Dieser Artikel ist auf Wunsch einer Leserin meines Gesundheitsblogs entstanden. Sie wollte wissen, wie es nach einer Hüftoperation und der anschließenden Rehabilitation zu Hause weitergeht: Welche Übungen sind sinnvoll? Wie können Sie das operierte Bein wieder sicher belasten? Welche Bewegungen unterstützen das Gehen, Treppensteigen und Aufstehen? Und was sollten Sie lieber noch nicht auf eigene Faust ausprobieren?
Vielleicht kennen Sie diesen Moment: Die Reha ist beendet, die Tasche steht wieder im heimischen Flur und plötzlich fehlt die Person, die während der Übungen freundlich sagt: „Noch zwei Wiederholungen, dann haben Sie es geschafft.“ Zu Hause stehen stattdessen ein Küchenstuhl, eine Arbeitsplatte und Ihre neue Hüfte bereit. Der Küchenstuhl schweigt beharrlich, die Arbeitsplatte gibt keine Rückmeldung und die Hüfte meldet sich gelegentlich mit einem Ziehen, dessen Bedeutung nicht immer sofort klar ist.
Viele Menschen haben nach einer Hüft-TEP vor allem vor einem Angst: Darf ich das operierte Bein wirklich belasten?
Sie setzen den Fuß nur vorsichtig auf, drücken sich kräftig auf die Gehstützen und überlassen dem gesunden Bein fast die gesamte Arbeit. Das operierte Bein ist zwar dabei, wirkt aber eher wie ein zurückhaltender Praktikant, der noch keine eigene Aufgabe übernehmen möchte.
Diese Unsicherheit ist verständlich. Vor der Operation haben Sie die schmerzhafte Hüfte möglicherweise über Monate oder Jahre geschont. Ihr Körper hat gelernt, das Bein zu entlasten. Nach der Operation braucht nicht nur die Muskulatur Zeit, sondern auch Ihr Vertrauen. Beides lässt sich mit ruhigen, gut erklärten Übungen Schritt für Schritt zurückgewinnen.
Die Übungen in diesem Artikel sind vor allem für die Zeit nach der ersten Rehabilitation gedacht. Sie können Ihr persönliches Programm aus der Physiotherapie ergänzen und Ihnen dabei helfen, auch zu Hause regelmäßig weiterzutrainieren. Sie ersetzen jedoch keinen individuellen Behandlungsplan. Operationsart, Heilungsverlauf, Muskelkraft und erlaubte Belastung unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Offizielle Übungsprogramme empfehlen deshalb ausdrücklich, neue Übungen zuerst mit der Physiotherapie oder dem Operationsteam abzustimmen.
Das Wichtigste zuerst: Wie stark dürfen Sie das Bein belasten?
Bevor Sie mit irgendeiner Übung beginnen, sollten Sie wissen, welche Belastung Ihnen erlaubt wurde. Diese Angabe finden Sie normalerweise im Entlassungsbericht oder im Nachbehandlungsplan.
Vollbelastung
Bei einer erlaubten Vollbelastung dürfen Sie das operierte Bein grundsätzlich mit Ihrem Körpergewicht belasten. Das bedeutet nicht, dass Sie sofort ohne Gehstützen laufen müssen. Die Stützen helfen Ihnen dabei, das Gewicht kontrolliert zu übernehmen, sicher zu stehen und möglichst gleichmäßig zu gehen.
Das Bein darf also arbeiten, muss aber nicht gleich die gesamte Abteilung leiten.
Teilbelastung
Bei einer Teilbelastung dürfen Sie nur einen bestimmten Anteil Ihres Körpergewichts auf das Bein bringen. Manchmal wird eine feste Kilogrammzahl genannt, beispielsweise 20 Kilogramm. Diese Belastung lässt sich ohne Übung nur schwer einschätzen und sollte zunächst mit einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten, häufig mithilfe einer Waage, trainiert werden.
Entlastung
In besonderen Fällen darf das Bein vorübergehend kaum oder gar nicht belastet werden. Das kann etwa nach zusätzlichen Knochenarbeiten, bestimmten Brüchen, Wechseloperationen oder einer besonderen Rekonstruktion notwendig sein.
Merkkasten: Diese Angabe müssen Sie kennen
Bevor Sie im Stand üben, sollten Sie eindeutig wissen, ob Sie voll belasten, teilweise belasten oder noch entlasten müssen. Sind Sie sich nicht sicher, rufen Sie in der operierenden Klinik, im Endoprothetikzentrum oder in Ihrer Physiotherapiepraxis an. Bitte nicht raten. Ihre Hüfte ist schließlich kein Kreuzworträtsel.
Warum sich erlaubte Belastung trotzdem falsch anfühlen kann
Wenn Sie voll belasten dürfen, kann sich das Auftreten anfangs dennoch ungewohnt, schwer oder empfindlich anfühlen. Rund um das Gelenk heilen Muskeln, Haut, Kapsel und anderes Gewebe. Die Muskulatur ist oft geschwächt, und das Bein kann noch geschwollen sein.
Außerdem kennt Ihr Körper noch das alte Bewegungsmuster. Vielleicht haben Sie das betroffene Bein vor der Operation immer schnell entlastet. Diese Gewohnheit verschwindet nicht automatisch zusammen mit dem verschlissenen Gelenk.
Vertrauen entsteht deshalb selten durch einen einzigen mutigen Schritt. Es wächst durch viele kleine Erfahrungen:
Sie stellen den ganzen Fuß auf den Boden. Das Bein hält.
Sie verlagern ein wenig Gewicht. Das Bein hält weiterhin.
Sie stehen vom Stuhl auf. Noch immer alles an seinem Platz.
Aha-Moment
Nicht jede unangenehme Empfindung bedeutet, dass Sie die Prothese beschädigen. Muskeln und Operationsgebiet dürfen sich melden. Ein plötzlich einschießender, sehr starker oder völlig neuer Schmerz sollte allerdings abgeklärt werden.
Wie oft sollten Sie zu Hause üben?
Nach der Reha müssen Sie nicht jeden Tag sämtliche Übungen dieses Artikels durchführen. Das wäre weder nötig noch besonders alltagstauglich. Ein Heimprogramm sollte übersichtlich bleiben und zu Ihren persönlichen Zielen passen.
Viele orthopädische Nachbehandlungsprogramme arbeiten mit kurzen Übungseinheiten und einer langsamen Steigerung. Entscheidend ist nicht nur, wie sich die Übung während der Durchführung anfühlt, sondern auch, wie Ihre Hüfte einige Stunden später und am nächsten Morgen reagiert.
Für den Einstieg können Sie sich an folgendem Grundsatz orientieren:
- Beginnen Sie bei neuen Übungen mit etwa fünf Wiederholungen.
- Führen Sie die Bewegung langsam aus.
- Machen Sie zunächst nur einen Durchgang.
- Vertragen Sie die Übung gut, können Sie nach einigen Tagen auf acht bis zehn Wiederholungen steigern.
- Erhöhen Sie immer nur eine Sache: entweder die Wiederholungen, den Widerstand oder die Dauer.
Eine kräftigere Übung, ein längerer Spaziergang und ein neues Widerstandsband am selben Tag ergeben nicht automatisch besonders gute Rehabilitation. Sie ergeben manchmal einfach einen ziemlich anstrengenden nächsten Morgen.
Die Bewegungsampel: Was darf sich wie anfühlen?
