Gutartige Muskelknoten sind häufig, müssen aber nicht immer behandelt werden
Wenn Ihre Frauenärztin bei einer Ultraschalluntersuchung ein Myom entdeckt, erschrecken Sie vermutlich zunächst. Viele Frauen verbinden den Begriff automatisch mit Krebs oder einer schweren Erkrankung. Tatsächlich sind Myome jedoch gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur und gehören zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen überhaupt. Schätzungen zufolge entwickelt etwa jede zweite Frau im Laufe ihres Lebens ein oder mehrere Myome, wobei viele davon niemals Beschwerden verursachen und oft nur zufällig entdeckt werden. Trotzdem sollten Myome ernst genommen werden, denn je nach Größe, Anzahl und Lage können sie den Alltag erheblich beeinträchtigen und in manchen Fällen auch die Fruchtbarkeit beeinflussen. Moderne Diagnoseverfahren und schonende Behandlungsmöglichkeiten ermöglichen heute jedoch eine individuelle Therapie, sodass eine Entfernung der Gebärmutter längst nicht mehr automatisch notwendig ist.
Viele Frauen leben jahrelang mit kleinen Myomen, ohne überhaupt etwas davon zu bemerken. Andere leiden unter starken Regelblutungen, Unterbauchschmerzen oder einem ständigen Druckgefühl im Becken. Genau deshalb wird jede Frau individuell betrachtet. Nicht jedes Myom muss behandelt werden, entscheidend sind Ihre Beschwerden, Ihr Alter, ein möglicher Kinderwunsch und die Entwicklung der Myome im Verlauf.
Was genau sind Myome?
Myome sind gutartige Tumoren, die aus den glatten Muskelzellen der Gebärmutter entstehen. Trotz des medizinischen Begriffs handelt es sich nicht um Krebs. Die Knoten wachsen meist langsam und können unterschiedlich groß werden. Manche erreichen nur wenige Millimeter, andere wachsen über mehrere Zentimeter heran und können in seltenen Fällen sogar die Größe einer Grapefruit oder größer erreichen. Je nach Lage unterscheiden Ärztinnen und Ärzte verschiedene Myomarten. Manche wachsen direkt in der Gebärmutterwand, andere ragen in die Gebärmutterhöhle hinein oder entwickeln sich an der Außenseite der Gebärmutter.
Nicht nur die Größe, sondern vor allem die Position entscheidet darüber, ob Beschwerden auftreten. Ein kleines Myom in ungünstiger Lage kann stärkere Symptome verursachen als ein deutlich größeres Myom, das genügend Platz hat. Deshalb reicht die reine Größenangabe für die Beurteilung nicht aus. Moderne Ultraschalluntersuchungen liefern heute sehr genaue Informationen über Anzahl, Lage und Wachstum der Myome und bilden die Grundlage für die weitere Behandlung.
Warum entstehen Myome überhaupt?
Die genauen Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass weibliche Geschlechtshormone, insbesondere Östrogen und Progesteron, eine entscheidende Rolle beim Wachstum spielen. Während der fruchtbaren Lebensphase reagieren Myome besonders empfindlich auf diese Hormone. Deshalb treten sie fast ausschließlich bei Frauen im gebärfähigen Alter auf und wachsen häufig langsam über mehrere Jahre.
Zusätzlich scheint auch eine erbliche Veranlagung eine Rolle zu spielen. Wenn Mutter oder Schwester bereits Myome hatten, steigt auch Ihr eigenes Risiko. Darüber hinaus werden Übergewicht, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und bestimmte Stoffwechselveränderungen als mögliche Risikofaktoren diskutiert. Einen einzelnen Auslöser gibt es jedoch nicht. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen, sodass sich Myome im Laufe der Jahre entwickeln können. Nach den Wechseljahren schrumpfen viele Myome aufgrund des sinkenden Hormonspiegels wieder deutlich oder verursachen keine Beschwerden mehr.
