtiger Energielieferant des Körpers. Besonders das Gehirn und die Muskulatur benötigen kontinuierlich Energie, und ein Teil davon wird durch Glukose bereitgestellt.

Nach einer Mahlzeit werden Kohlenhydrate aus Lebensmitteln wie Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Obst oder Milch während der Verdauung in kleinere Zuckerbausteine zerlegt. Die Glukose gelangt anschließend ins Blut und der Blutzucker steigt an.

Bei einem gesunden Stoffwechsel reagiert die Bauchspeicheldrüse darauf mit der Ausschüttung von Insulin. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Glukose aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Nach einiger Zeit sinkt der Blutzucker deshalb wieder.

Es ist also vollkommen normal, dass der Blutzucker im Laufe eines Tages schwankt. Er soll nicht wie eine gerade Linie aussehen. Essen, Bewegung, Hormone, Schlaf, Stress und Erkrankungen sorgen dafür, dass sich die Werte ständig verändern. Auch im Ausgangstext wird deshalb ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Glukosewerte über den Tagesverlauf natürlicherweise schwanken.

Nüchtern, nach dem Essen oder irgendwann zwischendurch – der Zeitpunkt macht einen großen Unterschied

Wenn Sie einen Blutzuckerwert beurteilen möchten, sollten Sie zuerst überlegen, wann er gemessen wurde.

Ein Nüchternwert wird üblicherweise morgens bestimmt, nachdem mehrere Stunden nichts gegessen wurde. Bei Menschen ohne bekannten Diabetes liegt die Nüchternplasmaglukose normalerweise unter 100 mg/dl beziehungsweise unter 5,6 mmol/l. Werte ab 126 mg/dl beziehungsweise 7,0 mmol/l können auf einen Diabetes hinweisen, müssen für eine Diagnose aber ärztlich und mit geeigneten Labormethoden eingeordnet werden.

Nach einer Mahlzeit steigt die Glukose dagegen an. Bei Menschen ohne Diabetes liegt der Wert zwei Stunden nach einer standardisierten Glukosebelastung normalerweise unter 140 mg/dl beziehungsweise 7,8 mmol/l. Ein einzelner Wert kurz nach dem Essen kann selbstverständlich höher sein, weil die Mahlzeit zu diesem Zeitpunkt gerade verarbeitet wird.

Genau deshalb sollten Sie nicht beispielsweise einen Wert von 150 mg/dl direkt nach dem Essen mit einem nüchtern gemessenen Wert von 150 mg/dl gleichsetzen.

Tipp:
Wenn Sie Werte notieren, schreiben Sie nicht nur die Zahl auf, sondern auch den Zusammenhang, zum Beispiel „vor Frühstück“, „zwei Stunden nach Mittagessen“, „nach 45 Minuten Spaziergang“ oder „bei Infekt“. Dadurch werden Ihre Aufzeichnungen wesentlich aussagekräftiger.

Welche Werte gelten als normal?

Für Menschen ohne bekannten Diabetes können Laborwerte zur Orientierung ungefähr so eingeordnet werden:

Diese Werte dienen der ärztlichen Einordnung eines Zuckerstoffwechsels. Sie sollten jedoch nicht dazu führen, dass Sie zu Hause anhand eines einzigen Messwertes selbst eine Diabetesdiagnose stellen.

Die Nationale VersorgungsLeitlinie weist ausdrücklich darauf hin, dass zur Diagnosestellung möglichst standardisierte Laboruntersuchungen aus venösem Blut verwendet werden sollen. Geräte für die Selbstmessung sind für eine sichere Diabetesdiagnose in der Regel nicht ausreichend.

Das ist wichtig, weil Messgeräte zu Hause für die Steuerung einer bestehenden Diabetesbehandlung hervorragend geeignet sein können, aber eine medizinische Diagnose andere Anforderungen an die Genauigkeit stellt.

Merkkasten – hoher Wert zu Hause bedeutet nicht automatisch Diabetes:
Wenn Sie ohne bekannte Diabeteserkrankung wiederholt ungewöhnlich hohe Werte messen, lassen Sie diese in Ihrer Arztpraxis überprüfen. Ein einzelner Wert aus einem Heimgerät sollte weder Panik auslösen noch zu einer eigenen Diagnose führen.

Bei Diabetes gelten persönliche Zielwerte

Wenn Sie bereits Diabetes haben, sind die sogenannten Normwerte gesunder Menschen nicht automatisch Ihre persönlichen Therapieziele.