Grün: Sie können weiterüben
Die Bewegung fühlt sich kontrolliert an. Sie spüren Muskelarbeit, ein leichtes Ziehen oder eine gewisse Steifigkeit. Sie können ruhig weiteratmen und die Bewegung sauber beenden.
Gelb: Reduzieren Sie die Belastung
Der Schmerz nimmt während der Übung deutlich zu. Sie beginnen zu hinken, halten die Luft an oder müssen Schwung holen. Das Bein ist am Abend wesentlich stärker geschwollen oder Sie gehen am nächsten Morgen schlechter als vorher.
Verringern Sie in diesem Fall den Bewegungsumfang, die Wiederholungen, den Widerstand oder die Gehstrecke.
Rot: Brechen Sie ab
Ein plötzlich einschießender starker Schmerz, neues Wegknicken, eine auffällige Fehlstellung, ein Blockieren oder das Gefühl, dass etwas im Gelenk verrutscht ist, gehört nicht zum normalen Training.
Auch Atemnot, Brustschmerzen, Kreislaufprobleme und eine plötzlich starke Beinschwellung sind keine Signale für eine kleine Pause, sondern für eine rasche medizinische Abklärung.
Teil 1: Grundlagen für Beweglichkeit und Muskelaktivierung
Diese Übungen sind vielen Menschen bereits aus Klinik oder Reha bekannt. Sie wirken vielleicht unscheinbar, bilden aber eine wichtige Grundlage. Auch nach der Reha können sie an steiferen Tagen, morgens im Bett oder als kurze Vorbereitung auf das eigentliche Training hilfreich sein.
Übung 1: Die Fußpumpe
Die Fußpumpe bewegt das Sprunggelenk und aktiviert die Wadenmuskulatur. Sie eignet sich besonders, wenn Sie längere Zeit gesessen oder gelegen haben.
Schritt für Schritt
- Legen Sie sich bequem auf den Rücken oder setzen Sie sich auf einen stabilen Stuhl.
- Strecken Sie beide Beine entspannt aus oder stellen Sie die Füße locker auf.
- Ziehen Sie die Fußspitzen langsam in Richtung Nase.
- Halten Sie die Position einen kurzen Moment.
- Drücken Sie die Fußspitzen anschließend wieder nach vorne.
- Wiederholen Sie die Bewegung ruhig und gleichmäßig.
So starten Sie
Führen Sie zunächst zehn langsame Bewegungen durch. Die Fußpumpe kann mehrmals über den Tag verteilt wiederholt werden.
Darauf sollten Sie achten
Knie und Hüfte bleiben möglichst ruhig. Die Bewegung kommt aus den Sprunggelenken. Sie müssen nicht besonders kräftig drücken. Ihre Füße sollen arbeiten, nicht gegen einen unsichtbaren Widerstand kämpfen.
Die Fußpumpe wird in orthopädischen Nachbehandlungsprogrammen bereits früh eingesetzt. Sie ersetzt jedoch keine verschriebenen Medikamente zur Vorbeugung von Blutgerinnseln.
Übung 2: Fußkreisen
Mit dieser Übung halten Sie das Sprunggelenk beweglich und aktivieren die Muskulatur rund um Fuß und Unterschenkel.
Schritt für Schritt
- Legen oder setzen Sie sich bequem hin.
- Lassen Sie das Bein entspannt liegen.
- Heben Sie den Fuß nur leicht an, falls dies angenehm möglich ist.
- Zeichnen Sie mit der Fußspitze einen kleinen Kreis.
- Kreisen Sie fünfmal in eine Richtung.
- Wechseln Sie anschließend die Richtung.
- Legen Sie den Fuß wieder entspannt ab.
Darauf sollten Sie achten
Der Kreis soll aus dem Sprunggelenk entstehen. Dreht sich das gesamte Bein mit, verkleinern Sie die Bewegung.
Ein kleiner sauberer Kreis genügt. Es gibt keine Extrapunkte für besonders großzügige Fußkunst.
Übung 3: Den vorderen Oberschenkel anspannen
Diese Übung kräftigt den Muskel an der Vorderseite des Oberschenkels. Sie brauchen ihn beim Stehen, Gehen, Aufstehen und Treppensteigen.
Schritt für Schritt
- Legen Sie sich auf den Rücken.
- Strecken Sie das operierte Bein bequem aus.
- Ziehen Sie die Fußspitze leicht in Richtung Nase.
- Drücken Sie die Kniekehle sanft in die Matratze.
- Spüren Sie, wie der vordere Oberschenkel fester wird.
- Halten Sie die Spannung drei bis fünf Sekunden.
- Atmen Sie währenddessen ruhig weiter.
- Lassen Sie vollständig locker.
- Warten Sie einen kurzen Moment und wiederholen Sie die Übung.
So starten Sie
Beginnen Sie mit fünf Wiederholungen. Vertragen Sie die Übung gut, können Sie auf zehn Wiederholungen steigern.
Typische Fehler
Heben Sie das Becken nicht an und pressen Sie die Luft nicht an. Der Muskel darf arbeiten, ohne dass Gesicht und Schultern ebenfalls in den Dienst gerufen werden.
Übung 4: Die Gesäßmuskeln aktivieren
Die Gesäßmuskulatur hilft dabei, das Becken beim Gehen stabil zu halten. Sie unterstützt außerdem das Aufstehen und Treppensteigen.
Schritt für Schritt
- Legen Sie sich auf den Rücken.
- Die Beine liegen bequem ausgestreckt oder leicht aufgestellt.
- Spannen Sie beide Gesäßhälften gleichzeitig an.
- Das Becken bleibt auf der Unterlage.
- Halten Sie die Spannung drei bis fünf Sekunden.
- Lassen Sie anschließend wieder vollständig locker.
- Atmen Sie während der gesamten Übung ruhig weiter.
So starten Sie
Fünf bis zehn Wiederholungen sind für den Anfang ausreichend.
Darauf sollten Sie achten
Sie sollen die Spannung im Gesäß spüren, nicht im unteren Rücken. Bildet sich ein starkes Hohlkreuz, reduzieren Sie die Kraft.
Die Übung sieht von außen nicht besonders aufregend aus. Für Ihre Hüfte ist sie trotzdem wertvoll. Nicht alles, was wirkt, benötigt sportliche Spezialeffekte.
Übung 5: Die Ferse heranziehen
Diese Bewegung hilft dabei, Knie und Hüfte vorsichtig zu beugen.
Schritt für Schritt
- Legen Sie sich auf den Rücken.
- Strecken Sie beide Beine bequem aus.
- Lassen Sie die Ferse des operierten Beines langsam über die Unterlage in Richtung Gesäß gleiten.
- Das Knie beugt sich dabei.
- Fußspitze und Kniescheibe zeigen möglichst nach oben.
- Ziehen Sie die Ferse nur so weit heran, wie es angenehm und erlaubt ist.
- Halten Sie die Position einen Moment.
- Schieben Sie das Bein langsam wieder zurück.
Erleichterung
Ein glattes Tuch oder eine dünne Plastiktüte unter der Ferse kann das Gleiten erleichtern. Entfernen Sie die Unterlage danach wieder, damit sie später nicht zur Stolperfalle wird.
Darauf sollten Sie achten
Das Knie soll nicht plötzlich nach innen fallen. Wurde Ihnen eine Begrenzung der Hüftbeugung verordnet, müssen Sie diese einhalten.
Die Übung gehört zu den verbreiteten Bewegungen in orthopädischen Übungsprogrammen nach einer Hüft-TEP.
