Ernährungsberatung & Gesundheitsblog
Sie lesen gerade
Die Pille als Verhütung: Welche Arten es gibt, wie Sie sie richtig einnehmen und worauf Sie achten sollten
0
Baby,KInd & Familie Frauengesundheit Gesundheit Pubertät

Die Pille als Verhütung: Welche Arten es gibt, wie Sie sie richtig einnehmen und worauf Sie achten sollten

Wenn Sie sicher verhüten möchten, aber Ihren Körper gut verstehen wollen

Die Pille gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Verhütungsmitteln. Viele Menschen verbinden sie mit Sicherheit, Unabhängigkeit und einem gut planbaren Zyklus. Gleichzeitig gibt es heute deutlich mehr Fragen als früher: Welche Pille ist die richtige? Was ist der Unterschied zwischen Kombinationspille und Minipille? Ab welchem Alter darf man sie nehmen? Was passiert, wenn Sie eine Tablette vergessen? Und welche Risiken sollten Sie wirklich kennen?

Genau deshalb lohnt es sich, die Pille nicht einfach als „Standardlösung“ zu betrachten. Sie ist ein wirksames Medikament zur Schwangerschaftsverhütung, aber sie passt nicht automatisch zu jeder Person. Alter, Gesundheitszustand, Rauchen, Migräne, Blutdruck, Thromboserisiko, Stillzeit und persönliche Wünsche spielen eine wichtige Rolle. Internationale Fachstellen wie WHO, CDC und NHS empfehlen deshalb eine individuelle Beratung, bevor hormonelle Verhütung begonnen oder gewechselt wird.

Welche Arten der Pille gibt es?

Wenn von „der Pille“ gesprochen wird, sind eigentlich verschiedene Präparate gemeint. Die zwei wichtigsten Gruppen sind die Kombinationspille und die Minipille, auch Gestagenpille genannt. Beide sollen eine Schwangerschaft verhindern, unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Zusammensetzung, Einnahme und Verträglichkeit.

Die Kombinationspille enthält zwei Hormone: ein Östrogen und ein Gestagen. Sie verhindert vor allem den Eisprung. Zusätzlich verändert sie den Schleim am Gebärmutterhals, sodass Spermien schwerer in die Gebärmutter gelangen, und beeinflusst die Gebärmutterschleimhaut. Bei korrekter Einnahme gilt sie als sehr sicher. Der NHS beschreibt die kombinierte Pille als über 99 Prozent wirksam bei perfekter Anwendung.

Die Minipille enthält nur ein Gestagen. Sie eignet sich für manche Personen, die keine Östrogene einnehmen dürfen oder möchten. Je nach Wirkstoff verhindert sie entweder zuverlässig den Eisprung oder wirkt vor allem über den verdickten Schleim am Gebärmutterhals. Sie wird in der Regel täglich ohne Pause eingenommen. Gesundheitsinformation.de beschreibt die Minipille als tägliche Einnahme, meist mit 28 Tabletten pro Packung und direktem Beginn der nächsten Packung ohne Pause.

Ab welchem Alter darf man die Pille nehmen?

Ein festes Mindestalter gibt es nicht in dem Sinn, dass die Pille erst ab einem bestimmten Geburtstag grundsätzlich erlaubt wäre. Entscheidend ist vielmehr, ob eine medizinische Indikation besteht, ob die Person körperlich bereits in der Pubertät ist, ob sie die Einnahme zuverlässig versteht und ob mögliche Risiken ärztlich geprüft wurden. Bei Jugendlichen erfolgt die Verordnung deshalb immer individuell nach Beratung durch eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt.

Gerade bei jungen Mädchen sollte nicht nur über Schwangerschaftsschutz gesprochen werden, sondern auch über Zyklusbeschwerden, Akne, Regelschmerzen, mögliche Nebenwirkungen und den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen. Die Pille kann zwar bei starken Blutungen oder Regelschmerzen hilfreich sein, ersetzt aber keine Aufklärung über Kondome und sexuelle Gesundheit.

Wie nehmen Sie die Kombinationspille richtig ein?