Nicht jedes Myom macht Beschwerden
Viele Frauen erfahren erst durch eine Routineuntersuchung von ihren Myomen. Solange die Knoten klein bleiben, verursachen sie häufig keinerlei Beschwerden. Erst wenn sie wachsen oder ungünstig liegen, können erste Symptome auftreten. Besonders häufig berichten betroffene Frauen über sehr starke oder verlängerte Monatsblutungen. Dadurch kann sich im Laufe der Zeit ein Eisenmangel entwickeln, der zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, Schwindel oder verminderter Leistungsfähigkeit führt. Gerade bei dauerhaft starken Blutungen sollte deshalb immer auch der Eisenwert kontrolliert werden.
Größere Myome können außerdem auf benachbarte Organe drücken. Liegt ein Myom in Richtung Harnblase, verspüren viele Frauen einen häufigen Harndrang oder das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können. Drückt das Myom auf den Darm, können Verstopfung oder Druckgefühle entstehen. Auch Unterbauchschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder ein ausgeprägtes Völlegefühl gehören zu den möglichen Beschwerden. Deshalb sollten Sie wiederkehrende Unterbauchbeschwerden nicht einfach als normale Menstruationsschmerzen abtun, sondern gynäkologisch abklären lassen.
Diese Beschwerden können auf Myome hinweisen
Nicht jedes Myom verursacht sofort Beschwerden. Viele Frauen leben über Jahre mit kleinen Muskelknoten in der Gebärmutter, ohne etwas davon zu bemerken. Erst wenn die Myome wachsen oder sich an einer ungünstigen Stelle befinden, treten erste Symptome auf. Wie stark die Beschwerden ausfallen, hängt dabei weniger von der Größe als vielmehr von der Anzahl und Lage der Myome ab. Deshalb können bereits kleine Myome erhebliche Probleme verursachen, während größere Veränderungen manchmal völlig unbemerkt bleiben.
Starke Monatsblutungen gehören zu den häufigsten Anzeichen
Viele Frauen suchen ihre Frauenärztin zunächst auf, weil ihre Regelblutung plötzlich deutlich stärker oder länger ausfällt als früher. Manche müssen Binden oder Tampons ungewöhnlich häufig wechseln oder leiden zusätzlich unter Blutungen zwischen den eigentlichen Monatsblutungen. Diese starken Blutverluste können den Körper erheblich belasten und im Laufe der Zeit zu einem Eisenmangel führen.
Ein Eisenmangel entwickelt sich häufig schleichend. Betroffene fühlen sich ständig müde, abgeschlagen und weniger leistungsfähig. Auch Konzentrationsprobleme, Schwindel, Kopfschmerzen oder Herzklopfen können erste Hinweise sein. Deshalb sollte bei auffällig starken oder lang anhaltenden Blutungen nicht nur die Ursache abgeklärt, sondern auch der Eisenwert regelmäßig kontrolliert werden.
Schmerzen und Druckgefühl im Unterbauch
Mit zunehmender Größe können Myome auf umliegende Organe drücken und dadurch verschiedene Beschwerden verursachen. Viele Frauen beschreiben ein dauerhaftes Druckgefühl im Unterbauch oder das Gefühl, ständig „aufgebläht“ zu sein. Hinzu kommen häufig ziehende Schmerzen im Becken oder krampfartige Unterleibsschmerzen während der Menstruation. Je nach Lage können die Beschwerden auch in den Rücken oder in die Beine ausstrahlen und den Alltag deutlich beeinträchtigen.
Einige Frauen verspüren außerdem Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Diese entstehen vor allem dann, wenn sich Myome an bestimmten Bereichen der Gebärmutter befinden oder benachbarte Gewebe unter Druck setzen. Solche Beschwerden sollten nicht als normal angesehen werden, sondern immer gynäkologisch abgeklärt werden.
Auch Blase und Darm können betroffen sein
Größere Myome beeinflussen nicht nur die Gebärmutter selbst. Liegen sie an der Vorderseite der Gebärmutter, können sie auf die Harnblase drücken. Die Folge ist häufig ein ständiger Harndrang, obwohl die Blase nur wenig gefüllt ist. Manche Frauen haben zusätzlich Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können.
