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Bevor der Sommer leiser wird – genießen Sie die letzten warmen Tage noch einmal ganz bewusst
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Bevor der Sommer leiser wird – genießen Sie die letzten warmen Tage noch einmal ganz bewusst

Ende August verändert sich etwas. Der Sommer ist noch da, manchmal sogar mit richtig warmen Tagen, und trotzdem liegt bereits eine andere Stimmung in der Luft. Das Licht wirkt weicher, die Abende werden ein wenig früher dunkel und morgens fühlt sich die Luft gelegentlich schon kühler an. Vielleicht brauchen Sie am Abend plötzlich wieder eine leichte Jacke, vielleicht entdecken Sie die ersten Blätter auf dem Weg oder merken einfach, dass diese langen Sommertage nicht mehr selbstverständlich vor Ihnen liegen. Genau darin steckt aber etwas Wunderschönes: Was im Juni scheinbar endlos erschien, wird jetzt kostbarer.

Vielleicht ist gerade jetzt die richtige Zeit, noch einmal genauer hinzusehen. Nicht mit dem Gedanken: „Was muss ich unbedingt noch alles machen, bevor der Sommer vorbei ist?“, sondern eher mit der Frage: „Was fühlt sich für mich nach Sommer an und davon möchte ich noch ein bisschen mehr?“ Vielleicht ist es ein Frühstück draußen, ein Spaziergang im warmen Abendlicht, ein Eis auf einer Bank, ein Besuch am See oder einfach das Gefühl, noch lange bei geöffnetem Fenster zu sitzen. Die letzten Sommertage brauchen kein spektakuläres Programm. Häufig bleiben gerade jene kleinen Momente in Erinnerung, die überhaupt nicht geplant waren.

Der Sommer muss deshalb nicht festgehalten werden. Vielleicht dürfen wir ihn einfach noch einmal bewusst erleben, bevor er langsam weiterzieht.

Der Spätsommer ist keine halbe Jahreszeit

Sobald Ende August die ersten Kürbisse in den Geschäften auftauchen, scheint gedanklich manchmal schon der Herbst zu beginnen. Dabei ist der Spätsommer eine ganz besondere Zeit für sich. Am Nachmittag können Sie noch in der Sonne sitzen, während am Abend bereits ein kühler Luftzug durch den Garten zieht. Auf den Feldern verändert sich die Landschaft, Früchte werden reif, die ersten Blätter verlieren langsam ihr sattes Grün und am Morgen liegt manchmal Tau auf dem Gras.

Diese Wochen sind kein trauriger Rest des Sommers. Sie sind eine Übergangszeit voller kleiner Gegensätze: Wärme und Kühle, üppiges Grün und erste goldene Farben, lange Nachmittage und wieder etwas gemütlichere Abende. Gerade weil sich die Jahreszeit langsam verändert, nehmen wir vieles plötzlich intensiver wahr. Eine wirklich reife Pflaume schmeckt vielleicht süßer, der Sonnenuntergang scheint schöner und selbst der vertraute Weg am Ortsrand bekommt im warmen Augustlicht einen besonderen Zauber.

Der Sommer verschwindet schließlich nicht an einem bestimmten Tag. Er wird allmählich leiser. Und vielleicht ist genau das seine schönste Abschiedsvorstellung.

Machen Sie aus einem gewöhnlichen Abend etwas Besonderes

Wir warten erstaunlich häufig auf einen besonderen Anlass, um es uns schön zu machen. Dabei braucht ein Sommerabend keinen Geburtstag, keinen Urlaub und kein aufwendiges Menü. Manchmal reicht es schon, einen ganz gewöhnlichen Dienstag ein wenig anders zu gestalten.

Wenn das Wetter mitspielt, verlegen Sie das Abendessen nach draußen. Decken Sie den Tisch auf dem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse ein bisschen schöner als sonst, stellen Sie ein paar Blumen oder Kräuter dazu und bleiben Sie anschließend noch sitzen. Vielleicht gibt es nur Brot, einen bunten Salat, Tomaten, Käse oder etwas vom Grill. Das ist vollkommen ausreichend. Der besondere Teil besteht nicht darin, was auf dem Tisch steht, sondern darin, dass Sie diesem Abend Aufmerksamkeit schenken.