Je nach Diabetesform, Alter, Medikamenten, Schwangerschaft, Begleiterkrankungen und Risiko für Unterzuckerungen können die Zielbereiche unterschiedlich festgelegt werden.

Besonders bei einer Insulintherapie geht es nicht darum, jeden Wert möglichst niedrig zu halten. Zu aggressive Zielwerte können das Risiko gefährlicher Unterzuckerungen erhöhen. Deshalb wird gemeinsam mit Ihrem Diabetes-Team festgelegt, welcher Bereich für Sie sinnvoll ist.

Bei Menschen, die einen CGM-Sensor tragen, wird heute häufig die sogenannte Time in Range, also die Zeit im Zielbereich, betrachtet. Für viele nicht schwangere Erwachsene mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes dient der Bereich zwischen 70 und 180 mg/dl beziehungsweise 3,9 und 10,0 mmol/l als wichtige Orientierung. Häufig wird angestrebt, mehr als 70 Prozent des Tages in diesem Bereich zu verbringen, wobei diese Ziele individuell angepasst werden müssen.

Das ist häufig hilfreicher, als sich nur auf den HbA1c oder einzelne besonders hohe beziehungsweise niedrige Werte zu konzentrieren.

Der HbA1c ist etwas anderes als der aktuelle Blutzucker

Neben den täglichen Glukosewerten wird bei Menschen mit Diabetes regelmäßig der HbA1c-Wert bestimmt. Er wird manchmal vereinfacht als Langzeitblutzucker bezeichnet.

Während Ihr Messgerät Ihnen zeigt, was gerade jetzt passiert, gibt der HbA1c einen Eindruck davon, wie die Glukosewerte in den vergangenen etwa acht bis zwölf Wochen durchschnittlich waren.

Damit beantwortet er eine ganz andere Frage als der einzelne Fingerwert.

Sie können beispielsweise an einem Morgen einen hervorragenden Nüchternwert haben und trotzdem einen erhöhten HbA1c, wenn die Werte an vielen anderen Tagen oder nach Mahlzeiten häufig deutlich höher waren.

Umgekehrt sagt ein guter HbA1c nicht unbedingt, dass es überhaupt keine starken Schwankungen gibt. Sehr niedrige und sehr hohe Werte können sich im Durchschnitt teilweise gegenseitig ausgleichen. Gerade deshalb liefern CGM-Systeme heute zusätzliche Informationen darüber, wie viel Zeit tatsächlich im Zielbereich verbracht wird.

Blutzucker am Finger messen – die klassische Methode bleibt wichtig

Bei der klassischen Selbstmessung wird ein kleiner Blutstropfen aus der Fingerbeere gewonnen und auf einen passenden Teststreifen gegeben. Das Messgerät zeigt wenige Sekunden später den aktuellen Blutzuckerwert an.

Der große Vorteil dieser Methode besteht darin, dass Sie den Blutzucker direkt in diesem Moment messen. Der Nachteil ist, dass Sie nur einen einzelnen Punkt sehen und nicht wissen, was zwischen zwei Messungen passiert ist.

Ein Wert von 95 mg/dl kann beispielsweise stabil sein, gerade schnell sinken oder aus einem deutlich höheren Bereich kommen. Das normale Messgerät zeigt Ihnen diese Entwicklung nicht. Genau darin liegt der große Unterschied zum Sensor.

Trotzdem bleibt das Blutzuckermessgerät auch im Zeitalter von Sensoren wichtig. Es ist eine gute Rückfallebene, wenn der Sensor ausfällt oder seine Anzeige nicht zu Ihrem Befinden passt.

So messen Sie am Finger möglichst zuverlässig

Für eine gute Messung brauchen Sie keine komplizierte Vorbereitung. Wichtig sind ein geeignetes Blutzuckermessgerät, der passende Teststreifen und eine Stechhilfe mit Lanzette.

Waschen Sie Ihre Hände vor der Messung gründlich mit Wasser und Seife und trocknen Sie sie anschließend wirklich gut ab. Gerade dieser scheinbar kleine Schritt ist entscheidend. Wenn beispielsweise noch Fruchtsaft, Marmelade oder andere zuckerhaltige Essensreste an einem Finger kleben, kann der gemessene Wert deutlich zu hoch erscheinen. Nasse Hände können das Blut dagegen verdünnen und dadurch das Ergebnis verfälschen.

Stechen Sie am besten seitlich in die Fingerbeere und nicht genau in die empfindliche Mitte. Dort wird der Stich häufig als weniger unangenehm empfunden. Anschließend reicht ein kleiner Blutstropfen, den der Teststreifen aufnehmen kann.