Wachsen Myome dagegen in Richtung Darm, kann es zu Verstopfung, einem unangenehmen Druckgefühl oder Schmerzen beim Stuhlgang kommen. Diese Beschwerden werden häufig zunächst anderen Erkrankungen zugeschrieben, obwohl tatsächlich die Lage des Myoms dafür verantwortlich ist. Gerade wenn Verdauungsprobleme gemeinsam mit starken Regelblutungen oder Unterbauchschmerzen auftreten, sollte deshalb auch an Myome gedacht werden.
Myome können einen Kinderwunsch beeinflussen
Nicht jedes Myom wirkt sich auf die Fruchtbarkeit aus. Befinden sich die Knoten jedoch innerhalb der Gebärmutterhöhle oder verformen sie die Gebärmutterschleimhaut, können sie die Einnistung einer befruchteten Eizelle erschweren. In manchen Fällen erhöhen größere Myome außerdem das Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburten oder Komplikationen während einer Schwangerschaft.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Frauen mit Myomen grundsätzlich keine Kinder bekommen können. Viele Betroffene werden problemlos schwanger und bringen gesunde Kinder zur Welt. Besteht jedoch seit längerer Zeit ein unerfüllter Kinderwunsch oder wurden wiederholt Fehlgeburten erlebt, sollten Myome immer sorgfältig untersucht werden. Dank moderner Diagnostik und schonender Behandlungsmöglichkeiten lässt sich die Fruchtbarkeit heute in vielen Fällen erhalten oder sogar verbessern.
So werden Myome heute zuverlässig diagnostiziert
Wenn der Verdacht auf ein Myom besteht, beginnt die Untersuchung zunächst mit einem ausführlichen Gespräch über Ihre Beschwerden. Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt wird Sie unter anderem nach Ihrem Menstruationszyklus, der Stärke Ihrer Blutungen, möglichen Schmerzen und einem bestehenden Kinderwunsch fragen. Anschließend folgt eine gynäkologische Untersuchung. Größere Myome lassen sich dabei häufig bereits ertasten. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, wird anschließend in den meisten Fällen eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Diese gilt heute als wichtigste Methode, um Anzahl, Größe und Lage der Myome genau zu beurteilen. Sie ist schmerzfrei, strahlungsfrei und liefert bereits innerhalb weniger Minuten wichtige Informationen über die Veränderungen in der Gebärmutter.
Reicht der Ultraschall allein nicht aus oder liegen besonders große beziehungsweise ungünstig gelegene Myome vor, können weitere bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) liefert beispielsweise sehr detaillierte Bilder und hilft insbesondere bei der Planung einer Operation oder anderer Therapieverfahren. In seltenen Fällen kommen zusätzlich eine Gebärmutterspiegelung oder eine Bauchspiegelung zum Einsatz, wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen oder gleichzeitig behandelt werden sollen.
Nicht jedes Myom muss sofort behandelt werden
Viele Frauen sind überrascht, wenn ihre Ärztin trotz der Diagnose zunächst keine Therapie empfiehlt. Tatsächlich ist das in vielen Fällen medizinisch sinnvoll. Kleine Myome, die keine Beschwerden verursachen und sich nicht vergrößern, müssen häufig lediglich regelmäßig kontrolliert werden. Dabei wird in bestimmten Abständen mittels Ultraschall überprüft, ob sich Größe oder Anzahl der Myome verändern. Solange keine Beschwerden auftreten, überwiegt oft der Vorteil einer abwartenden Behandlung gegenüber einem operativen Eingriff.
Anders sieht es aus, wenn starke Blutungen, Schmerzen oder ein unerfüllter Kinderwunsch bestehen. Auch schnell wachsende Myome oder Veränderungen, die Druck auf Blase oder Darm ausüben, können eine Behandlung erforderlich machen. Die Entscheidung richtet sich deshalb immer nach Ihrer persönlichen Situation und nicht allein nach der Größe eines Myoms.
Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen heute zur Verfügung?