Vielleicht zünden Sie später eine Kerze an, holen eine Decke, wenn es kühler wird, und bleiben einfach noch ein wenig. Das Geschirr kann auch zehn Minuten später in die Küche gebracht werden. Manchmal entsteht genau in diesen Minuten, in denen eigentlich nichts mehr passiert, dieses wunderbare Gefühl von Sommer.

Frühstücken Sie draußen, bevor die Morgen wieder zu kühl werden

Ein Frühstück im Freien hat eine ganz eigene Stimmung. Die Luft ist noch frisch, der Tag liegt vor Ihnen und selbst vertraute Dinge scheinen draußen ein wenig anders zu schmecken. Vielleicht trinken Sie am Wochenende Ihren Kaffee oder Tee auf dem Balkon, nehmen Brot, Joghurt, Obst und ein paar Nüsse mit nach draußen oder packen eine Thermoskanne ein und gehen in einen nahe gelegenen Park.

Versuchen Sie, das Handy für eine Weile liegen zu lassen. Gerade morgens sind wir oft innerhalb weniger Minuten bereits mitten in Nachrichten, E-Mails und sozialen Medien, bevor unser eigener Tag überhaupt richtig begonnen hat. Vielleicht darf dieser Morgen anders starten. Mit einem warmen Getränk in der Hand, frischer Luft im Gesicht und ein paar Minuten, in denen noch niemand etwas von Ihnen möchte.

Es braucht dafür keine ausgedehnte Morgenroutine und kein perfekt angerichtetes Frühstück. Manchmal verändert schon eine halbe Stunde draußen die Stimmung eines ganzen Tages.

Gehen Sie dorthin, wo das Spätsommerlicht besonders schön ist

Das Licht im Spätsommer besitzt etwas ganz Eigenes. Es ist häufig wärmer und sanfter als das grelle Licht im Hochsommer. Besonders am frühen Morgen und in den Stunden vor Sonnenuntergang legt sich dieses goldene Licht über Felder, Häuser, Wiesen und Bäume und lässt selbst Orte, die man täglich sieht, plötzlich anders wirken.

Vielleicht machen Sie daraus in den nächsten Tagen einen kleinen Abendspaziergang. Nicht mit dem Ziel, noch eine bestimmte Anzahl von Schritten zu schaffen, sondern einfach, um draußen zu sein. Gehen Sie zu einem Ort, an dem Sie den Himmel gut sehen können, vielleicht an einen See, auf einen Feldweg, zu einer Wiese oder einfach an den Rand Ihres Wohnortes.

Bleiben Sie zwischendurch stehen, schauen Sie sich um und lassen Sie den Blick ein wenig wandern. Nicht jeder schöne Moment muss fotografiert, gespeichert und geteilt werden. Manche Erinnerungen bleiben gerade deshalb so lebendig, weil wir sie nicht durch einen Bildschirm betrachtet haben.

Spüren Sie den Sommer noch einmal unter Ihren Füßen

Wann sind Sie zuletzt barfuß über warmes Gras gegangen oder haben Sand unter Ihren Füßen gespürt? Solche Dinge sind im Sommer eigentlich ganz selbstverständlich und geraten trotzdem leicht in Vergessenheit. Vielleicht probieren Sie es noch einmal aus, bevor die Tage kühler werden.

Gehen Sie an einem sicheren Ort ein paar Schritte barfuß und nehmen Sie bewusst wahr, wie sich der Untergrund anfühlt. Gras, warmer Sand oder glatter Boden vermitteln völlig unterschiedliche Eindrücke. Daraus muss kein besonderes Gesundheitsritual werden. Es darf einfach eine kleine Erinnerung daran sein, wie sich Sommer anfühlt.