Versuchen Sie nicht, den Finger mit großer Kraft auszupressen. Starkes Quetschen kann dazu führen, dass zusätzlich Gewebsflüssigkeit austritt und das Ergebnis beeinflusst wird. Wärmen Sie kalte Hände lieber vorher etwas auf oder lassen Sie den Arm kurz nach unten hängen, damit die Durchblutung besser wird.

Der Ausgangstext beschreibt diese Schritte ebenfalls als Grundlage für eine zuverlässige Selbstmessung.

Tipp für empfindliche Finger:
Wechseln Sie die Einstichstellen regelmäßig und nutzen Sie unterschiedliche Finger. Häufiges Stechen immer an genau derselben Stelle kann die Haut unnötig reizen. Eine passende, möglichst geringe Stechtiefe kann ebenfalls helfen, wenn trotzdem genügend Blut gewonnen wird.

Muss der erste Blutstropfen immer weggewischt werden?

Wenn Ihre Hände sauber gewaschen und vollständig getrocknet wurden, ist eine normale Messung mit dem gewonnenen Blutstropfen möglich.

Unterwegs ist Händewaschen allerdings nicht immer möglich. Wenn die Finger möglicherweise verschmutzt sind, ist eine Messung schwieriger zuverlässig zu beurteilen. Der Ausgangstext empfiehlt in solchen Situationen, den ersten Tropfen abzuwischen.

Noch besser ist es jedoch, wenn möglich vor der Messung saubere Hände zu haben, weil bereits geringe Zuckerreste an der Haut einen Wert erheblich verfälschen können.

Wenn ein Wert überhaupt nicht zum eigenen Gefühl passt

Stellen Sie sich vor, Ihr Messgerät zeigt plötzlich 320 mg/dl, obwohl Sie wenige Minuten zuvor einen völlig normalen Wert hatten und sich auch nicht anders fühlen. Oder der Wert erscheint unerwartet sehr niedrig.

Bevor Sie eine wichtige Therapieentscheidung auf einen offensichtlich ungewöhnlichen Messwert stützen, lohnt es sich, kurz nach möglichen Fehlerquellen zu suchen.

Waschen und trocknen Sie die Hände erneut, nehmen Sie einen frischen Teststreifen und wiederholen Sie die Messung. Auch diabinfo empfiehlt eine Wiederholungsmessung, wenn das Ergebnis überhaupt nicht zu den Beschwerden beziehungsweise der Situation passt.

Gerade bei einer Insulintherapie ist dieser kleine Kontrollschritt wichtig, denn eine unnötige Korrekturdosis aufgrund eines falschen hohen Wertes kann anschließend eine echte Unterzuckerung verursachen.

Merkkasten – erst prüfen, dann handeln:
Ein völlig unerwarteter Messwert sollte vor einer größeren Therapieentscheidung nach Möglichkeit überprüft werden. Besonders wenn der Wert überhaupt nicht zu Ihrem Befinden oder zum bisherigen Verlauf passt, kann eine zweite Messung sinnvoll sein.

Sensor statt Finger – was wird bei CGM eigentlich gemessen?

Ein CGM-System misst nicht direkt die Glukose im Blut. Der kleine Sensor sitzt im Unterhautfettgewebe und misst dort die Glukose in der Flüssigkeit zwischen den Zellen.

Das klingt zunächst nach einem unbedeutenden Unterschied, ist aber für die Interpretation sehr wichtig.

Wenn Ihr Blutzucker gerade relativ stabil ist, liegen Blut- und Sensorwert häufig nah beieinander. Wenn sich die Glukose dagegen schnell verändert, kann der Sensorwert zeitlich etwas hinterherhinken. Das passiert beispielsweise nach dem Essen, während sportlicher Aktivität oder bei einer schnell beginnenden Unterzuckerung.

Deshalb können Finger und Sensor durchaus unterschiedliche Zahlen zeigen, ohne dass zwangsläufig eines der Geräte kaputt ist.

Der Trendpfeil ist manchmal wichtiger als die einzelne Zahl

Einer der größten Vorteile eines Sensors besteht darin, dass er nicht nur einen Wert zeigt, sondern auch die Richtung.

Stellen Sie sich zwei Situationen vor: In beiden Fällen zeigt der Sensor 95 mg/dl.

Im ersten Fall verläuft die Kurve seit längerer Zeit stabil und der Pfeil zeigt geradeaus. Im zweiten Fall kommt der Wert von 160 mg/dl und der Pfeil zeigt deutlich nach unten.