Die Therapie hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Während früher häufig die Gebärmutter entfernt wurde, versuchen Ärztinnen und Ärzte heute, das Organ möglichst zu erhalten. Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem von Ihrem Alter, Ihren Beschwerden, der Lage der Myome und einem möglichen Kinderwunsch ab.
Bei stärkeren Blutungen können zunächst Medikamente eingesetzt werden, um die Beschwerden zu lindern. Hormonpräparate können das Wachstum bestimmter Myome verlangsamen oder vorübergehend verkleinern. Allerdings eignen sie sich nicht für jede Frau und werden meist nur über einen begrenzten Zeitraum eingesetzt. Deshalb wägt Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt gemeinsam mit Ihnen Nutzen und mögliche Nebenwirkungen sorgfältig ab.
Schonende Eingriffe ersetzen heute häufig große Operationen
Wenn Medikamente nicht ausreichen oder die Beschwerden sehr stark sind, stehen heute verschiedene minimalinvasive Verfahren zur Verfügung. Besonders häufig wird eine sogenannte Myomektomie durchgeführt. Dabei werden ausschließlich die Myome entfernt, während die Gebärmutter erhalten bleibt. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für Frauen mit Kinderwunsch oder wenn nur einzelne Myome Beschwerden verursachen.
Eine weitere moderne Behandlungsmöglichkeit ist die Uterusarterienembolisation. Dabei wird die Blutversorgung der Myome gezielt unterbrochen. Über einen dünnen Katheter gelangen winzige Partikel in die Blutgefäße, die das Myom versorgen. Ohne ausreichende Blutversorgung schrumpft das Gewebe innerhalb der folgenden Wochen oder Monate deutlich. Für bestimmte Patientinnen kommt außerdem die MRT-gesteuerte fokussierte Ultraschalltherapie infrage. Dabei werden hoch gebündelte Ultraschallwellen eingesetzt, um das Myom gezielt zu erhitzen und zu zerstören, ohne dass ein operativer Eingriff notwendig ist. Welche Methode für Sie geeignet ist, hängt immer von Ihrer individuellen Situation und den aktuellen medizinischen Empfehlungen ab.
Wann ist eine Operation wirklich notwendig?
Viele Frauen befürchten nach der Diagnose eines Myoms, dass eine Operation unvermeidbar ist. Diese Sorge ist heute meist unbegründet. Dank moderner Behandlungsmöglichkeiten muss längst nicht jedes Myom entfernt werden. Entscheidend ist, ob Beschwerden bestehen, wie schnell die Myome wachsen und ob sie die Funktion der Gebärmutter beeinträchtigen. Auch ein bestehender Kinderwunsch spielt bei der Wahl der Therapie eine wichtige Rolle. Aktuelle Leitlinien empfehlen deshalb eine individuelle Behandlung statt einer pauschalen Operation.
Eine Operation kommt vor allem dann infrage, wenn starke und anhaltende Blutungen auftreten, erhebliche Schmerzen bestehen oder Myome auf Blase, Darm oder andere Organe drücken. Auch wenn sich trotz anderer Behandlungen keine Besserung einstellt oder die Fruchtbarkeit durch die Lage der Myome beeinträchtigt wird, kann ein Eingriff sinnvoll sein. Ziel ist heute möglichst immer, die Gebärmutter zu erhalten und nur das erkrankte Gewebe zu entfernen.
Die Gebärmutter kann heute häufig erhalten bleiben
Noch vor einigen Jahrzehnten wurde Frauen mit größeren oder mehreren Myomen häufig zur Entfernung der gesamten Gebärmutter geraten. Heute gehen Ärztinnen und Ärzte deutlich zurückhaltender vor. Gerade bei Frauen mit Kinderwunsch oder dem Wunsch, ihre Gebärmutter zu erhalten, werden zunächst schonende Verfahren bevorzugt. Selbst größere Myome können häufig entfernt werden, ohne dass die Gebärmutter verloren geht.