Übung 6: Kniestreckung über einer Rolle
Diese Übung kräftigt den Oberschenkel und unterstützt die vollständige Streckung des Knies. Das ist wichtig, damit Sie beim Gehen stabil auftreten können.
Schritt für Schritt
- Legen Sie sich auf den Rücken.
- Rollen Sie ein Handtuch fest zusammen.
- Legen Sie die Rolle unter die Kniekehle des operierten Beines.
- Das Knie ist nun leicht gebeugt.
- Drücken Sie die Kniekehle sanft auf die Rolle.
- Heben Sie gleichzeitig die Ferse langsam von der Unterlage ab.
- Strecken Sie das Knie, ohne das Bein ruckartig hochzuwerfen.
- Halten Sie die Position zwei bis drei Sekunden.
- Senken Sie die Ferse langsam wieder ab.
So starten Sie
Beginnen Sie mit fünf Wiederholungen.
Darauf sollten Sie achten
Der Oberschenkel soll arbeiten. Das Becken bleibt ruhig. Gelingt das vollständige Strecken anfangs noch nicht, ist das nicht ungewöhnlich. Der Muskel braucht manchmal ein paar Versuche, bevor er die Einladung annimmt.
Übung 7: Kniestreckung im Sitzen
Diese Übung können Sie gut auf einem festen Stuhl durchführen.
Schritt für Schritt
- Setzen Sie sich aufrecht auf einen stabilen Stuhl.
- Beide Füße stehen zunächst auf dem Boden.
- Schieben Sie den Fuß des operierten Beines langsam nach vorne.
- Strecken Sie das Knie, bis das Bein möglichst gerade ist.
- Halten Sie die Position zwei bis fünf Sekunden.
- Senken Sie den Unterschenkel langsam wieder ab.
- Stellen Sie den Fuß kontrolliert auf den Boden.
So starten Sie
Führen Sie fünf bis zehn Wiederholungen durch.
Typischer Fehler
Werfen Sie den Fuß nicht mit Schwung nach oben. Lassen Sie ihn auch nicht einfach zurückfallen. Je langsamer Sie arbeiten, desto weniger kann der Schwung der Muskulatur die Arbeit abnehmen.
Teil 2: Das operierte Bein wieder sicher belasten
Dieser Abschnitt ist besonders wichtig, wenn Sie zwar voll belasten dürfen, sich aber noch nicht richtig auf das Bein trauen. Die folgenden Übungen helfen dabei, Fußkontakt, Gewichtsübernahme und Standfestigkeit zu verbessern.
Führen Sie diese Übungen nur durch, wenn Stehen und Belastung entsprechend Ihrer Freigabe erlaubt sind.
Übung 8: Den Fuß bewusst in den Boden drücken
Diese einfache Übung kann helfen, wenn Sie den operierten Fuß beim Sitzen oder Stehen nur vorsichtig aufsetzen.
Schritt für Schritt
- Setzen Sie sich auf einen festen Stuhl.
- Stellen Sie beide Füße ungefähr hüftbreit auf den Boden.
- Achten Sie darauf, dass Ferse, Fußballen und Zehen des operierten Fußes Kontakt haben.
- Drücken Sie den Fuß sanft in den Boden.
- Spannen Sie dabei den Oberschenkel und das Gesäß leicht an.
- Halten Sie den Druck drei Sekunden.
- Lösen Sie langsam wieder.
- Wiederholen Sie die Bewegung.
So starten Sie
Fünf Wiederholungen genügen zunächst.
Was Sie spüren dürfen
Sie sollen merken, dass Fuß und Bein arbeiten. Ein leichtes Ziehen ist möglich. Ein plötzlich stechender Schmerz ist ein Grund, die Übung abzubrechen.
Aha-Moment
Das Bein kann nur lernen, wieder Last zu übernehmen, wenn der Fuß vollständig auf dem Boden steht. Wer ständig nur die Fußspitze aufsetzt, gibt dem Bein kaum Gelegenheit, Vertrauen aufzubauen.
Übung 9: Gewichtsverlagerung von einer Seite zur anderen
Diese Übung ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einem gleichmäßigeren Gang.
Vorbereitung
Verwenden Sie eine feste Küchenarbeitsplatte oder einen schweren Tisch. Ein rollender Bürostuhl hat in diesem Übungsprogramm Hausverbot.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich aufrecht vor die Arbeitsplatte.
- Halten Sie sich mit beiden Händen fest.
- Stellen Sie die Füße ungefähr hüftbreit auf.
- Beide Fußspitzen zeigen nach vorne.
- Verteilen Sie Ihr Gewicht zunächst möglichst gleichmäßig.
- Verlagern Sie Ihr Gewicht langsam zur nicht operierten Seite.
- Kehren Sie zur Mitte zurück.
- Verlagern Sie das Gewicht nun vorsichtig in Richtung des operierten Beines.
- Beide Füße bleiben vollständig auf dem Boden.
- Halten Sie die Position für zwei ruhige Atemzüge.
- Bewegen Sie das Gewicht wieder zur Mitte.
So starten Sie
Wiederholen Sie die Bewegung fünfmal zur operierten Seite.
Darauf sollten Sie achten
Der Oberkörper soll nicht weit zur Seite kippen. Das Knie des operierten Beines bleibt über dem Fuß und fällt nicht nach innen.
Bei erlaubter Vollbelastung können Sie versuchen, mit jeder Wiederholung etwas weniger auf die Hände zu drücken.
Gewichtsverlagerungen und kontrollierter Belastungsaufbau gehören zu den üblichen Bestandteilen orthopädischer Rehabilitationsprogramme.
Übung 10: Gewichtsverlagerung nach vorne
Diese Übung bereitet den Fersenaufsatz und das Abrollen beim Gehen vor.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich an eine stabile Arbeitsfläche.
- Setzen Sie das operierte Bein einen kleinen Schritt nach vorne.
- Beide Fußspitzen zeigen nach vorne.
- Verlagern Sie Ihr Gewicht langsam nach vorne.
- Belasten Sie zunächst die Ferse des operierten Fußes.
- Lassen Sie das Gewicht anschließend über die gesamte Fußsohle wandern.
- Das Knie darf sich leicht beugen.
- Verlagern Sie das Gewicht wieder nach hinten.
- Der vordere Fuß bleibt dabei am Boden.
So starten Sie
Führen Sie fünf langsame Wiederholungen durch.
Typischer Fehler
Gehen Sie nicht mit dem ganzen Körper steif nach vorne. Die Bewegung soll klein und kontrolliert bleiben. Sie üben einen Teil des Schrittes, keine Verbeugung.
Übung 11: Aufstehen und Hinsetzen
Das Aufstehen ist eine der nützlichsten Kraftübungen überhaupt. Sie trainieren damit Beine, Gesäß, Gleichgewicht und eine Bewegung, die Sie im Alltag ständig benötigen.
Vorbereitung
Wählen Sie einen festen, ausreichend hohen Stuhl mit Armlehnen. Der Stuhl darf nicht rollen oder wackeln.
Schritt für Schritt beim Aufstehen
- Setzen Sie sich an die Vorderkante des Stuhls.
- Stellen Sie beide Füße fest auf den Boden.
- Das operierte Bein darf bei Bedarf zunächst etwas weiter vorne stehen.
- Legen Sie beide Hände auf die Armlehnen.
- Neigen Sie den Oberkörper leicht nach vorne.
- Drücken Sie beide Füße in den Boden.