Die Zahl ist identisch, die Situation aber vollkommen unterschiedlich.

Genau deshalb sollten Menschen mit CGM-System nicht nur auf den aktuellen Wert schauen, sondern auch auf Trendpfeil und Verlauf. Die Systeme messen alle paar Minuten und können dadurch Entwicklungen erkennen, die bei einer einzelnen Fingerblutzuckermessung verborgen bleiben.

Gerade bei Insulintherapie, Sport oder nachts kann diese Information sehr hilfreich sein.

Wann sollten Sie trotz Sensor am Finger messen?

Moderne CGM-Systeme haben die tägliche Anzahl von Fingerstichen für viele Menschen deutlich reduziert. Trotzdem sollte ein klassisches Blutzuckermessgerät nicht einfach vollständig aus dem Haushalt verschwinden.

Eine zusätzliche Fingerblutzuckermessung ist besonders sinnvoll, wenn der Sensorwert nicht zu Ihren körperlichen Beschwerden passt. Wenn Ihr Sensor beispielsweise eine deutliche Unterzuckerung anzeigt, Sie sich vollkommen normal fühlen und die Kurve ungewöhnlich aussieht, kann eine Kontrollmessung Klarheit bringen. Umgekehrt gilt das Gleiche, wenn Sie typische Unterzuckerungsbeschwerden haben, der Sensor aber noch einen normalen Wert anzeigt.

Auch bei sehr schnellen Veränderungen kann der Blutwert dem Gewebewert zeitlich voraus sein. Diabinfo empfiehlt deshalb gerade bei stark steigenden oder fallenden Werten eine zusätzliche Messung am Finger.

Ein Messgerät mit Teststreifen gehört deshalb auch dann zur Diabetesausrüstung, wenn Sie Ihren Sensor im Alltag fast ausschließlich nutzen.

Tipp:
Bewahren Sie Ihr Blutzuckermessgerät nicht irgendwo ganz hinten im Schrank auf, nur weil Ihr Sensor zuverlässig läuft. Prüfen Sie gelegentlich, ob ausreichend passende und noch haltbare Teststreifen vorhanden sind, damit Sie das Gerät tatsächlich nutzen können, wenn Sie es benötigen.

Der Sensor zeigt nachts plötzlich zu niedrige Werte – was kann dahinterstecken?

Ein Phänomen, das Sensorträger manchmal verunsichert, sind scheinbar niedrige Werte in der Nacht, die kurz nach einer Änderung der Schlafposition plötzlich wieder ansteigen.

Wenn Sie direkt auf dem Sensor liegen und längere Zeit Druck auf die Stelle ausüben, kann dies bei manchen Systemen zu falsch niedrigen Anzeigen führen. Solche sogenannten Druckeffekte sind als mögliche Einflussgröße auf CGM-Messungen bekannt.

Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder nächtliche Alarm falsch ist. Eine echte Unterzuckerung muss ernst genommen werden.

Wenn ein ungewöhnlicher Sensorwert jedoch überhaupt nicht zum eigenen Befinden passt, die Kurve plötzlich ohne erkennbare Ursache stark absinkt und Sie gerade auf dem Sensor gelegen haben, kann eine Fingerblutzuckermessung helfen, die Situation richtig einzuordnen.

Alarme sind hilfreich – aber sie sollten zu Ihrem Alltag passen

Viele Sensoren können vor hohen oder niedrigen Glukosewerten warnen. Das ist ein großer Vorteil, besonders bei Menschen mit einer Insulintherapie oder erhöhtem Risiko für Unterzuckerungen.

Zu viele Alarme können allerdings irgendwann genau das Gegenteil bewirken. Wenn ein Gerät ständig piept, obwohl keine unmittelbare Handlung notwendig ist, entsteht schnell eine sogenannte Alarmmüdigkeit und Warnungen werden irgendwann nur noch weggeklickt.

Deshalb sollten Alarmgrenzen gemeinsam mit dem Diabetes-Team sinnvoll eingestellt und an die persönliche Situation angepasst werden. Die niedrigste denkbare Grenze ist nicht automatisch die beste Einstellung.

Bei Kindern kann das besonders wichtig sein, weil häufig auch Eltern Werte über eine App verfolgen und dadurch rund um die Uhr mit jeder kleineren Bewegung der Glukosekurve konfrontiert werden.

Die Technik soll Sicherheit schaffen und nicht dazu führen, dass das gesamte Familienleben nur noch aus Alarmen besteht.