Bei vielen Kombinationspillen nehmen Sie 21 Tage lang täglich eine Tablette ein. Danach folgt meist eine siebentägige Pause, in der eine Abbruchblutung einsetzt. Manche Präparate enthalten 28 Tabletten, darunter hormonfreie Placebotabletten, damit der tägliche Einnahmerhythmus erhalten bleibt. Andere Präparate werden im Langzyklus eingenommen, also mehrere Wochen oder Monate ohne Pause. Gesundheitsinformation.de weist darauf hin, dass ein Langzyklus möglich ist, aber am besten ärztlich besprochen werden sollte.

Nehmen Sie die Pille möglichst immer zur gleichen Tageszeit. Ein fester Anker hilft: morgens nach dem Zähneputzen, abends vor dem Schlafengehen oder zusammen mit einer täglichen Erinnerung im Smartphone. Wichtig ist, dass die Einnahme zuverlässig zu Ihrem Alltag passt, denn die beste Pille hilft nur dann, wenn sie richtig angewendet wird.

Was tun, wenn Sie die Kombinationspille vergessen haben?

Wenn eine Kombinationspille weniger als 24 Stunden zu spät genommen wurde oder eine Pille 24 bis unter 48 Stunden vergessen wurde, empfiehlt die CDC: Nehmen Sie die vergessene Tablette so schnell wie möglich ein und setzen Sie den Blister wie gewohnt fort, auch wenn das bedeutet, zwei Tabletten an einem Tag zu nehmen. Zusätzlicher Schutz ist in dieser Situation meist nicht nötig.

Wurden zwei oder mehr hormonhaltige Tabletten vergessen, kann der Schutz eingeschränkt sein. Dann hängt das weitere Vorgehen davon ab, in welcher Einnahmewoche Sie sich befinden und ob ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat. In solchen Fällen sollten Sie die Packungsbeilage beachten, zusätzlich verhüten und sich bei Unsicherheit ärztlich oder in der Apotheke beraten lassen.

Wie nehmen Sie die Minipille richtig ein?

Die Minipille wird täglich ohne Einnahmepause genommen. Das bedeutet: Wenn ein Blister leer ist, beginnen Sie direkt am nächsten Tag mit dem nächsten. Gerade bei der Minipille ist die pünktliche Einnahme besonders wichtig, weil manche Präparate ein engeres Zeitfenster haben als Kombinationspillen. Frauenaerzte-im-Netz weist darauf hin, dass die Sicherheit beeinträchtigt werden kann, wenn die Minipille außerhalb des zulässigen Einnahmefensters nachgenommen wird.

Bei älteren Minipillen beträgt das Zeitfenster oft nur etwa drei Stunden, bei bestimmten neueren Gestagenpillen kann es länger sein. Deshalb sollten Sie immer genau wissen, welches Präparat Sie einnehmen. Die Packungsbeilage ist hier nicht bloß Papierbeilage, sondern Ihr persönlicher Sicherheitsplan.

Für wen ist die Pille nicht geeignet?

Die Pille ist für viele Menschen gut geeignet, aber nicht für alle. Besonders Kombinationspillen mit Östrogen können das Risiko für Blutgerinnsel erhöhen. Deshalb muss vor der Verordnung geprüft werden, ob persönliche Risikofaktoren bestehen. Dazu gehören unter anderem frühere Thrombosen, bestimmte Gerinnungsstörungen, Migräne mit Aura, stark erhöhter Blutdruck, Rauchen ab einem bestimmten Alter, schwere Lebererkrankungen oder bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die WHO stellt dafür medizinische Eignungskriterien bereit, die Ärztinnen und Ärzte bei der sicheren Auswahl von Verhütungsmethoden unterstützen.

Auch wenn Sie stillen, kurz nach einer Geburt sind oder bestimmte Medikamente einnehmen, kann eine andere Pillenart oder eine andere Verhütungsmethode sinnvoller sein. Gerade hier ist eine individuelle Beratung wichtig.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Wie jedes verschreibungspflichtige Medikament kann auch die Antibabypille Nebenwirkungen verursachen. Viele Frauen vertragen sie sehr gut, andere bemerken insbesondere in den ersten Wochen Veränderungen. Häufig handelt es sich dabei um Anpassungsreaktionen des Körpers, die nach einigen Monaten wieder nachlassen können.

Zu den häufigsten Beschwerden gehören Brustspannen, leichte Kopfschmerzen, Zwischenblutungen, Übelkeit oder Stimmungsschwankungen. Manche Frauen berichten außerdem über Veränderungen der Haut oder der Libido. Nicht jede Nebenwirkung tritt bei jeder Frau auf. Welche Beschwerden entstehen, hängt unter anderem von der Zusammensetzung der Hormone, der Dosierung und der individuellen Reaktion des Körpers ab.