Natürlich gehört etwas Vernunft dazu. Auf unbekanntem Gelände oder Wegen mit Verletzungsgefahr bleiben Schuhe die bessere Wahl. Aber dort, wo es sicher ist, können ein paar barfüßige Minuten erstaunlich viel Sommer zurückholen.

Fahren Sie noch einmal ans Wasser

Für Sommergefühl braucht es kein Meer. Ein See, ein Fluss, ein Freibad oder manchmal sogar ein kleiner Bach reichen völlig aus. Vielleicht möchten Sie noch einmal schwimmen gehen, vielleicht reicht es Ihnen, die Füße ins Wasser zu halten und am Ufer zu sitzen.

Gerade im Spätsommer werden viele Orte wieder ruhiger. Die großen Ferienwochen gehen zu Ende, und plötzlich findet man wieder Plätze, an denen man einfach sitzen kann. Nehmen Sie eine Decke mit, etwas zu trinken und vielleicht Obst oder einen kleinen Snack. Bleiben Sie nicht nur für die eigentliche Aktivität, sondern schenken Sie sich noch ein wenig Zeit danach.

Es gibt Momente, die sich erstaunlich tief einprägen: nasse Haare in der Abendsonne, das Geräusch von Wasser, warme Haut und die ersten kühlen Luftzüge des Abends. Vielleicht erinnern wir uns gerade deshalb so lange daran, weil sie nur für wenige Wochen im Jahr möglich sind.

Essen Sie den Sommer, solange er noch auf dem Teller liegt

Der Spätsommer ist kulinarisch eine wunderbare Jahreszeit. Tomaten haben häufig besonders viel Aroma, Pflaumen und Zwetschgen werden reif, Beeren sind teilweise noch erhältlich und auch Paprika, Zucchini, Gurken, Bohnen, Mais und frische Kräuter passen wunderbar in diese Wochen.

Sie müssen daraus kein kompliziertes Menü zaubern. Ein großer Tomatensalat mit Basilikum, gegrilltes Gemüse, Kartoffeln mit Kräuterquark, Vollkornbrot mit verschiedenen Beilagen oder Naturjoghurt mit Beeren können genauso viel Sommer auf den Tisch bringen wie ein aufwendiges Rezept.

Vielleicht stellen Sie einfach verschiedene Lebensmittel auf den Tisch und lassen jeden auswählen, worauf er Lust hat. Gemüse, Kräuter, eine Eiweißquelle, Brot oder Kartoffeln und zum Abschluss Pfirsiche, Melone, Beeren oder Pflaumen. Bunt, unkompliziert und am besten draußen gegessen.

Gerade saisonale Lebensmittel erinnern uns daran, dass Essen auch etwas mit Jahreszeiten zu tun hat. Eine Tomate im August fühlt sich eben anders an als eine Tomate mitten im Winter.

Machen Sie ein Picknick, ohne daraus ein Projekt zu machen

Bei dem Wort Picknick sehen viele Menschen sofort einen perfekt gefüllten Korb, hübsche Gläser, Stoffservietten und eine große Auswahl an vorbereiteten Speisen vor sich. Dabei kann ein Picknick viel einfacher sein.

Packen Sie Brot, Gemüse, Obst, etwas Käse oder eine andere Eiweißquelle, Getränke und vielleicht eine kleine Süßigkeit ein. Nehmen Sie eine Decke und suchen Sie sich einen schönen Platz. Eine Wiese, ein Seeufer, ein Park oder sogar eine Bank mit schöner Aussicht können vollkommen ausreichen.

Der Zauber liegt nicht darin, dass das Essen besonders aufwendig ist. Er entsteht dadurch, dass eine ganz gewöhnliche Mahlzeit plötzlich an einem anderen Ort stattfindet. Besonders mit Kindern kann daraus schnell ein kleines Abenteuer werden, obwohl eigentlich gar nichts Außergewöhnliches passiert.

Und genau solche Tage bleiben häufig lange im Gedächtnis.