Time in Range – warum der gesamte Tag wichtiger ist als der einzelne Ausreißer

Früher wurden Diabeteswerte häufig sehr stark anhand einzelner Messungen oder des HbA1c beurteilt. Mit CGM-Systemen lässt sich heute viel genauer sehen, wie sich die Glukose über den ganzen Tag entwickelt.

Die Time in Range zeigt, wie viel Prozent der Zeit sich die Glukose innerhalb des individuell festgelegten Zielbereiches befindet.

Für viele Erwachsene mit Diabetes wird häufig der Bereich von 70 bis 180 mg/dl beziehungsweise 3,9 bis 10,0 mmol/l verwendet. Ein häufig genannter Orientierungswert ist, mehr als 70 Prozent der Zeit darin zu verbringen. Die aktuellen Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft führen diese Werte ebenfalls als Orientierung für viele Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes auf.

Dabei sollte dieser Wert nicht zur nächsten Schulnote werden.

Wenn Ihre Time in Range heute bei 68 Prozent liegt, haben Sie nicht „versagt“. Viel hilfreicher ist die Frage, ob sich über längere Zeit ein Muster zeigt und an welcher Stelle eventuell etwas verbessert werden kann.

Unter 70 mg/dl – wann spricht man von Unterzuckerung?

Bei Menschen mit Diabetes gilt ein Glukosewert unter 70 mg/dl beziehungsweise 3,9 mmol/l als Unterzuckerung beziehungsweise als Bereich, in dem gehandelt und genauer aufgepasst werden sollte.

Typische Beschwerden können Zittern, Schwitzen, Herzklopfen, Heißhunger, Konzentrationsschwierigkeiten, Unruhe oder eine ungewöhnliche Gereiztheit sein. Je stärker der Wert fällt, desto deutlicher können Verwirrtheit oder neurologische Beschwerden werden.

Bei einer leichten Unterzuckerung können schnell wirksame Kohlenhydrate wie Traubenzucker oder ein zuckerhaltiges Getränk helfen, sofern die Person wach ist und sicher schlucken kann. Eine schwere Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit oder Krampfanfällen ist dagegen ein Notfall.

Einer bewusstlosen Person dürfen keine Getränke oder Lebensmittel eingeflößt werden. Bei Menschen mit entsprechendem Risiko kann Glukagon als Notfallmedikament vorhanden sein, und bei einer schweren Situation sollte der Rettungsdienst über 112 gerufen werden.

Ein hoher Wert ist nicht automatisch ein Notfall

Auch Werte oberhalb des persönlichen Zielbereiches kommen bei Diabetes vor. Eine Mahlzeit kann anders wirken als erwartet, ein Infekt beginnt, Stress verändert den Stoffwechsel oder eine Insulindosis war nicht ausreichend.

Ein einzelner höherer Wert muss deshalb nicht sofort gefährlich sein.

Wichtig wird die Situation, wenn Werte deutlich erhöht bleiben, Beschwerden wie starker Durst, häufiges Wasserlassen, Übelkeit oder ausgeprägte Müdigkeit hinzukommen oder bei Typ-1-Diabetes beziehungsweise Pumpentherapie ein Insulinmangel vermutet wird.

Besonders bei Typ-1-Diabetes können hohe Werte gemeinsam mit Ketonen auf die Entwicklung einer Ketoazidose hinweisen. Das persönliche Vorgehen bei hohen Werten und die Frage, wann Ketone gemessen werden sollen, gehört deshalb in die individuelle Diabetes-Schulung.

Warum Stress, Krankheit und Hormone die Werte verändern können

Manchmal scheint der Blutzucker ein Eigenleben zu entwickeln. Sie essen dasselbe Frühstück wie sonst und trotzdem ist der Wert plötzlich höher. Das muss nicht bedeuten, dass Sie falsch gerechnet haben.

Bei Stress und Erkrankungen schüttet der Körper Hormone aus, die den Glukosestoffwechsel beeinflussen können. Auch hormonelle Veränderungen während des Menstruationszyklus, der Pubertät oder Schwangerschaft können die Werte verändern.

Ein weiterer bekannter Effekt ist das sogenannte Dawn-Phänomen. Dabei können Hormone in den frühen Morgenstunden dafür sorgen, dass die Glukose ansteigt, obwohl noch gar nichts gegessen wurde. Der Ausgangstext nennt Hormone, Stress und Infekte deshalb ausdrücklich als mögliche Ursachen unerwarteter Schwankungen.

Gerade wenn Sie einen Sensor tragen, werden solche Muster häufig erstmals sichtbar.