- Unterstützen Sie sich mit den Armen.
- Stehen Sie langsam auf.
- Richten Sie Becken und Oberkörper vollständig auf.
- Bleiben Sie zwei Atemzüge ruhig stehen.
Schritt für Schritt beim Hinsetzen
- Gehen Sie rückwärts an den Stuhl heran.
- Warten Sie, bis Sie den Stuhl an den Kniekehlen spüren.
- Greifen Sie nach den Armlehnen.
- Schieben Sie das Gesäß leicht nach hinten.
- Beugen Sie Knie und Hüften langsam.
- Senken Sie sich kontrolliert auf die Sitzfläche.
- Vermeiden Sie, sich einfach fallen zu lassen.
So starten Sie
Beginnen Sie mit drei Wiederholungen. Später können Sie auf fünf bis zehn steigern.
Typischer Fehler
Achten Sie darauf, nicht nur über das nicht operierte Bein aufzustehen. Das operierte Bein soll entsprechend Ihrer Belastungsfreigabe mitarbeiten.
Der Stuhl ist übrigens geduldig. Sie müssen ihn nicht mit besonders schwungvollen Landungen beeindrucken.
Teil 3: Kraftübungen im Stand
Diese Übungen sind besonders für die Zeit nach der Reha geeignet, sofern Sie sicher stehen können und die Belastung freigegeben wurde. Halten Sie sich zunächst immer fest.
Übung 12: Fersenheben
Diese Übung kräftigt die Waden und verbessert später das Abrollen des Fußes.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich aufrecht vor eine Arbeitsplatte.
- Halten Sie sich mit beiden Händen fest.
- Stellen Sie die Füße hüftbreit auf.
- Verlagern Sie das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße.
- Heben Sie beide Fersen langsam vom Boden ab.
- Stellen Sie sich auf die Fußballen.
- Halten Sie die Position ein bis zwei Sekunden.
- Senken Sie die Fersen langsam wieder ab.
- Stellen Sie sie nicht einfach auf den Boden zurück, sondern bremsen Sie die Bewegung.
So starten Sie
Beginnen Sie mit fünf Wiederholungen und steigern Sie später auf zehn.
Typischer Fehler
Ziehen Sie sich nicht über die Arme nach oben. Die Hände sichern, die Waden arbeiten.
Übung 13: Kleine Kniebeuge
Die kleine Kniebeuge kräftigt Oberschenkel und Gesäß und erleichtert später das Aufstehen, Bücken und Treppensteigen.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich hüftbreit vor eine stabile Arbeitsfläche.
- Halten Sie sich mit beiden Händen fest.
- Verlagern Sie das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße.
- Schieben Sie das Gesäß leicht nach hinten.
- Beugen Sie beide Knie ein kleines Stück.
- Stellen Sie sich vor, Sie wollten sich auf einen hohen Hocker setzen.
- Die Knie bleiben über den Füßen.
- Halten Sie die Position einen Moment.
- Drücken Sie beide Füße in den Boden.
- Richten Sie sich langsam wieder auf.
So starten Sie
Führen Sie fünf Wiederholungen durch.
Darauf sollten Sie achten
Die Knie dürfen nicht nach innen fallen. Der Oberkörper bleibt möglichst aufrecht. Eine tiefe Kniebeuge ist nicht nötig.
Die Übung soll die Beine kräftigen. Sie müssen dabei nicht herausfinden, wie tief der Küchenboden tatsächlich liegt.
Übung 14: Das Bein nach hinten führen
Diese Übung kräftigt den großen Gesäßmuskel.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich aufrecht an eine Arbeitsplatte.
- Halten Sie sich mit beiden Händen fest.
- Verlagern Sie das Gewicht auf das Standbein.
- Das Knie des Standbeines bleibt leicht locker.
- Führen Sie das andere Bein langsam nach hinten.
- Das Knie bleibt möglichst gestreckt.
- Der Oberkörper bewegt sich nicht nach vorne.
- Vermeiden Sie ein Hohlkreuz.
- Halten Sie die Position ein bis zwei Sekunden.
- Führen Sie den Fuß langsam zurück.
So starten Sie
Beginnen Sie mit fünf Wiederholungen je Seite, sofern beide Seiten trainiert werden dürfen.
Typischer Fehler
Wenn der Oberkörper nach vorne kippt, wird die Bewegung zwar größer, der Gesäßmuskel arbeitet aber weniger. Verkleinern Sie den Weg und bleiben Sie aufrecht.
Übung 15: Das Bein zur Seite führen
Diese Übung kräftigt die seitliche Gesäßmuskulatur. Sie hilft dabei, das Becken beim Gehen stabil zu halten.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich aufrecht vor eine Arbeitsplatte.
- Halten Sie sich sicher fest.
- Beide Fußspitzen zeigen nach vorne.
- Verlagern Sie das Gewicht auf das Standbein.
- Heben Sie das andere Bein langsam zur Seite.
- Fußspitze und Kniescheibe zeigen weiterhin nach vorne.
- Bewegen Sie das Bein nur so weit, wie der Oberkörper ruhig bleibt.
- Halten Sie die Position einen kurzen Moment.
- Führen Sie das Bein langsam zurück.
- Stellen Sie den Fuß kontrolliert auf.
So starten Sie
Fünf Wiederholungen je Seite sind ausreichend.
Typischer Fehler
Neigt sich der Oberkörper zur Gegenseite, war die Bewegung wahrscheinlich zu groß. Eine kleine saubere Bewegung ist wertvoller als eine große Bewegung, bei der der gesamte Körper auf Wanderschaft geht.
Stehende Übungen für die Gesäß- und Hüftmuskulatur gehören zu den verbreiteten Bestandteilen von Heimprogrammen nach einem Hüftgelenkersatz.
Übung 16: Marschieren am Platz
Diese Übung trainiert den Wechsel zwischen Belastung und Entlastung, ähnlich wie beim Gehen.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich an eine feste Arbeitsfläche.
- Halten Sie sich mit beiden Händen fest.
- Verlagern Sie das Gewicht langsam auf ein Bein.
- Heben Sie den anderen Fuß wenige Zentimeter vom Boden.
- Setzen Sie ihn kontrolliert wieder ab.
- Verlagern Sie das Gewicht auf die andere Seite.
- Heben Sie nun den anderen Fuß an.
- Wechseln Sie langsam weiter.
- Bleiben Sie mit dem Oberkörper aufrecht.
- Atmen Sie ruhig.
So starten Sie
Beginnen Sie mit insgesamt zehn Wechseln.
Darauf sollten Sie achten
Heben Sie das Knie des operierten Beines nur so weit, wie es angenehm und erlaubt ist. Bei einer verordneten Beugebegrenzung darf diese nicht überschritten werden.
Marschieren bedeutet hier nicht Stampfen. Der Fußboden muss von Ihrem Trainingsfleiß nichts hören.
Übung 17: Seitwärtsschritte an der Küchenzeile
Seitwärtsschritte trainieren die seitliche Hüftmuskulatur und helfen bei Bewegungen in Küche, Bad oder engen Räumen.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich seitlich an eine lange Arbeitsfläche.
- Halten Sie sich mit beiden Händen oder einer Hand fest.
- Beide Knie und Fußspitzen zeigen nach vorne.
- Machen Sie mit dem äußeren Fuß einen kleinen Schritt zur Seite.
- Verlagern Sie Ihr Gewicht auf diesen Fuß.