Verlegen Sie den Feierabend noch einmal nach draußen

Nach einem langen Arbeitstag ist das Sofa verständlicherweise verlockend. Trotzdem kann es sich lohnen, an einem der letzten warmen Abende eine kleine Ausnahme zu machen. Ziehen Sie bequeme Kleidung an und gehen Sie nach dem Essen noch eine Runde spazieren, nehmen Sie ein Buch mit auf die Terrasse oder setzen Sie sich mit einem Getränk in den Garten.

Es muss nichts Produktives passieren. Sie müssen keine Kilometer sammeln, kein Training absolvieren und keine Aufgabe erledigen. Es geht lediglich darum, die letzten hellen Abende nicht vollständig in Innenräumen verschwinden zu lassen.

Vielleicht entsteht daraus sogar ein kleines spätsommerliches Ritual: Nach dem Abendessen noch zehn oder zwanzig Minuten nach draußen. Manchmal ist genau diese kurze Unterbrechung genug, um aus einem hektischen Tag einen angenehmen Abend werden zu lassen.

Machen Sie aus dem Sommerende keine neue Aufgabe

Kurz bevor eine Jahreszeit endet, entsteht manchmal dieses merkwürdige Gefühl, man hätte nicht genug daraus gemacht. Vielleicht waren Sie zu selten schwimmen, haben zu wenig draußen gegessen, hatten keinen richtigen Urlaub oder waren viel häufiger bei der Arbeit, als Sie es sich im Frühling vorgenommen hatten.

Doch bitte machen Sie aus diesem Gedanken keinen neuen Druck.

Der Sommer ist keine Prüfung, die Sie bestehen müssen. Es gibt keine vorgeschriebene Anzahl an Grillabenden, Strandtagen oder Fahrradtouren, damit er als gelungen gelten darf. Vielleicht war dieses Jahr einfach anders. Vielleicht gab es viel Arbeit, gesundheitliche Belastungen oder andere Dinge, die wichtiger waren.

Auch dann können die letzten Sommertage schön sein. Nicht weil Sie jetzt alles nachholen müssen, sondern weil ein einziger bewusster Moment völlig ausreichen kann. Eine Stunde am See, ein gutes Essen draußen, ein Spaziergang mit einem Menschen, den Sie mögen, oder ein Sonnenuntergang, den Sie wirklich ansehen.

Schöne Momente werden nicht wertvoller, nur weil es viele davon gibt.

Tun Sie noch einmal etwas, das für Sie ganz persönlich nach Sommer aussieht

Jeder Mensch verbindet etwas anderes mit dieser Jahreszeit. Vielleicht ist Sommer für Sie ein Eis am Nachmittag, eine Fahrradtour am Abend, ein Buch im Garten oder der Geruch eines Grills. Vielleicht mögen Sie kleine Wanderungen, Barfußpfade, Musik auf einer Decke im Park oder einen frühen Morgen am See.

Suchen Sie deshalb gar nicht nach der originellsten Idee. Fragen Sie sich lieber: „Was möchte ich eigentlich schon die ganze Zeit noch einmal machen?“

Und wenn Ihnen etwas einfällt, verschieben Sie es nicht automatisch auf „irgendwann“. Vielleicht findet sich bereits in den nächsten Tagen ein Platz dafür. Es muss nichts Großes sein. Ein Abend, eine Stunde oder manchmal sogar eine halbe Stunde reichen vollkommen aus.

Gönnen Sie sich einen Sommerabend ohne Bildschirm

Schöne Abende können erstaunlich schnell verschwinden, wenn wir von einer Nachricht zur nächsten und von einem Video zum nächsten wechseln. Vielleicht probieren Sie in diesen letzten Sommerwochen einmal bewusst einen Abend aus, an dem das Handy länger liegen bleibt.

Kochen Sie etwas, hören Sie Musik, spielen Sie Karten, lesen Sie, sitzen Sie draußen oder führen Sie ein Gespräch, bei dem niemand zwischendurch auf einen Bildschirm schaut. Es kann überraschend sein, wie viel länger sich ein Abend plötzlich anfühlt, wenn nicht jede freie Minute mit neuen Informationen gefüllt wird.