Bewegung kann den Glukosewert verändern – manchmal noch Stunden später

Muskeln benötigen bei körperlicher Aktivität Energie und nehmen dafür vermehrt Glukose auf. Deshalb kann Bewegung den Glukosewert häufig senken.

Bei Menschen, die Insulin oder bestimmte blutzuckersenkende Medikamente verwenden, muss diese Wirkung besonders berücksichtigt werden, weil eine Unterzuckerung entstehen kann.

Die Reaktion ist jedoch nicht bei jeder Sportart gleich. Lange moderate Bewegung wie Radfahren oder Spazierengehen kann anders wirken als ein sehr intensives Kraft- oder Intervalltraining. Nach längerer körperlicher Aktivität kann die erhöhte Insulinempfindlichkeit außerdem noch einige Zeit anhalten.

Genau deshalb ist ein Sensor für sportlich aktive Menschen häufig sehr hilfreich: Sie können nicht nur den Wert während des Trainings beobachten, sondern auch sehen, wie sich die Glukose in den Stunden danach entwickelt.

Nicht jeder Mensch mit Typ-2-Diabetes muss mehrmals täglich messen

Wer Typ-1-Diabetes hat und Insulin benötigt, braucht eine sehr engmaschige Glukosekontrolle. Bei Typ-2-Diabetes sieht die Situation jedoch anders aus.

Wenn Sie keine Insulintherapie verwenden und auch keine Medikamente einnehmen, die Unterzuckerungen verursachen können, kann es sein, dass regelmäßige Laboruntersuchungen und der HbA1c für Ihre Behandlung ausreichen. Gesundheitsinformation.de weist darauf hin, dass bei Typ-2-Diabetes je nach Therapie Blutkontrollen im Abstand von Monaten ausreichend sein können, während bei einer intensivierten Insulinbehandlung häufige Messungen wesentlich wichtiger sind.

Deshalb bringt es nicht automatisch einen gesundheitlichen Vorteil, sich ohne konkreten Grund fünfmal am Tag in den Finger zu stechen.

Eine Selbstmessung ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie aus dem Ergebnis tatsächlich etwas ableiten können – beispielsweise eine Insulindosis anpassen, eine mögliche Unterzuckerung erkennen oder verstehen möchten, wie eine bestimmte Situation Ihren Glukosewert beeinflusst.

Merkkasten – messen mit einem Zweck:
Fragen Sie sich nicht nur „Wie oft soll ich messen?“, sondern auch „Was mache ich mit diesem Wert?“. Die Häufigkeit sollte zu Ihrer Diabetesform, Ihrer Behandlung und Ihren persönlichen Zielen passen.

Blutzuckertagebuch – trotz App manchmal erstaunlich hilfreich

Die meisten modernen Messgeräte und Sensoren speichern Werte automatisch. Trotzdem kann es sinnvoll sein, für eine gewisse Zeit zusätzliche Informationen zu notieren.

Dabei muss das Tagebuch keine endlose Zahlenliste werden. Viel hilfreicher sind kurze Hinweise darauf, was rund um auffällige Werte passiert ist.

Vielleicht war der ungewöhnlich hohe Wert nach dem Abendessen immer an den Tagen vorhanden, an denen Sie sehr spät gegessen haben. Vielleicht sinkt die Glukose regelmäßig mehrere Stunden nach dem Sport. Oder bestimmte Arbeitsdienste bringen den gesamten Tagesrhythmus durcheinander.

Solche Muster lassen sich gemeinsam mit Ihrem Diabetes-Team oft wesentlich besser beurteilen als einzelne Werte ohne Zusammenhang. Auch der Ausgangstext empfiehlt deshalb ein Tagebuch besonders dann, wenn Muster und Trends sichtbar gemacht werden sollen.

Tipp:
Notieren Sie bei Bedarf lieber wenige hilfreiche Informationen als jeden Wert doppelt. „Später Restaurantbesuch“, „Infekt“, „60 Minuten Radfahren“ oder „Sensorwechsel“ können manchmal mehr erklären als eine lange Tabelle voller Zahlen.

mg/dl oder mmol/l – zwei Einheiten für denselben Wert

Blutzuckerwerte werden je nach Region und Messgerät in zwei verschiedenen Einheiten angegeben. In Deutschland begegnen Ihnen sowohl mg/dl als auch mmol/l.

Deshalb können zwei Menschen scheinbar völlig unterschiedliche Zahlen nennen, obwohl ihre Glukose gleich hoch ist.