- Ziehen Sie den anderen Fuß langsam nach.
- Die Füße werden nicht überkreuzt.
- Machen Sie drei bis fünf Schritte.
- Wechseln Sie anschließend die Richtung.
- Gehen Sie langsam zum Ausgangspunkt zurück.
Typischer Fehler
Schleifen Sie den nachziehenden Fuß nicht über den Boden. Heben Sie ihn leicht an.
Steigerung
Erst wenn Sie die Bewegung sicher und ohne starkes Ausweichen beherrschen, kann später ein leichtes Trainingsband hinzukommen.
Seitwärtsschritte und ein langsamer Übergang zu Übungen mit Widerstand werden in physiotherapeutischen Rehabilitationsprogrammen als mögliche Steigerung beschrieben.
Übung 18: Die Brücke
Die Brücke kräftigt Gesäß, hintere Oberschenkel und Rumpf. Führen Sie sie nur durch, wenn das Liegen auf dem Rücken und das Aufstellen der Beine problemlos möglich und die Übung freigegeben ist.
Schritt für Schritt
- Legen Sie sich auf den Rücken.
- Stellen Sie beide Füße etwa hüftbreit auf.
- Die Knie sind gebeugt.
- Legen Sie die Arme neben dem Körper ab.
- Spannen Sie Bauch und Gesäß leicht an.
- Drücken Sie beide Fersen in die Unterlage.
- Heben Sie das Becken langsam einige Zentimeter an.
- Halten Sie das Becken möglichst waagerecht.
- Bleiben Sie ein bis zwei Sekunden oben.
- Senken Sie das Becken langsam wieder ab.
- Legen Sie es vollständig ab und entspannen Sie kurz.
So starten Sie
Beginnen Sie mit fünf Wiederholungen.
Typischer Fehler
Heben Sie das Becken nicht mit Schwung an und vermeiden Sie ein starkes Hohlkreuz. Die Bewegung darf klein sein.
Eine Brücke muss keine beeindruckende Höhe erreichen. Sie soll Muskeln trainieren, keinen Schiffsverkehr ermöglichen.
Teil 4: Gleichgewicht und Standfestigkeit
Gleichgewicht lässt sich trainieren. Das ist nach einer Hüftoperation besonders wichtig, weil Schmerzen, Muskelabbau und längere Schonung die Sicherheit beim Stehen und Gehen beeinflussen können.
Führen Sie Gleichgewichtsübungen immer neben einer stabilen Haltemöglichkeit durch. Der Boden sollte eben und frei von Teppichen, Kabeln oder Haustierspielzeug sein.
Übung 19: Stand mit engeren Füßen
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich an eine Arbeitsplatte.
- Halten Sie sich zunächst mit beiden Händen fest.
- Stellen Sie die Füße etwas näher zusammen.
- Verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig.
- Richten Sie den Blick nach vorne.
- Lösen Sie eine Hand für einige Sekunden.
- Greifen Sie wieder zu.
- Wechseln Sie die Hand.
- Wenn Sie sicher stehen, können Sie beide Hände nur locker auflegen.
- Halten Sie die Position zehn bis zwanzig Sekunden.
Darauf sollten Sie achten
Bleiben Sie immer so nah an der Arbeitsfläche, dass Sie sofort zugreifen können.
Übung 20: Tandemstand
Beim Tandemstand steht ein Fuß etwas vor dem anderen. Dadurch wird die Standfläche schmaler und das Gleichgewicht stärker gefordert.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich seitlich neben eine Arbeitsfläche.
- Halten Sie sich mit einer Hand fest.
- Setzen Sie einen Fuß einen kleinen Schritt vor den anderen.
- Lassen Sie zunächst seitlich etwas Abstand zwischen den Füßen.
- Verteilen Sie das Gewicht auf beide Beine.
- Richten Sie den Blick nach vorne.
- Halten Sie die Position zehn Sekunden.
- Stellen Sie die Füße wieder nebeneinander.
- Wechseln Sie die Fußstellung.
- Wiederholen Sie die Übung.
Steigerung
Je sicherer Sie werden, desto näher können Sie die Füße hintereinanderstellen.
Typischer Fehler
Schauen Sie nicht dauerhaft auf Ihre Füße. Ein nach vorne gerichteter Blick unterstützt die Orientierung.
Der Tandemstand und andere schrittweise schwierigere Gleichgewichtsübungen gehören zum weiterführenden Training in orthopädischen Übungsprogrammen.
Übung 21: Einbeinstand mit sicherem Halt
Diese Übung ist nur geeignet, wenn Sie das operierte Bein voll belasten dürfen und bereits sicher stehen.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich direkt vor eine Arbeitsplatte.
- Halten Sie sich mit beiden Händen fest.
- Verlagern Sie das Gewicht langsam auf das operierte Bein.
- Spannen Sie Gesäß und Oberschenkel leicht an.
- Heben Sie den anderen Fuß nur wenige Zentimeter vom Boden.
- Halten Sie die Position drei Sekunden.
- Setzen Sie den Fuß wieder ab.
- Verlagern Sie das Gewicht zurück zur Mitte.
- Machen Sie eine kurze Pause.
- Wiederholen Sie die Übung.
So starten Sie
Drei Wiederholungen sind zunächst ausreichend.
Darauf sollten Sie achten
Das Becken bleibt möglichst gerade. Der Oberkörper soll nicht stark zur Seite kippen.
Führen Sie diese Übung nicht frei mitten im Zimmer durch. Die Arbeitsplatte ist kein Zeichen von Unsicherheit, sondern ein sehr vernünftiger Trainingspartner.
Teil 5: Stufen und Treppen vorbereiten
Treppensteigen verlangt Kraft, Gleichgewicht und Kontrolle. Besonders das Hinuntergehen fällt vielen Menschen zunächst schwer, weil die Muskulatur das Körpergewicht abbremsen muss.
Beginnen Sie Stufenübungen erst, wenn normales Stehen und Gehen sicher funktionieren. Verwenden Sie eine niedrige Stufe und ein festes Geländer.
Übung 22: Eine Stufe antippen
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich vor eine niedrige Stufe.
- Halten Sie sich an einem Geländer oder einer stabilen Arbeitsfläche fest.
- Verlagern Sie das Gewicht auf das Standbein.
- Heben Sie den anderen Fuß langsam an.
- Tippen Sie mit der gesamten Fußsohle oder dem Vorfuß auf die Stufe.
- Vermeiden Sie, das Gewicht vollständig nach oben zu verlagern.
- Heben Sie den Fuß wieder ab.
- Stellen Sie ihn kontrolliert auf den Boden.
- Wiederholen Sie die Bewegung.
- Wechseln Sie später die Seite, sofern dies erlaubt ist.
So starten Sie
Beginnen Sie mit drei bis fünf Wiederholungen je Seite.
Wofür ist die Übung gut?
Sie trainiert das Anheben des Beines, die Gewichtsverlagerung und die Vorbereitung auf das Treppensteigen.
Übung 23: Auf eine niedrige Stufe steigen
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich vor eine niedrige Stufe.
- Halten Sie sich sicher am Geländer fest.
- Setzen Sie einen Fuß vollständig auf die Stufe.
- Achten Sie darauf, dass Knie und Fuß nach vorne zeigen.
- Verlagern Sie das Gewicht langsam auf den erhöhten Fuß.
- Drücken Sie sich über dieses Bein nach oben.
- Stellen Sie den zweiten Fuß auf die Stufe.