Sollten Beschwerden über längere Zeit bestehen bleiben oder Sie sich mit Ihrer Pille nicht wohlfühlen, sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt. Oft kann bereits der Wechsel auf ein anderes Präparat helfen.

Das Thromboserisiko: Warum die ärztliche Beratung so wichtig ist

Immer wieder wird über Blutgerinnsel im Zusammenhang mit der Pille berichtet. Tatsächlich können kombinierte Pillen mit Östrogen das Risiko für eine venöse Thrombose erhöhen. Dennoch ist wichtig, die Zahlen richtig einzuordnen.

Bei gesunden jungen Frauen ohne hormonelle Verhütung treten venöse Thrombosen insgesamt selten auf. Unter einer kombinierten Pille steigt dieses Risiko zwar an, bleibt für die meisten gesunden Frauen jedoch weiterhin niedrig. Deutlich höher ist das Thromboserisiko während einer Schwangerschaft oder in den Wochen nach der Geburt.

Vor der Verordnung fragt Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt deshalb gezielt nach Risikofaktoren.

Dazu gehören beispielsweise:

  • frühere Thrombosen
  • Gerinnungsstörungen in der Familie
  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • starkes Übergewicht
  • Migräne mit Aura
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • längere Immobilisation nach Operationen

Bei diesen Risikofaktoren kann eine Minipille oder eine hormonfreie Verhütungsmethode besser geeignet sein.

Welche Medikamente können die Wirkung der Pille beeinflussen?

Nicht nur die regelmäßige Einnahme entscheidet über die Sicherheit Ihrer Pille. Auch andere Medikamente können ihre Wirkung verändern.

Zu den wichtigsten Wechselwirkungen gehören einige Medikamente gegen Epilepsie, bestimmte Arzneimittel gegen Tuberkulose, einige Medikamente zur Behandlung von HIV sowie pflanzliche Präparate mit Johanniskraut. Diese Wirkstoffe können den Abbau der Hormone beschleunigen und dadurch den Empfängnisschutz vermindern.

Fragen Sie deshalb immer in Ihrer Arztpraxis oder Apotheke nach, wenn Ihnen neue Medikamente verschrieben werden.

Pille und Antibiotika: Was stimmt wirklich?

Viele Frauen haben gehört, dass Antibiotika grundsätzlich die Wirkung der Pille aufheben. Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand stimmt das so nicht.

Die meisten Antibiotika beeinflussen die Wirksamkeit der Pille nicht. Ausnahmen gibt es jedoch bei wenigen speziellen Antibiotika, beispielsweise Rifampicin oder Rifabutin, die den Hormonabbau beschleunigen können.

Anders sieht es aus, wenn durch die Erkrankung selbst starkes Erbrechen oder schwerer Durchfall auftreten. Dann kann der Körper die Hormone möglicherweise nicht vollständig aufnehmen.

Hinweis

Fragen Sie bei jeder Antibiotikatherapie nach, ob zusätzliche Verhütung notwendig ist. Verlassen Sie sich nicht auf allgemeine Aussagen aus dem Internet.

Was passiert bei Erbrechen oder Durchfall?

Damit die Pille wirken kann, muss sie zunächst vollständig vom Darm aufgenommen werden.

Kommt es innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme zu Erbrechen oder schwerem Durchfall, kann diese Aufnahme gestört sein. In diesem Fall gelten ähnliche Empfehlungen wie bei einer vergessenen Tablette.

Je nach Präparat kann es notwendig sein,

  • möglichst schnell eine neue Tablette einzunehmen,
  • zusätzlich mit Kondomen zu verhüten,
  • die Packungsbeilage zu beachten oder
  • ärztlichen Rat einzuholen.

Deshalb sollten Sie die Einnahmehinweise Ihres Präparates genau kennen.

Kann die Pille während der Stillzeit eingenommen werden?

Nach einer Geburt verändert sich der Hormonhaushalt deutlich. Gleichzeitig besteht häufig bereits wieder die Möglichkeit eines Eisprungs, bevor die erste Monatsblutung auftritt.