Vielleicht liegt darin sogar eine der einfachsten Möglichkeiten, Zeit wieder bewusster wahrzunehmen: nicht mehr alles gleichzeitig zu tun.

Schreiben Sie Ihre Sommerliste einmal rückwärts

Normalerweise schreiben wir Listen mit Dingen, die wir noch erledigen oder erleben möchten. Drehen Sie das Prinzip zum Sommerende einmal um und schreiben Sie auf, was bereits schön war.

Vielleicht war es eine Reise, vielleicht aber auch nur ein bestimmter Nachmittag. Vielleicht denken Sie an einen Grillabend, ein Gespräch, eine Wanderung, eine Mahlzeit oder einen Morgen, an dem Sie ungewöhnlich früh wach waren und draußen Ihren Kaffee getrunken haben. Vielleicht war es ein Lied, das Sie häufig gehört haben, ein Ort, an dem Sie sich wohlgefühlt haben, oder ein Mensch, mit dem Sie besonders gerne Zeit verbracht haben.

Unser Alltag ist schnell darin, solche kleinen Erinnerungen zu überdecken. Ein paar Zeilen reichen oft, um sie wieder hervorzuholen.

Vielleicht machen Sie daraus sogar ein kleines Ritual und schreiben jedes Jahr am Ende des Sommers auf, welche Momente Sie gerne mit in den Herbst nehmen möchten.

Bewahren Sie ein kleines Stück Sommer für später auf

Manche Sommermomente lassen sich tatsächlich ein bisschen konservieren. Kräuter können eingefroren oder getrocknet werden, Beeren wandern ins Gefrierfach, aus Tomaten kann eine Sauce entstehen und aus Pflaumen ein Kompott oder Aufstrich.

Dafür brauchen Sie keinen großen Einkoch- oder Vorratstag. Vielleicht frieren Sie einfach eine kleine Portion Beeren ein oder machen aus Basilikum ein Glas Pesto.

Wenn Sie Monate später im Herbst oder Winter darauf zurückgreifen, steckt darin plötzlich mehr als nur Essen. Vielleicht erinnern Sie sich beim Öffnen des Glases daran, wie warm dieser Augusttag war.

Ein kleines Stück Sommer im November kann erstaunlich schön sein.

Holen Sie die letzten Sommerfarben ins Haus

Nur weil sich der Herbst nähert, muss zu Hause nicht plötzlich alles dunkel und herbstlich werden. Nutzen Sie noch einmal die letzten Sommerblumen, Kräuter oder Gräser und holen Sie sich ein wenig Farbe hinein.

Ein kleiner Strauß auf dem Tisch, ein Zweig aus dem Garten oder ein paar Blüten in einer schlichten Vase können die Stimmung eines Raumes verändern. Vielleicht mischen sich inzwischen schon erste Gräser, Hagebutten oder andere spätsommerliche Elemente darunter.

Genau so darf auch der Übergang zwischen den Jahreszeiten aussehen: nicht plötzlich und streng getrennt, sondern langsam, weich und fließend.

Lesen Sie draußen, solange die Temperaturen es noch erlauben

Ein Buch im Freien zu lesen gehört zu diesen einfachen Dingen, die wir uns häufig vornehmen und viel seltener tun, als wir eigentlich möchten. Vielleicht ist jetzt noch einmal der richtige Moment dafür.

Nehmen Sie eine Decke, ein Getränk und ein Buch und suchen Sie sich einen ruhigen Platz im Garten, im Park oder am Wasser. Auch zwanzig Minuten können reichen. Vielleicht lesen Sie ein paar Seiten, schauen zwischendurch auf, hören einen Vogel oder spüren den Wind und lesen anschließend weiter.

Draußen zu lesen verändert manchmal die Wahrnehmung der Zeit. Alles wird ein wenig langsamer, ohne dass man dafür etwas Besonderes tun müsste.