- Bleiben Sie kurz aufrecht stehen.
- Steigen Sie langsam wieder herunter.
- Beginnen Sie mit der Seite, die Ihnen Ihre Physiotherapie empfohlen hat.
So starten Sie
Drei Wiederholungen reichen zunächst.
Typischer Fehler
Ziehen Sie sich nicht fast ausschließlich mit den Armen am Geländer nach oben. Das Geländer sichert, das Bein soll arbeiten.
Die einfache Treppenregel
Beim normalen Treppensteigen mit einer Stütze oder zwei Stützen gilt in der frühen Phase häufig:
Hinauf beginnt das nicht operierte Bein.
Hinunter beginnen Stütze und operiertes Bein.
Lassen Sie sich die genaue Technik zeigen, weil Treppe, Geländer und Gehstützen unterschiedlich sein können.
Teil 6: Wieder gleichmäßiger gehen
Ein gutes Gangbild ist wichtiger als eine möglichst lange Strecke. Wer ohne Stütze stark hinkt, trainiert das Hinken jedes Mal mit. Deshalb dürfen Gehstütze oder Gehstock so lange bleiben, bis Sie sicherer und gleichmäßiger gehen.
Übung 24: Ferse zuerst aufsetzen
Schritt für Schritt
- Wählen Sie einen geraden, freien Weg in Ihrer Wohnung.
- Stellen Sie sich aufrecht hin.
- Verwenden Sie Ihre Gehstützen, falls Sie sie noch benötigen.
- Setzen Sie beim Schritt zuerst die Ferse des operierten Beines auf.
- Lassen Sie anschließend die gesamte Fußsohle folgen.
- Rollen Sie langsam über den Vorfuß ab.
- Führen Sie das andere Bein nach vorne.
- Machen Sie kleine, möglichst gleichmäßige Schritte.
- Halten Sie den Oberkörper aufrecht.
- Beenden Sie die Übung, bevor Sie deutlich müde werden.
So starten Sie
Üben Sie zunächst zehn konzentrierte Schritte.
Typischer Fehler
Machen Sie keine besonders großen Schritte. Große Schritte sehen nicht automatisch besser aus. Häufig bringen sie nur den Oberkörper in Schwierigkeiten.
Übung 25: Gehen vor einem Spiegel
Ein Spiegel hilft Ihnen zu erkennen, ob Sie das Becken oder den Oberkörper stark zur Seite bewegen.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie sich einige Meter vor einen großen Spiegel.
- Verwenden Sie bei Bedarf Ihre Gehstützen.
- Gehen Sie langsam auf den Spiegel zu.
- Beobachten Sie, ob beide Füße nach vorne zeigen.
- Achten Sie auf ungefähr gleich lange Schritte.
- Prüfen Sie, ob Sie beim Auftreten stark zur Seite kippen.
- Wählen Sie nur einen Punkt aus, den Sie verbessern möchten.
- Gehen Sie erneut einige Schritte.
- Kehren Sie langsam zum Ausgangspunkt zurück.
- Machen Sie anschließend eine Pause.
Versuchen Sie nicht, Fußstellung, Schrittlänge, Arme, Becken und Gesicht gleichzeitig zu kontrollieren. Ein Spiegel ist ehrlich genug, Sie müssen ihn nicht zusätzlich überfordern.
Übung 26: Gehen in kurzen Intervallen
Schritt für Schritt
- Wählen Sie eine Strecke, die Sie sicher bewältigen können.
- Gehen Sie zunächst drei bis fünf Minuten.
- Achten Sie auf einen gleichmäßigen Schritt.
- Setzen Sie sich anschließend hin oder ruhen Sie im Stehen aus.
- Prüfen Sie, wie sich Hüfte und Bein anfühlen.
- Gehen Sie später am Tag eine weitere kurze Runde.
- Verlängern Sie die Zeit erst, wenn Sie bis zum Ende sauber gehen.
- Erhöhen Sie die Gehzeit zunächst um ein oder zwei Minuten.
- Steigern Sie nicht gleichzeitig Tempo und Strecke.
- Beobachten Sie die Reaktion am Abend und am nächsten Morgen.
Tägliches Gehen wird nach einer Hüftoperation empfohlen, die Strecke soll jedoch angenehm und kontrolliert bleiben. Physiotherapeutischer Rat ist sinnvoll, wenn das Gehen zunehmend schmerzhaft wird oder Sie deutlich hinken.
Merkkasten: Kürzer kann besser sein
Die letzten zehn Minuten eines Spaziergangs, die Sie nur noch stark hinkend bewältigen, trainieren vor allem das Hinken. Eine kürzere, saubere Runde kann für Ihre Hüfte wertvoller sein.
Teil 7: Ausdauer aufbauen
Neben Muskelkraft und Gleichgewicht braucht Ihr Körper wieder Ausdauer. Sie können dafür Gehen oder nach Freigabe einen Heimtrainer nutzen.
Übung 27: Ergometer oder Heimtrainer
Vorbereitung
Stellen Sie den Heimtrainer stabil auf. Steigen Sie in der Nähe einer Wand oder mit Unterstützung auf, wenn Sie noch unsicher sind.
Schritt für Schritt
- Stellen Sie den Sattel zunächst eher hoch ein.
- Setzen Sie sich aufrecht auf das Gerät.
- Stellen Sie beide Füße sicher auf die Pedale.
- Drehen Sie die Pedale zunächst langsam rückwärts.
- Prüfen Sie, ob Sie eine vollständige Runde schaffen.
- Gelingt dies angenehm, treten Sie langsam vorwärts.
- Verwenden Sie zunächst keinen oder nur einen sehr geringen Widerstand.
- Treten Sie ruhig und gleichmäßig.
- Beginnen Sie mit etwa fünf Minuten.
- Steigen Sie vorsichtig wieder ab.
Steigerung
Erhöhen Sie zuerst die Dauer. Der Widerstand kommt später hinzu. Steigern Sie beispielsweise alle paar Tage um ein bis zwei Minuten, sofern Schmerzen und Schwellung nicht deutlich zunehmen.
Stationäres Radfahren wird in orthopädischen Rehabilitationsprogrammen als gelenkschonende Möglichkeit zum Aufbau von Beweglichkeit und Ausdauer eingesetzt. Der passende Beginn hängt vom Heilungsverlauf und der Freigabe des Behandlungsteams ab.
Teil 8: Training mit einem Widerstandsband
Ein Widerstandsband kann sinnvoll sein, wenn Übungen ohne Band sicher, schmerzarm und sauber funktionieren. Beginnen Sie mit einem leichten Band.
Lassen Sie sich von Ihrer Physiotherapie zeigen, welches Band geeignet ist und wo es sitzen soll. Ein zu starkes Band führt häufig dazu, dass Sie Schwung holen oder mit dem Oberkörper ausweichen.
Seitwärtsschritte mit Band
- Legen Sie das Band oberhalb der Knie oder um die Unterschenkel, entsprechend Ihrer Anleitung.
- Stellen Sie sich an eine Arbeitsfläche.
- Beugen Sie die Knie leicht.
- Halten Sie die Füße parallel.
- Machen Sie einen kleinen Schritt zur Seite.
- Halten Sie die Spannung im Band.
- Ziehen Sie den anderen Fuß kontrolliert nach.
- Lassen Sie das Band nicht vollständig locker werden.
- Gehen Sie drei Schritte in eine Richtung.
- Kehren Sie anschließend zurück.