Nur in besonderen Situationen kann eine Gebärmutterentfernung notwendig werden. Dazu zählen sehr große oder zahlreiche Myome, die sich nicht mehr einzeln entfernen lassen, oder Beschwerden, die sich trotz anderer Therapien dauerhaft nicht bessern. Auch dann sollte die Entscheidung gut überlegt werden. Holen Sie sich bei einer empfohlenen Hysterektomie möglichst eine zweite fachärztliche Meinung ein. Häufig gibt es heute alternative Behandlungsmöglichkeiten, die individuell besser geeignet sein können.
Auch Ihr Lebensstil kann Beschwerden positiv beeinflussen
Myome lassen sich durch Ernährung oder Bewegung zwar nicht vollständig verhindern oder beseitigen, dennoch können Sie selbst einiges für Ihr Wohlbefinden tun. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und eisenreichen Lebensmitteln unterstützt Ihren Körper, insbesondere wenn Sie unter starken Monatsblutungen leiden. Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Haferflocken, Spinat oder mageres Fleisch können dazu beitragen, einem Eisenmangel vorzubeugen. Bei bereits bestehendem Eisenmangel kann zusätzlich eine ärztlich empfohlene Eisensupplementierung notwendig sein.
Ebenso wichtig sind regelmäßige Bewegung, ein normales Körpergewicht und ein bewusster Umgang mit Stress. Körperliche Aktivität verbessert die Durchblutung, stärkt das allgemeine Wohlbefinden und kann vielen Frauen helfen, Menstruationsbeschwerden besser zu bewältigen. Wärme, beispielsweise durch eine Wärmflasche oder ein warmes Bad, empfinden viele Betroffene während schmerzhafter Regelblutungen als angenehm. Pflanzliche Präparate oder naturheilkundliche Verfahren sollten dagegen immer mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt abgestimmt werden, da ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nicht für alle Anwendungen eindeutig belegt ist.
Fazit: Myome sind gutartig, verdienen aber Aufmerksamkeit
Die Diagnose eines Myoms ist zunächst kein Grund zur Panik. Myome gehören zu den häufigsten gutartigen Veränderungen der Gebärmutter und verursachen bei vielen Frauen überhaupt keine Beschwerden. Treten jedoch starke Blutungen, Schmerzen oder ein unerfüllter Kinderwunsch auf, sollten die Veränderungen sorgfältig untersucht und individuell behandelt werden. Dank moderner Diagnostik und schonender Therapieverfahren stehen heute zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, Beschwerden wirksam zu lindern und die Gebärmutter in vielen Fällen zu erhalten.
Nehmen Sie regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen wahr und achten Sie auf Veränderungen Ihres Körpers. Je früher Myome erkannt und beurteilt werden, desto besser lässt sich gemeinsam mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt entscheiden, ob eine Kontrolle ausreicht oder eine Behandlung sinnvoll ist. Eine individuelle Beratung und eine Therapie, die auf Ihre persönliche Lebenssituation abgestimmt ist, bieten heute die besten Voraussetzungen für langfristige Gesundheit und Lebensqualität.
Quellenverzeichnis
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
- AWMF-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Uterus myomatosus“
- Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
- Berufsverband der Frauenärzte (BVF)
- National Institutes of Health (NIH)
- PubMed
- Cochrane Library
- NHS (National Health Service)
- Mayo Clinic
- American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG)
Hinweis
Die Informationen in diesem Beitrag dienen ausschließlich der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei starken oder ungewöhnlich langen Monatsblutungen, Unterbauchschmerzen, unerfülltem Kinderwunsch oder anderen gynäkologischen Beschwerden sollten Sie sich an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt wenden.
Bildquelle
Jennifer Orth Gesundheitsblog, KI-generiert
Einige Illustrationen und Beitragsbilder auf dieser Website wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell überarbeitet.
Wissenschaftlicher Stand
Die Inhalte dieses Beitrags orientieren sich an den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), der AWMF-Leitlinie zum Uterus myomatosus, dem Berufsverband der Frauenärzte (BVF), dem National Institutes of Health (NIH) sowie an wissenschaftlichen Veröffentlichungen aus PubMed und der Cochrane Library.
Stand: Juli 2026