Entdecken Sie auch die frühen Spätsommermorgen

Die letzten Sommertage müssen nicht nur am Abend genossen werden. Gerade der frühe Morgen besitzt jetzt eine besondere Atmosphäre. Die Luft fühlt sich kühler an, vielleicht liegt Tau auf dem Gras und die tief stehende Sonne taucht alles in ein sanftes Licht.

Gehen Sie an einem freien Morgen einmal etwas früher nach draußen. Es muss kein langer Spaziergang werden. Zehn oder zwanzig Minuten können vollkommen ausreichen. Straßen und Wege wirken zu dieser Zeit oft ruhiger und selbst vertraute Orte sehen anders aus.

Vielleicht frühstücken Sie danach in Ruhe und starten nicht sofort in Nachrichten, Termine und Aufgaben. Ein solcher Morgen kann sich wie eine kleine Pause anfühlen, bevor der Tag überhaupt richtig begonnen hat.

Laden Sie Menschen ein, ohne auf einen Anlass zu warten

Wir brauchen nicht immer einen Geburtstag, Feiertag oder besonderen Termin, um Menschen zusammenzubringen. Vielleicht laden Sie in den nächsten Tagen einfach zwei oder drei Menschen zu einem unkomplizierten Sommerabend ein.

Niemand braucht dafür ein perfektes Menü. Jeder kann etwas mitbringen und am Ende stehen Brot, Salate, Gemüse, Obst und Getränke auf dem Tisch. Gerade solche einfachen Treffen fühlen sich oft besonders leicht an, weil niemand eine große Veranstaltung erwartet.

Vielleicht sitzen Sie irgendwann länger draußen als geplant, holen Decken, weil es kühler wird, und erzählen weiter, obwohl es längst dunkel geworden ist.

Genau diese Abende sind es oft, an die man im November denkt, wenn die Fenster geschlossen sind und draußen bereits am Nachmittag die Dämmerung beginnt.

Freuen Sie sich auf den Herbst, ohne den Sommer wegzuschieben

Die letzten Sommertage werden vielleicht noch schöner, wenn wir nicht ständig gegen ihr Ende kämpfen. Ja, morgens riecht die Luft langsam anders. Ja, vielleicht tauchen die ersten bunten Blätter auf. Und ja, am Abend braucht man manchmal wieder einen Pullover.

Aber das bedeutet nicht nur, dass etwas Schönes endet. Es bedeutet auch, dass etwas Neues beginnt.

Spätsommer darf deshalb beides sein: noch einmal Wärme genießen und gleichzeitig langsam Lust auf Kerzen, Suppen, Spaziergänge durch buntes Laub und gemütliche Abende bekommen. Sie müssen sich nicht zwischen Sommer und Herbst entscheiden.

Für einige Wochen dürfen beide Jahreszeiten ein wenig nebeneinander wohnen.

Und vielleicht macht gerade diese Mischung den Spätsommer so besonders.

Gestalten Sie einen ganz normalen Tag ein bisschen bewusster

Vielleicht möchten Sie einen der nächsten Tage nicht mit möglichst vielen Aktivitäten füllen, sondern einfach etwas bewusster erleben. Beginnen Sie morgens mit einem Frühstück draußen oder am geöffneten Fenster und lassen Sie das Handy noch ein wenig liegen. Besuchen Sie später vielleicht einen Wochenmarkt oder kaufen Sie einige saisonale Lebensmittel ein, auf die Sie wirklich Lust haben.

Am Nachmittag könnten Sie einen Ort besuchen, den Sie mit Sommer verbinden. Vielleicht einen See, einen Park, einen Waldweg oder eine Wiese. Am Abend essen Sie draußen, wenn das Wetter es zulässt, und bleiben noch ein wenig sitzen, auch wenn der Tag eigentlich längst erledigt wäre.

Sie brauchen dafür keinen Urlaubstag und keinen durchgeplanten Tagesablauf.

Der besondere Teil besteht darin, einen ganz gewöhnlichen Tag nicht einfach an sich vorbeiziehen zu lassen.

Vielleicht möchten Sie dem Sommer sogar ein kleines Danke mitgeben

Es mag zunächst etwas ungewohnt klingen, aber manchmal lohnt es sich, am Ende einer Jahreszeit kurz zurückzuschauen.