Während der Stillzeit werden östrogenhaltige Kombinationspillen unmittelbar nach der Geburt meist nicht empfohlen, da sie unter anderem die Milchbildung beeinflussen können. Häufig kommen stattdessen Gestagenpräparate wie die Minipille infrage.

Welche Verhütungsmethode für Sie nach der Geburt geeignet ist, sollte immer individuell mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt besprochen werden.

Kann die Pille auch medizinisch eingesetzt werden?

Die Pille dient längst nicht nur der Schwangerschaftsverhütung. In bestimmten Situationen wird sie auch zur Behandlung gynäkologischer Beschwerden eingesetzt.

Ob die Pille hierfür geeignet ist, hängt immer von der individuellen Situation und möglichen Gegenanzeigen ab.

Was kostet die Pille?

Die Kosten unterscheiden sich je nach Präparat und Hersteller.

Für Jugendliche und junge Frauen übernehmen gesetzliche Krankenkassen in Deutschland die Kosten unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen. Danach müssen viele Frauen die Pille selbst bezahlen.

Private Krankenversicherungen haben teilweise andere Regelungen.

Fragen Sie im Zweifel direkt bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrer Frauenarztpraxis nach.

Die Pille absetzen: Was passiert danach?

Irgendwann kommt für viele Frauen der Zeitpunkt, an dem sie die Pille nicht mehr einnehmen möchten. Manche wünschen sich ein hormonfreies Leben, andere planen eine Schwangerschaft oder möchten auf eine andere Verhütungsmethode wechseln. Das Absetzen der Pille ist grundsätzlich jederzeit möglich. Dennoch lohnt es sich, sich vorab gut zu informieren und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen.

Nach dem Absetzen beginnt Ihr Körper wieder seinen natürlichen Hormonzyklus aufzunehmen. Wie schnell das geschieht, ist individuell unterschiedlich. Bei vielen Frauen setzt bereits nach wenigen Wochen wieder ein regelmäßiger Eisprung ein, bei anderen benötigt der Zyklus einige Monate, bis er sich vollständig eingependelt hat. Das ist in den meisten Fällen völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Es kann vorkommen, dass Beschwerden zurückkehren, die vor Beginn der Pilleneinnahme bereits bestanden haben. Dazu gehören beispielsweise stärkere Menstruationsblutungen, Regelschmerzen oder Akne. Diese Veränderungen bedeuten nicht, dass die Pille Schaden angerichtet hat, sondern zeigen häufig lediglich den ursprünglichen Hormonstatus des Körpers.

Nach dem Absetzen der Pille besteht grundsätzlich sofort wieder die Möglichkeit, schwanger zu werden. Wenn Sie aktuell keine Schwangerschaft planen, sollten Sie rechtzeitig auf eine andere Verhütungsmethode umsteigen.

Wie schnell kehrt die Fruchtbarkeit zurück?

Eine der häufigsten Fragen lautet, ob die Pille die Fruchtbarkeit dauerhaft beeinträchtigen kann. Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand ist das nicht der Fall. Die hormonelle Verhütung unterdrückt den Eisprung nur vorübergehend. Nach dem Absetzen nimmt die natürliche Funktion der Eierstöcke ihre Arbeit wieder auf.

Viele Frauen können bereits im ersten oder zweiten Zyklus nach dem Absetzen schwanger werden. Bei anderen dauert es einige Monate, bis sich ein regelmäßiger Eisprung einstellt. Das hängt vor allem von individuellen Faktoren wie Alter, allgemeiner Gesundheit und dem natürlichen Zyklus ab.

Wenn nach etwa einem Jahr regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eintritt, empfiehlt sich eine gynäkologische Abklärung. Bei Frauen über 35 Jahren wird häufig bereits nach sechs Monaten eine Untersuchung empfohlen.

Wann sollten Sie sofort ärztliche Hilfe suchen?

Die meisten Frauen vertragen die Pille problemlos. Dennoch gibt es Warnzeichen, die ernst genommen werden müssen, da sie auf seltene, aber schwerwiegende Komplikationen wie eine Thrombose oder Lungenembolie hinweisen können.

Suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf, wenn plötzlich eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten:

  • starke Schmerzen oder Schwellungen in einem Bein,
  • plötzliche Atemnot oder Brustschmerzen,
  • Bluthusten,
  • plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen,
  • Sehstörungen oder Sprachstörungen,
  • Lähmungserscheinungen,
  • starke Oberbauchschmerzen,
  • Gelbfärbung der Haut oder Augen.