Bein nach hinten mit Band
- Befestigen Sie das Band an einer stabilen Stelle.
- Legen Sie die Schlaufe um den Fuß oder Knöchel.
- Halten Sie sich an einer Arbeitsfläche fest.
- Stellen Sie sich aufrecht hin.
- Führen Sie das Bein langsam nach hinten.
- Vermeiden Sie ein Hohlkreuz.
- Halten Sie die Position kurz.
- Führen Sie den Fuß langsam zurück.
- Lassen Sie das Band nicht zurückschnellen.
- Wiederholen Sie die Bewegung.
Merken Sie sich: Sobald Sie Schwung benötigen, war das Band vermutlich zu stark. Das Band soll Widerstand leisten, keinen persönlichen Machtkampf beginnen.
Ein mögliches Wochenprogramm für zu Hause
Ihr persönlicher Plan aus der Physiotherapie hat immer Vorrang. Das folgende Beispiel zeigt lediglich, wie Sie verschiedene Übungen sinnvoll verteilen könnten.
Täglich oder an den meisten Tagen
Führen Sie eine kurze Beweglichkeitsrunde durch:
- Fußpumpe
- Oberschenkel anspannen
- Gesäß anspannen
- Ferse heranziehen
- kurze Gehintervalle
Zwei- bis dreimal pro Woche
Wählen Sie vier bis sechs Kraftübungen aus:
- Aufstehen vom Stuhl
- Fersenheben
- kleine Kniebeuge
- Bein nach hinten führen
- Bein zur Seite führen
- Brücke
- Seitwärtsschritte
- Step-up
Beginnen Sie mit einem Durchgang. Später können Sie einen zweiten ergänzen.
Zwei- bis viermal pro Woche
Trainieren Sie für wenige Minuten Ihr Gleichgewicht:
- Gewichtsverlagerung
- enger Stand
- Tandemstand
- Einbeinstand mit Halt
Für die Ausdauer
Gehen Sie regelmäßig oder nutzen Sie nach Freigabe das Ergometer. Die Belastung darf Ihre Atmung etwas beschleunigen, Sie sollten aber noch in kurzen Sätzen sprechen können.
Aha-Moment
Ein gutes Heimprogramm muss nicht lang aussehen. Fünf sauber ausgeführte Übungen, die zu Ihrem Ziel passen, sind meist hilfreicher als fünfzehn Übungen, die Sie nur noch schnell abhaken möchten.
Was Sie zu Hause nicht auf eigene Faust tun sollten
Keine gewaltsamen Dehnungen
Ziehen Sie das Knie nicht mit Kraft zur Brust und drehen Sie das Bein nicht in extreme Positionen. Welche Beweglichkeit erlaubt und sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Operationszugang und Ihren persönlichen Vorsichtsmaßnahmen ab.
Keine tiefen Kniebeugen ohne Freigabe
Tiefe Kniebeugen und große Ausfallschritte benötigen ausreichend Kraft, Beweglichkeit und Kontrolle. Sie gehören nicht automatisch in ein allgemeines Heimprogramm.
Keine schnellen Drehungen auf dem belasteten Bein
Möchten Sie die Richtung wechseln, setzen Sie mehrere kleine Schritte. Lassen Sie den Fuß nicht am Boden stehen, während sich Becken und Oberkörper darüber drehen.
Keine Sprünge oder schnellen Richtungswechsel
Joggen, Sprünge, intensive Ballspiele und andere Aktivitäten mit starker Stoßbelastung oder hohem Sturzrisiko sollten Sie nur nach Rücksprache mit dem Operateur aufnehmen. Während der Erholung wird von Übungen mit Sprüngen, plötzlichen Drehungen und hohem Sturzrisiko abgeraten.
Kein unsicheres Gleichgewichtstraining
Wackelkissen, Balancebretter, geschlossene Augen oder ein freier Einbeinstand sollten erst hinzukommen, wenn Ihre Physiotherapie Ihre Sicherheit geprüft hat.
Mehr Wackeln bedeutet nicht automatisch mehr Training. Manchmal bedeutet es nur, dass der Fußboden plötzlich auffallend nah kommt.
Keine schweren Haushaltsarbeiten als Ersatztraining
Volle Wäschekörbe, Bodenwischen, schwere Einkaufstaschen und Staubsaugen verbinden Drehen, Bücken, Ziehen und Tragen. Diese Tätigkeiten sollten erst schrittweise zurückkehren.
Der Staubsauger wird die vorübergehende Trennung vermutlich verarbeiten.
Was tun, wenn Sie nach dem Training Schmerzen haben?
Ein leichtes Muskelziehen oder eine gewisse Müdigkeit können normal sein. Auch eine vorübergehend etwas stärkere Schwellung kann nach einem aktiveren Tag auftreten.
Reduzieren Sie die Belastung, wenn:
- Sie während der Übung zunehmend ausweichen,
- Ihr Gang nach dem Training deutlich schlechter wird,
- die Schmerzen mehrere Stunden stark erhöht bleiben,
- Sie am nächsten Morgen wesentlich steifer oder unsicherer gehen,
- die Schwellung deutlich zunimmt.
Legen Sie eine Pause ein und kehren Sie beim nächsten Training zur vorherigen Stufe zurück. Das kann bedeuten, dass Sie weniger Wiederholungen machen, ein leichteres Band wählen oder eine kürzere Strecke gehen.
Sie verlieren dadurch keinen Fortschritt. Sie passen den Plan lediglich an die Rückmeldung Ihres Körpers an.
Wo bekommen Sie Hilfe, wenn Sie unsicher sind?
Ihre Physiotherapiepraxis
Die Physiotherapie ist die beste Anlaufstelle für Fragen zur Übungsausführung, zum Gangbild und zur Belastungssteigerung. Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten helfen unter anderem beim Kraftaufbau, bei der Gangschule, beim Treppensteigen und bei alltäglichen Bewegungen.
Nehmen Sie zum Termin Ihren Operationsbericht oder Reha-Entlassungsbericht mit. Bitten Sie darum, dass man Ihnen nicht nur die Übung zeigt, sondern auch erklärt:
- woran Sie eine gute Ausführung erkennen,
- welche Fehler häufig auftreten,
- wie viele Wiederholungen zu Ihnen passen,
- wann Sie steigern dürfen,
- welche Übung Sie bei Schmerzen ersetzen können.
Über die Therapeutensuche von Physio Deutschland können Sie Physiotherapiepraxen in Ihrer Nähe finden und nach bestimmten Angeboten filtern.
Die operierende Klinik oder das Endoprothetikzentrum
Bei Fragen zur erlaubten Belastung, zu Bewegungsbeschränkungen, zur Wunde oder zu plötzlich neuen Hüftschmerzen ist die operierende Klinik eine wichtige Anlaufstelle.
Über EndoCert beziehungsweise die EndoMap können zertifizierte Endoprothetikzentren gefunden werden. Diese Zentren erfüllen besondere Anforderungen an Erfahrung, Abläufe und Qualität bei Gelenkersatzoperationen.
Die orthopädische Praxis
Ihre Orthopädin oder Ihr Orthopäde kann prüfen, ob Heilungsverlauf, Beweglichkeit und Belastbarkeit zur bisherigen Entwicklung passen. Dort können weitere Physiotherapie, Kontrolluntersuchungen und notwendige Anpassungen besprochen werden.