Ein Wert von:

90 mg/dl entspricht ungefähr 5,0 mmol/l.

180 mg/dl entspricht ungefähr 10,0 mmol/l.

Wenn Sie mg/dl in mmol/l umrechnen möchten, teilen Sie ungefähr durch 18. Für die umgekehrte Richtung multiplizieren Sie den mmol/l-Wert mit 18.

Am einfachsten ist es allerdings, sich an die Einheit zu halten, die Ihr Diabetes-Team und Ihre Geräte verwenden. Gerade bei Insulindosierungen sollten Einheiten nicht versehentlich verwechselt werden.

Urinzucker hat für die tägliche Steuerung nur eine begrenzte Aussagekraft

Früher wurde Diabetes häufiger über Zucker im Urin kontrolliert. Heute spielt diese Methode für die tägliche Therapie eine wesentlich kleinere Rolle.

Der Grund ist einfach: Glukose erscheint im Urin erst, wenn der Blutzucker eine gewisse Schwelle überschreitet, und diese Schwelle ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ein Urintest zeigt außerdem keinen genauen aktuellen Blutzuckerwert.

Der Ausgangstext nennt als grobe Orientierung eine Nierenschwelle um etwa 180 mg/dl, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass diese individuell deutlich unterschiedlich sein kann.

Für eine präzise Therapieentscheidung sind Blut- oder CGM-Messungen deshalb wesentlich hilfreicher.

Sensorstellen brauchen ebenfalls Aufmerksamkeit

Ein Sensor bleibt je nach System mehrere Tage auf der Haut. Dadurch kann es zu Hautreizungen kommen, besonders wenn immer wieder dieselbe Stelle verwendet wird oder die Haut empfindlich auf den Kleber reagiert.

Wechseln Sie die Sensorstelle entsprechend den Herstellerangaben und beobachten Sie Ihre Haut. Rötungen direkt nach dem Entfernen müssen nicht automatisch problematisch sein, aber stärkere Ekzeme, Blasen oder länger anhaltende Hautreaktionen sollten angesprochen werden.

Auch bei der Wahl der Körperstelle sollten Sie sich an die für das jeweilige System zugelassenen Bereiche halten, denn Position, Durchblutung und mechanische Belastung können die Messergebnisse beeinflussen.

Ein Sensor ist kein Grund, den eigenen Körper nicht mehr wahrzunehmen

Moderne Technik kann enorm viel Sicherheit geben. Gleichzeitig besteht die Gefahr, irgendwann stärker auf das Smartphone als auf den eigenen Körper zu hören.

Wenn Sie typische Symptome einer Unterzuckerung spüren, obwohl der Sensor noch einen normalen Wert zeigt, sollten Sie diese Beschwerden ernst nehmen. Dasselbe gilt umgekehrt für einen Sensoralarm, der überhaupt nicht zu Ihrer Situation passt.

Die beste Diabetesbehandlung verbindet deshalb Technik und Körpergefühl.

Ein Sensor liefert wichtige Informationen, aber er ersetzt nicht vollständig Ihre Wahrnehmung und Ihr Wissen darüber, wie sich niedrige oder hohe Werte bei Ihnen persönlich anfühlen.

Was Sie für eine zuverlässige Glukosemessung im Alltag beachten können

Situation Was hilfreich ist
Messung am Finger Hände vorher waschen und vollständig trocknen.
Ungewöhnlich hoher Fingerwert Hände erneut waschen und mit einem neuen Teststreifen wiederholen.
Blutstropfen sehr klein Finger nicht stark ausquetschen; besser Durchblutung fördern oder neu stechen.
Sensorwert passt nicht zum Befinden Wenn nötig mit dem Blutzuckermessgerät kontrollieren.
Glukose steigt oder fällt sehr schnell Beachten, dass der Gewebewert dem Blutwert zeitlich hinterherhinken kann.
Nächtlicher plötzlich niedriger Sensorwert Auch an Druck auf den Sensor denken und bei Zweifel gegenmessen.
Sport Nicht nur den aktuellen Wert, sondern auch Trend und Verlauf beobachten.
Hoher Wert bei Typ-1-Diabetes Persönliche Korrekturregeln beachten und je nach Situation Ketone kontrollieren.
Wiederholt auffällige Werte ohne bekannten Diabetes Nicht selbst diagnostizieren, sondern ärztlich mit Laborwerten abklären lassen.
Viele Messwerte ohne erkennbaren Nutzen Mit dem Diabetes-Team klären, welche Messungen wirklich notwendig sind.