Setzen Sie sich an einem warmen Abend nach draußen und überlegen Sie, was dieser Sommer Ihnen gebracht hat. Dabei muss es überhaupt nicht um große Erlebnisse gehen. Vielleicht denken Sie an einen Menschen, den Sie häufiger gesehen haben, an ein bestimmtes Essen, einen Ort, ein Lied, einen Nachmittag im Garten oder an einen Moment am Wasser.

Vielleicht erinnern Sie sich auch einfach an Sonne auf der Haut, offene Fenster am Abend oder das Geräusch eines Sommerregens.

Es geht nicht darum, eine perfekte Dankbarkeitsübung daraus zu machen. Vielmehr darf es ein Moment sein, in dem Sie merken, dass längst viele schöne Dinge passiert sind, auch wenn Sie ihnen damals vielleicht gar nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt haben.

Manchmal sehen wir erst beim Abschied, was eine Jahreszeit uns eigentlich gegeben hat.

Fazit: Lassen Sie den Sommer leiser werden, aber nicht unbemerkt

Die letzten Sommertage brauchen kein großes Programm. Vielleicht werden sie sogar umso schöner, je weniger Sie versuchen, noch möglichst viel hineinzupacken. Es geht nicht darum, alles nachzuholen, was in den vergangenen Monaten nicht stattgefunden hat, sondern einzelne Momente bewusster wahrzunehmen.

Vielleicht frühstücken Sie noch einmal draußen, gehen ans Wasser, essen eine richtig reife Tomate, setzen sich bei Sonnenuntergang etwas länger hin oder laden jemanden spontan zu einem einfachen Abendessen ein. Vielleicht gehen Sie nach Feierabend noch eine Runde spazieren, legen das Handy für ein paar Stunden weg oder sitzen einfach mit einer Decke draußen und tun überhaupt nichts Besonderes.

Denn manchmal erkennen wir den Wert einer Jahreszeit nicht an den großen Ereignissen, sondern an den kleinen Dingen, die nur für kurze Zeit möglich sind: das warme Licht am Abend, offene Fenster bis spät in die Nacht, der Geruch nach trockenem Gras, ein Eis, das schneller schmilzt, als man es essen kann, oder dieser erste kühlere Wind, der plötzlich ein wenig nach Herbst klingt.

Sie müssen den Sommer nicht festhalten.

Vielleicht reicht es, ihm noch ein kleines Stück entgegenzugehen, solange er da ist – aufmerksam, ohne Eile und mit dem Gefühl, dass auch ein ganz gewöhnlicher Sommertag etwas Besonderes sein darf.

Ihre persönliche Spätsommer-Idee

Vielleicht suchen Sie sich für die nächsten Tage nicht zwanzig Dinge aus, sondern nur eines. Etwas, bei dem Sie beim Lesen sofort gedacht haben: „Ja, genau das möchte ich noch einmal machen.“ Planen Sie daraus keinen großen Termin und keine neue Verpflichtung. Geben Sie diesem kleinen Wunsch einfach ein wenig Platz.

Denn manchmal braucht es für einen schönen Sommerabschluss gar nicht mehr.

Hinweis

Dieser Beitrag soll dazu inspirieren, die letzten Sommertage bewusst und ohne Leistungsdruck zu genießen. Passen Sie Aktivitäten an Ihre persönlichen körperlichen Möglichkeiten sowie an Wetter und Temperaturen an. An sehr warmen Tagen gehören ausreichendes Trinken, Schatten, leichte Kleidung und geeigneter Sonnenschutz dazu. Bei Gewitter oder anderen Wetterwarnungen sollten Aktivitäten im Freien entsprechend angepasst oder verschoben werden.

Bildquelle

Bildquelle: Jennifer Orth Gesundheitsblog, KI-generiert

Einige Illustrationen und Beitragsbilder auf dieser Website wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell ausgewählt beziehungsweise bearbeitet.

Stand

August 2026

 

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