Die hausärztliche Praxis
Die Hausarztpraxis hilft, wenn allgemeine Beschwerden hinzukommen, beispielsweise Kreislaufprobleme, anhaltende Erschöpfung, Probleme mit Medikamenten oder Unsicherheiten bei bestehenden Erkrankungen.
Nachsorgeangebote der Deutschen Rentenversicherung
Nach einer medizinischen Reha können Programme wie T-RENA oder IRENA dabei helfen, die erreichten Fortschritte weiterzuführen.
T-RENA richtet sich vor allem an Menschen mit Einschränkungen des Bewegungsapparates und bietet ein begleitetes Training, beispielsweise in Reha-Einrichtungen, Gesundheitszentren, Krankenhäusern oder Physiotherapiepraxen. IRENA kombiniert Training mit weiteren Angeboten wie Schulung und Beratung.
Fragen Sie möglichst bereits während der Reha oder kurz nach der Entlassung, ob ein solches Nachsorgeprogramm für Sie infrage kommt.
Wann Sie das Training abbrechen und ärztliche Hilfe suchen sollten
Kontaktieren Sie Ihre Klinik oder eine ärztliche Praxis, wenn:
- die Wunde zunehmend rot oder heiß wird,
- Flüssigkeit oder Eiter austritt,
- Fieber oder Schüttelfrost auftreten,
- der Schmerz plötzlich deutlich stärker oder völlig anders wird,
- das Bein neu wegknickt,
- Sie das Bein plötzlich nicht mehr belasten können,
- Taubheit oder auffälliges Kribbeln auftreten,
- die Schwellung erheblich zunimmt.
Eine plötzlich zunehmende einseitige Beinschwellung, Wadenschmerzen oder starke Wärme können auf ein Blutgerinnsel hinweisen.
Bei plötzlicher Atemnot, Brustschmerzen, Kreislaufproblemen oder Schmerzen beim Atmen rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter 112. Solche Beschwerden können auf ein Blutgerinnsel in der Lunge hindeuten.
Plötzlich sehr starke Hüftschmerzen, eine auffällige Beinstellung oder ein verdreht wirkendes, nicht mehr belastbares Bein können Zeichen einer Ausrenkung oder einer anderen akuten Komplikation sein. Versuchen Sie nicht, das Gelenk selbst zu bewegen oder „wieder einzurenken“.
Merkkasten: Hier wird nicht weitergeübt
Atemnot, Brustschmerzen, eine auffällige Beinstellung, plötzlich unerträgliche Schmerzen oder ein nicht mehr belastbares Bein sind keine Trainingsprobleme. Holen Sie sofort medizinische Hilfe.
Fazit: Das operierte Bein darf wieder mitarbeiten
Nach einer Hüft-TEP endet die Genesung nicht mit dem letzten Tag der Reha. Kraft, Gleichgewicht, Ausdauer und ein natürliches Gangbild entwickeln sich häufig noch über längere Zeit weiter. Ein regelmäßiges Heimprogramm kann Ihnen helfen, das in der Physiotherapie Gelernte im Alltag zu festigen. Die Reha-Therapiestandards der Deutschen Rentenversicherung stellen deshalb Bewegung, Kraft, Koordination, Alltagstraining und langfristige Aktivität in den Mittelpunkt.
Beginnen Sie mit überschaubaren Übungen. Stellen Sie den Fuß vollständig auf, verlagern Sie langsam Gewicht, kräftigen Sie Oberschenkel und Gesäß und üben Sie das Aufstehen, Gehen und Treppensteigen. Steigern Sie nicht alles gleichzeitig und achten Sie darauf, wie Ihre Hüfte später am Tag und am folgenden Morgen reagiert.
Verwenden Sie Ihre Gehstütze so lange, wie sie Ihnen ein gleichmäßigeres und sichereres Gehen ermöglicht. Ein guter Gang mit Stütze ist wertvoller als ein starkes Hinken ohne Stütze.
Vielleicht fühlt sich das operierte Bein heute noch fremd und unsicher an. Mit jeder kontrollierten Wiederholung sammelt Ihr Körper neue Erfahrungen. Irgendwann stehen Sie auf, gehen in die Küche und bemerken erst dort, dass Sie unterwegs gar nicht mehr über jeden Schritt nachgedacht haben.
Die schönsten Fortschritte machen selten großen Lärm. Manchmal stehen sie einfach plötzlich mit Ihnen vor dem Kühlschrank.
Neue Hüfte, neues Vertrauen- Das ausführliche Übungsprogramm für zu Hause nach Hüft-TEP und Reha
Medizinische und physiotherapeutische Quellen
Für diesen Beitrag wurden aktuelle Empfehlungen und Übungsprogramme anerkannter orthopädischer, physiotherapeutischer und rehabilitationsmedizinischer Einrichtungen ausgewertet:
- American Academy of Orthopaedic Surgeons: Übungsprogramm nach Hüftgelenkersatz.
- Royal National Orthopaedic Hospital: Physiotherapeutisch begleitetes Übungsprogramm für zu Hause.
- Massachusetts General Hospital: Rehabilitationsprotokoll nach Hüfttotalendoprothese.
- National Institute for Health and Care Excellence: Versorgung und Rehabilitation nach geplantem Gelenkersatz.
- Deutsche Rentenversicherung: Reha-Therapiestandards Hüft- und Knie-TEP 2025.
- NHS: Genesung und mögliche Komplikationen nach Hüftgelenkersatz.
- Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten: Physiotherapie bei Beschwerden und Operationen der unteren Extremität.
- Physio Deutschland: Leitlinienarbeit und Therapeutensuche.
- Deutsche Rentenversicherung: T-RENA und IRENA zur Reha-Nachsorge.
- EndoCert: Informationen und Suche nach zertifizierten Endoprothetikzentren.
Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Gesundheitsbildung. Er ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung, physiotherapeutische Anleitung oder individuell geplante Rehabilitation.
Welche Belastung erlaubt ist und welche Übungen für Sie geeignet sind, hängt unter anderem von der Art der Operation, dem Operationszugang, der Befestigung der Prothese, der Knochenqualität, möglichen Muskel- oder Sehnennähten, Begleiterkrankungen und Ihrem bisherigen Heilungsverlauf ab.
Nach einer Wechseloperation, einem Knochenbruch oder zusätzlichen Rekonstruktionen können andere Vorgaben gelten. Führen Sie neue Übungen deshalb zunächst nur nach Rücksprache mit Ihrer Physiotherapie oder dem Operationsteam durch.
Ändern Sie Schmerzmittel, gerinnungshemmende Medikamente oder andere verordnete Arzneimittel nicht eigenständig. Bei zunehmender Wundrötung, Überwärmung, austretender Flüssigkeit, Fieber, plötzlich starken Schmerzen, deutlicher Beinschwellung, Wadenschmerzen, Atemnot, Brustschmerzen oder dem Verdacht auf eine Ausrenkung benötigen Sie umgehend medizinische Hilfe.
Bildquelle
Jennifer Orth Gesundheitsblog, KI-generiert
Einige Illustrationen und Beitragsbilder auf dieser Website wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell ausgewählt beziehungsweise bearbeitet.
Wissenschaftlicher Stand
Dieser Beitrag beruht auf den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren orthopädischen Nachbehandlungsplänen, physiotherapeutischen Übungsprogrammen, Reha-Therapiestandards und Patienteninformationen medizinischer Fachinstitutionen. Persönliche Empfehlungen können aufgrund des Operationsverfahrens und des Heilungsverlaufs davon abweichen.
Stand: August 2026
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