Fazit: Blutzucker messen bedeutet nicht nur Zahlen sammeln

Ein Blutzuckermessgerät oder ein moderner Glukosesensor kann Ihnen sehr viele Informationen liefern. Wirklich hilfreich werden diese Werte aber erst dann, wenn Sie verstehen, in welchem Zusammenhang sie entstanden sind.

Ein Wert am Morgen nüchtern lässt sich nicht genauso beurteilen wie ein Wert direkt nach dem Essen. Ein Sensorwert ist nicht exakt dasselbe wie der Blutwert aus der Fingerbeere, weil der Sensor die Glukose im Unterhautfettgewebe misst und bei schnellen Veränderungen etwas zeitversetzt reagieren kann. Ein einzelner hoher Wert bedeutet nicht automatisch, dass Ihre gesamte Therapie schlecht ist, und auch ein einzelner niedriger Wert macht einen ansonsten guten Verlauf nicht zunichte.

Gerade moderne CGM-Systeme haben unseren Blick auf Diabetes verändert. Statt nur einzelne Messpunkte zu sehen, können Sie heute erkennen, wohin sich die Glukose bewegt, wie lange Sie sich im persönlichen Zielbereich befinden und welche Situationen wiederkehrende Veränderungen auslösen. Das kann unglaublich hilfreich sein, solange die Technik nicht dazu führt, dass Sie jede kleine Schwankung als Problem betrachten.

Wenn Sie am Finger messen, sind saubere und trockene Hände eine der einfachsten Möglichkeiten, falsche Werte zu vermeiden. Wenn ein Messwert überhaupt nicht zu Ihrem Befinden passt, kontrollieren Sie ihn lieber noch einmal, bevor Sie eine größere Therapieentscheidung treffen.

Und wenn Sie einen Sensor tragen, behalten Sie trotzdem ein klassisches Messgerät griffbereit. Gerade bei schnellen Veränderungen, einem technischen Problem oder einem Wert, der überhaupt nicht zu Ihren Beschwerden passt, kann die Fingerblutzuckermessung weiterhin sehr wertvoll sein.

Am wichtigsten bleibt jedoch, dass Ihre persönlichen Zielwerte zu Ihrer Behandlung passen. Menschen ohne Diabetes, Menschen mit Typ-1-Diabetes, Menschen mit Typ-2-Diabetes, ältere Menschen, Kinder und Schwangere brauchen nicht automatisch dieselben Grenzen.

Ein guter Glukosewert ist deshalb nicht einfach irgendeine Zahl aus einer Tabelle. Ein guter Wert ist ein Wert, den Sie im Zusammenhang verstehen und mit dem Sie gemeinsam mit Ihrem Diabetes-Team sicher umgehen können.

 


Quellen und weiterführende Informationen

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
Die DDG veröffentlicht aktuelle Praxisempfehlungen zur Glukosemessung und zum Diabetesmanagement. Die derzeit verfügbaren Praxisempfehlungen zur Glukosemessung sind Bestandteil der 2026 veröffentlichten Empfehlungen.

Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes
Die Leitlinie beschreibt unter anderem die medizinische Diagnostik von Diabetes und weist darauf hin, dass Selbstmessgeräte in der Regel nicht zur sicheren Diagnosestellung verwendet werden sollten.

Gesundheitsinformation.de
Unabhängige Patienteninformationen zur Blutzuckermessung, kontinuierlichen Glukosemessung sowie zum Umgang mit Über- und Unterzuckerungen.

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)
Informationen zur kontinuierlichen interstitiellen Glukosemessung bei insulinpflichtigem Diabetes und zur Versorgung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Diabinfo – Diabetesinformationsportal
Informationen zu Blut- und Gewebezuckermessung, CGM-Systemen, Messfehlern und Unterzuckerungen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine individuelle Diabetesberatung oder medizinische Untersuchung. Persönliche Glukosezielwerte, die Häufigkeit der Messungen, Insulinkorrekturen und das Vorgehen bei Unter- oder Überzuckerungen sollten gemeinsam mit Ihrem behandelnden Diabetes-Team festgelegt werden.

Wenn Sie ohne bekannte Diabeteserkrankung wiederholt deutlich erhöhte Werte messen, lassen Sie diese ärztlich mit geeigneten Laboruntersuchungen abklären. Bei Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen oder einer schweren Stoffwechselentgleisung sollte unverzüglich 112 gerufen werden.

Bildquelle

Bildquelle: Jennifer Orth Gesundheitsblog, KI-generiert

Wissenschaftlicher Stand

August 2026

 

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