Diese Beschwerden müssen zwar nicht zwangsläufig mit der Pille zusammenhängen, sollten aber immer sofort medizinisch abgeklärt werden.

Hinweis

Verwenden Sie die englische Merkhilfe ACHES, um sich mögliche Warnzeichen zu merken:

A = Abdominal pain (starke Bauchschmerzen)

C = Chest pain (Brustschmerzen oder Atemnot)

H = Headache (ungewöhnlich starke Kopfschmerzen)

E = Eye problems (Sehstörungen)

S = Severe leg pain (starke Beinschmerzen oder Schwellung)

Welche Alternativen zur Pille gibt es?

Nicht jede Frau möchte Hormone einnehmen. Andere vertragen die Pille nicht oder wünschen sich eine langfristige Verhütung ohne tägliche Einnahme. Heute stehen zahlreiche Alternativen zur Verfügung.

Welche Methode für Sie geeignet ist, hängt unter anderem von Ihrem Alter, Ihrer Gesundheit, Ihrem Kinderwunsch und Ihren persönlichen Vorstellungen ab.

Häufige Fragen rund um die Pille

Kann ich mit der Pille meine Periode verschieben?

Ja. Bei vielen Kombinationspillen kann die Einnahmepause ausgelassen werden, sodass sich die Blutung verschieben lässt. Dies sollte jedoch möglichst vorher mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt besprochen werden.

Macht die Pille unfruchtbar?

Nein. Die Pille verhindert den Eisprung nur während der Einnahme. Nach dem Absetzen kehrt die Fruchtbarkeit in den meisten Fällen wieder zurück.

Führt die Pille immer zu einer Gewichtszunahme?

Ein eindeutiger wissenschaftlicher Zusammenhang konnte für die meisten modernen Pillen nicht nachgewiesen werden. Manche Frauen berichten jedoch über Veränderungen des Appetits oder leichte Wassereinlagerungen.

Muss ich während der Pillenpause zusätzlich verhüten?

Wenn Sie die Pille korrekt eingenommen haben und die Einnahmepause nicht länger als in der Packungsbeilage vorgesehen dauert, bleibt der Empfängnisschutz bestehen.

Darf ich rauchen und gleichzeitig die Pille einnehmen?

Rauchen erhöht insbesondere bei östrogenhaltigen Kombinationspillen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Thrombosen. Vor allem Frauen ab 35 Jahren sollten dies unbedingt mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt besprechen.

Schon gewusst?

Moderne Kombinationspillen enthalten heute meist deutlich niedrigere Hormonmengen als die Präparate der ersten Generation. Dadurch konnten viele Nebenwirkungen reduziert werden, ohne die empfängnisverhütende Wirkung wesentlich zu beeinträchtigen.

Fazit

Die Antibabypille gehört weltweit zu den am besten untersuchten Medikamenten überhaupt und stellt für viele Frauen eine sichere und zuverlässige Verhütungsmethode dar. Gleichzeitig ist sie kein Standardpräparat, das für jede Frau gleichermaßen geeignet ist. Alter, Vorerkrankungen, Rauchen, Migräne, Blutdruck und persönliche Lebensumstände sollten immer in die Entscheidung einbezogen werden.

Ob Kombinationspille oder Minipille, ob klassische Einnahme oder Langzyklus: Entscheidend ist, dass Sie Ihr Präparat korrekt anwenden und regelmäßige gynäkologische Kontrolluntersuchungen wahrnehmen. Bei Fragen, Unsicherheiten oder Nebenwirkungen sollten Sie nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen.

Wenn Sie gemeinsam mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt die passende Pille auswählen und diese zuverlässig einnehmen, bietet sie einen sehr hohen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft und kann darüber hinaus bei verschiedenen gynäkologischen Beschwerden therapeutisch eingesetzt werden.

Quellenverzeichnis

Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Welche Pille für Sie geeignet ist, sollte immer gemeinsam mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt entschieden werden.

Wissenschaftlicher Stand

Die Inhalte dieses Beitrags basieren auf aktuellen internationalen Leitlinien sowie wissenschaftlichen Veröffentlichungen zur hormonellen Empfängnisverhütung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

https://www.instagram.com/ernaehrungsberatung.jennyorth/